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Bischof Nikolai glaubt, dass es das Ziel von Schwulen und Lesben ist, heterosexuelle Familien zu vernichten.

Der bulgarisch-orthodoxe Bischof Nikolai aus Plowdiw hat am Montag den Bürgermeister der Großstadt Pasardschik ausgezeichnet, weil dieser Anfang August das "Zurschaustellen" von Homosexualität verboten hat.

Bürgermeister Todor Popow habe mit seiner Anordnung "christliche Werte verteidigt", erklärte Bischof Nikolai nach Angaben der "Sofia News Agency". Er erhält deshalb die höchste Auszeichnung, die ein orthodoxer Bischof vergeben kann. Auch der Chefankläger aus Pasardschik erhielt die Auszeichnung, weil er den Bürgermeister bei dem Verbot unterstützt hatte. Die Anordnung hat in der 120.000 Einwohner zählenden Stadt jegliche Darstellung von Sexualität verboten. Sie richtet sich nach Aussagen von Popow aber hauptsächlich gegen Homosexuelle. Damit soll auch verhindert werden, dass Homo-Aktivisten einen CSD in der Stadt organisieren.

Popow habe mit seiner Politik einen großen Dienst für die Christen in Bulgarien geleistet, erklärte Bischof Nikolai: "Es gibt so etwas wie öffentliche Moral", erklärte er bei der Preisverleihung. "Die Gesellschaft muss nicht dabei zuschauen, was die Seelen unserer Kinder kaputt macht und die Idee vergiftet, dass die Verbindung zwischen Mann und Frau der Grundstein einer Familie ist." Er erinnerte auch daran, dass die orthodoxe Kirche den CSD in Sofia verurteilt hat.

Bischof setzt Schwule mit Teufel gleich

In der Ansprache machte er deutlich, wie die Kirche mit Schwulen und Lesben umzugehen habe: "Es ist der Auftrag der Kirche, den Teufel zu verdammen, wenn er versucht, die heilige Ordnung zu vernichten", sagte Bischof Nikolai, als er den Orden an den Bürgermeister übergab.

Die Anordnung des Bürgermeisters wurde bereits kurz nach Inkrafttreten von einem Gericht in Sofia für ungültig erklärt. Grund: Die Einschränkung der Freiheiten von Homosexuellen verstößt gegen die EU-Grundrechtecharta, die seit Dezember 2009 für alle Mitgliedsstaaten - mit Ausnahme der EU-Skeptiker Polen und Großbritannien - bindend ist. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

41 Kommentare

#1 MarioAnonym
  • 09.09.2010, 15:53h
  • Na ja, das ist doch kein Wunder; von einem armen und unzivilisierten Land wie Bulgarien ist kaum was Anderes zu erwarten.
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#2 XDAAnonym
#3 alexander
  • 09.09.2010, 16:24h
  • nach den, in den letzten wochen gemachten äusserungen der "religionsgemeinschaften ",
    kommt mir der verdacht, dass wir schwulen uns unserer " weltumspannenden macht " überhaupt nicht bewusst sind, oder aber zu dämlich sie endlich zu nutzen !!!

    nach dem bild zu urteilen trägt man in bulgarien gothik, oder "wer hat angst vorm schwarzen mann "?
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#4 chrisProfil
  • 09.09.2010, 16:27hDortmund
  • Ich bleibe auch weiterhin bei meiner Meinung, dass man diese Oststaaten noch nicht hätte aufnehmen dürfen. Immerhin hat die EU in diesem Fall wenigstens etwas Gutes für die bulgarischen Genossen bewirkt.

    Zusätzlich nominiere ich hiermit die Flachpfeifen aus unserer Regierung für die nächste Auszeignungsrunde dieses Bischofs. Sie haben es sich verdient!
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.09.2010, 16:27h
  • Antwort auf #1 von Mario
  • Bulgarien ist gar nicht arm und schon auf keinen Fall unzivilisiert! Immerhin gehört es zu einem der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen (meist aus den neuen Bundesländern). Manches in diesem Land kommt einem aber tatsächlich befremdlich vor, z. B. ist es neben der kyrillischen Schrift die Körpersprache: das Kopfnicken heißt "Nein" und das Kopfschütteln "Ja"! Außerdem sind nicht alle Menschen so schräg drauf wie der Herr Bischof und der Bürgermeister von Pasardschik. Immerhin ist eine der No Angels (Lucy) aus Bulgarien und die ist bei weitem nicht arm und unzivilisiert!
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#6 Tim JohannesAnonym
  • 09.09.2010, 16:36h
  • Die orthodoxe Kirche unterscheidet sich in diesem Punkt kaum von der katholischen Kirche: beide sind völlig homophob und sorgen für eine Vergiftung des Klimas gegenüber homosexuell empfindenden Menschen. Kirchen, die sich derart menschenfeindlich geben, gehören abgeschafft.

    Ich bin heilfroh, dass ich der lutherischen Kirche anghöre. Es gibt keine Kirche, die offener und demokratischer wäre. In Skandinavien gibt es mit Eva Anne Brunne sogar eine lesbische Bischöfin in Stockholm. Dort sind homosexuelle Christen lutherischen Glaubens stets willkommen. Frau Brunne veranstaltet in diesem Monat einen weiteren Nackt-Gottesdienst für FKK-Anhänger. In Stockholm geht man davon aus, dass dieser Gottesdienst von zahlreichen schwulen Männern besucht wird. Die Cruising-Parks der Stadt werden wie ausgestorben sein. Frau Brunne zeigt einmal mehr, wie man auch heute mit innovativen Ideen neue Gottesdienstbesucher gewinnen kann.

    Ich bin heilfroh, dass ich schon vor Jahren der katholischen Kirche den Rücken gekehrt habe und zur lutherischen Kirche übergetreten bin. Erst als Mitglied der lutherischen Kirche fühle ich mich als vollwertiger Christ. Ich fordere alle schwulen Männer auf, meinem Beispiel zu folgen: werdet Mitglied der lutherischen Kirche und befreit Euch vom Katholizismus!
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#7 SchrottboykottAnonym
  • 09.09.2010, 16:48h
  • Mist, ich bin durchschaut, ich wollte noch eben eine "heterosexuelle Familie vernichten".

    Ach nein, dafür sind ja zolibatäre Pfaffen verantwortlich, die sich der Partnerschaft mit einer Frau durch ihre asexuelle Lebensweise entziehen ...

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#8 SchrottboykottAnonym
  • 09.09.2010, 16:55h
  • Antwort auf #6 von Tim Johannes
  • "Ich fordere alle schwulen Männer auf, meinem Beispiel zu folgen: werdet Mitglied der lutherischen Kirche und befreit"... bla und blupp.

    Eigenständige und starke Menschen brauchen keine imaginäre Figuren, an denen sie sich klammern, wenn sie mit ihrem Leben nicht zurecht kommen.

    So gesehen bin ich heilfroh, dass ich den ganzen religiösen Quatsch nicht brauch und auch nicht anfällig dafür bin. Auch nicht für die lutherische Kirche.
    Ich muss nicht zwischen Cholera und Pest wählen.
    Ich sag einfach grundsätzlich NEIN !

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#9 ZeugeAnonym
#10 JensAnonym
  • 09.09.2010, 17:09h
  • Antwort auf #7 von Schrottboykott
  • "Ach nein, dafür sind ja zolibatäre Pfaffen verantwortlich, die sich der Partnerschaft mit einer Frau durch ihre asexuelle Lebensweise entziehen ..."

    ...oder der Partnerschaft mit einem Mann.
    Wie man hört soll der Anteil homosexueller Pfaffen exorbitant sein.
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