Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12719
  • 12. September 2010, noch kein Kommentar

1993 arbeiteten Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble erstmals zusammen. Das aktuelle Projekt "Officium Novum" ist die erste CD seit 1998.

Seit Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble 1993 musikalisch zusammengefunden haben, hat ihr gemeinsames Musizieren immer wieder zu überraschenden, höchst innovativen Wendungen geführt. Das bahnbrechende Album "Officium", mit Garbareks Saxophon als frei gestaltender "fünfter Stimme" des Ensembles, vermittelte gleich einen starken Eindruck von der musikalischen Vielseitigkeit und emotionalen Kraft dieser Verbindung. Mit ihrem 1998 erschienenen Doppelalbum "Mnemosyne" schrieben sie die Geschichte fort und erweiterten das Renaissance-Repertoire durch Werke alter wie auch neuer Musik.


Nun, nach einem weiteren Jahrzehnt gemeinsamer Erfahrungen, gibt es ein drittes Album von Garbarek/Hilliard, das wie seine herausragenden Vorgänger im österreichischen Kloster St. Gerold von Manfred Eicher als Produzenten aufgenommen wurde.

Treffend betitelt, steht "Officium Novum" für musikalische Kontinuität, aber auch für den Aufbruch in neue Gefilde. Dem Geist von "Occident/Orient" folgend, richtet das Album den Blick ostwärts, nimmt Armenien ins Visier und fokussiert sich auf die Kompositionen und Bearbeitungen von Komitas.


Die Hilliards haben Komitas' Werke, die in mittelalterlicher Kirchenmusik und der bardischen Tradition des Kaukasus wurzeln, bei ihren Besuchen in Armenien studiert, und Garbarek inspirieren die Stimmungen der Musik zu besonders intensivem Spiel. Auf der Reise durch Zeitalter und Länder haben die Musiker eine erstaunliche Vielfalt von Kompositionen zusammengetragen: "Officium Novum" macht Station in Eriwan und Byzanz, in Russland, Frankreich und Spanien - und alles fügt sich ein in den dramaturgischen Fluss des Albums, weil die einzelnen Werke in einen größeren kompositorischen Rahmen eingebunden sind.