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Von Dennis Klein

Im öffentlichen Park müssen sich Spaziergänger als "schwule Sau" bezeichnen lassen, Jugendliche reißen die Regenbogenfahne beim Lesben- und Schwulenverband (LSVD) herunter, ein Pflasterstein fliegt ins Café Posithiv, einen Treff für HIV-Infizierte, und verfehlt nur um ein Haar einen Rollstuhlfahrer. In den sozialen Brennpunkten Berlins nehmen Angriffe auf Homosexuelle in erschreckendem Ausmaß zu. Beim schwulen Überfalltelefon Maneo sind in diesem Jahr bereits mehr Anrufe eingegangen als im gesamten letzten Jahr.

Beim Café Posithiv werden nun Konsequenzen gezogen: Der Treffpunkt, der Positiven seit inzwischen 13 Jahren in Schöneberg offen steht, will umziehen. Es habe schon oft Pöbeleien gegen Gäste und Mitarbeiter gegeben, so Betreiber Michael, aber seit zwei Jahren habe das stark zugenommen – inzwischen häuften sich auch gewalttätige Übergriffe; Leib und Leben der Gäste seien inzwischen gefährdet. "Da passieren massive Straftaten", so Jörg Litwinschuh vom Berliner LSVD gegenüber queer.de. Und Birgit Krenz von der Aids-Hilfe sagt der "Berliner Morgenpost": "Wir als Träger haben auch eine Sorgfaltspflicht. Wir können nicht zulassen, dass Betreiber und Besucher gefährdet sind."

Bisher gibt es nur Schätzungen über das Ausmaß der Attacken. Zugenommen haben insbesondere Übergriffe von Tätern aus Migrationsfamilien – darunter sind vor allem Jugendliche und sogar Kinder im Grundschulalter. Litwinschuh (Bild rechts) warnt aber vor voreiligen Schlüssen: "Man muss aufpassen, dass man nicht 'die Ausländer' verantwortlich macht. Vieles, was die Yellowpress schreibt, ist tendenziell rassistisch." Die Übergriffe finden vor allem in Problemgegenden statt, in denen die Arbeitslosenquote teilweise über 35 Prozent liegt. "Da suchen sich viele Jugendliche Schwächere."

Der LSVD und das Überfalltelefon Maneo sind daher nun mit Bezirksabgeordneten im Gespräch. Mit Hilfe der Polizei und Sozialarbeitern vor Ort wollen sie nun mit Migrationsfamilien in einen Dialog kommen, um bestehende Vorurteile abzubauen. "Wir stehen damit aber erst am Anfang", so Litwinschuh.

13. Oktober, 18:38 Uhr



#1 tinaAnonym
  • 06.01.2006, 04:22h
  • Das schwule Überfalltelefon Maneo hat eine Statistik veröffentlicht, die den hohen Anteil
    von ausländischen Tätern bei Gewalttaten gegen Schwule, Lesben und Transidentinnen belegt.
    Nun ist dies überhaupt keine Neuigkeit.
    Ich bin Transidentin und wenn ich jemals bedroht, beschimpft, geschlagen oder sexuell belästigt worden bin, handelte es sich fast immer um Ausländer, gleichgültig ob mich Türken beschimpften, Italiener mir zwischen die Beine griffen oder Afrikaner versuchten, mich zusammenzuschlagen.
    Fast alle Transfrauen, die ich kenne, werden derartige Erfahrungen bestätigen können.
    Nun wird behauptet, Maneo sei „ausländerfeindlich“ und „rassistisch“, die Statistiken seien gefälscht und „unwissenschaftlich“. Natürlich werden für diese Behauptungen keine Beweise erbracht, sie können auch gar nicht erbracht werden, weil sie nicht existieren. Ich denke viel eher, einige Leute sind lediglich ideologisch zu verbohrt, um Tatsachen akzeptieren zu können. Es zählt nur das Vorurteil - das, was sie für „politisch korrekt“ halten, nämlich dass Ausländer grundsätzlich und immer gute Menschen seien, und jede/r, der diese verallgemeinernde These in ihrer Pauschalität nicht teilt, ein “Rassist“ und „Ausländerfeind“ sei.
    Ich finde diese „politisch korrekten“ Ideologen sind genauso verblendet und genauso dumm wie die Nazis, denn sie können genausowenig differenzieren. Im übrigen treiben sie Menschen in die Arme der Rechten. Ich kenne einige Transfrauen, die mittlerweile NPD wählen, da sie ständig von Ausländern angegriffen und belästigt worden sind. Das ist sicherlich eine falsche Entscheidung, aber es zeigt, wie sehr diese Vorfälle zugenommen haben.
    Dass ein NPD-Mann die Statistiken von Maneo zitiert hat, kann Maneo nicht angelastet werden und stellt auch keine Wiederlegung dieser Statistiken dar.
    Die Auslassungen von Dirk Ruder vom „WHK“, Maneo solle wegen „Rassismus“ die Unterstützung entzogen werden, sind bar jeder realen Grundlage. Wieso ist jemand rassistisch, nur weil er Tatsachen als Tatsachen benennt ?
    Unverantwortlich auch die Aussagen von Herrn Litwinschuh, der die Übergriffe ausländischer Jugendliche auf Schwule/Transfrauen etc. mit den Worten bagatellisiert, das seien eben Problemgegenden mit hoher Arbeitslosigkeit : „Da suchen sich viele Jugendliche Schwächere.“ Oh ja, wie politisch korrekt !
    Natürlich können nicht „die Ausländer“ in ihrer Gesamtheit für Gewalttaten gegen sexuell Anderslebende verantwortlich gemacht werden. Ihre Rolle dabei aber zu verharmlosen, zu bagatellisieren oder gar ganz abzustreiten, geht an jeder Realität vorbei, ist gefährlich und verantwortungslos.
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#2 gabrielAnonym
  • 07.01.2006, 05:11h
  • Zunächst mal möchte ich voranstellen,dass ich keinesfalls ausländerfeindlich eingestellt bin ( nur um etwaigen Verdächtigungen vorzubeugen,habe auch ausländische Freunde und Bekannte). Ich habe jedoch , ebenso wie jeder andere Bundesbürger das Recht, dass sich ausländische Bürger an unsere Verfassung halten, die nun einmal (glücklicherweise!) unter vielen anderen Gruppen auch uns Schwulen das Recht auf Würde und Unversehrtheit zugesteht. Vielen dieser Leute ist die Verfassung des Landes, welches sie ,die oft selbst Verfolgung und Flucht hinter sich haben (und es eigentlich besser wissen sollten) aufgenommen hat , vollkommen egal.Ok, dann ist mir auch deren Schicksal gleichgültig. Also schickt sie wieder zurück dahin , woher sie kamen ,sollen sie doch bei ihren ortsansässigen Diktatoren Kurse in Menschenrechten nehmen!
    Zum Thema Dirk Ruder: der Kerl(?) erinnert mich an einen Kläffer, der einfach jeden Baum anbellen muss, einfach nur damit man ihn wahrnimmt...
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