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lady Gaga mit den vier Ex-Soldaten auf dem "weißen Teppich" vor dem Nokia Theatre. (Bild: MTV News)

Bei den MTV Video Music Awards war mit Abstand Lady Gaga erfolgreichste Künstlerin - bei der Show machte sie sich für die Abschaffung von "Don't ask, don't tell" stark.

Die 24-Jährige erhielt am Sonntagabend im Nokia Theatre von Los Angeles acht Trophäen, darunter eine Auszeichnung für das "bestes Pop-Video", das "beste Dance-Video" und den Top-Preis "Video des Jahres". Jede Trophäe nahm sie in einem anderen Outfit entgegen.

Bei ihrem Einzug zur Show, der ebenfalls live im Fernsehen übertragen wurde, nahm die "Paparazzi"-Interpretin zwei lesbische Soldatinnen und zwei schwule Soldaten mit zur Veranstaltung. Alle waren nach der "Don't ask, don't tell"-Regelung aus den Streitkräften ausgeschlossen worden - dieses Gesetz besagt, dass Schwule und Lesben nur im Militär dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheilm halten. Präsident Barack Obama hat bereits angekündigt, das 1993 eingeführte Gesetz abschaffen zu wollen. Es wurde zudem vergangene Woche von einer Bundesrichterin für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete).

Während der Auszeichnung von "Bad Romance" als bestes Video einer Künstlerin kamen die Soldaten mit Lady Gaga auf die Bühne. Die Sängerin dankte ihnen - ebenso wie allen Schwulen, die "das Video immer und immer wieder neu verfilmt haben."


Provokant: Über dieses neue Vogue-Titelbild, das Lady Gaga nur mit Steaks bekleidet zeigt, empörten sich Vegetarier. (Bild: Vogue)

Homo-Aktivisten lobten Lady Gaga, die bereits in der Vergangenheit auf Demonstrationen gegen das Verbot der Homo-Ehe teilgenommen hatte: "Die Anerkennung dieser tollen Patrioten durch Lady Gaga zeigt, welch ungerechte Last 'Don't ask, don't tell' für diese wackeren Männer und Frauen, die unser Land verteidigen, jeden Tag bedeutet", erklärte Aubrey Sarvis vom Servidcemembers Legal Defense Network, einem Verband für schwule und lesbische Soldaten.

Lady Gaga war für insgesamt 13 Preise nominiert; das ist Rekord in der 26-jährigen Geschichte der Video Music Awards (queer.de berichtete). Mit acht Auszeichnungen erhielt sie schließlich genauso viel wie die norwegische Band A-ha, die 1986 ebenfalls acht Mal an einem Abend ausgezeichnet wurde. Sie verfehlte aber den Rekord von Peter Gabriel, der sich 1987 insgesamt zehn Trophäen sicherte.

Neben Lady Gaga konnte sich auch Eminem über immerhin zwei Preise freuen (nach acht Nominierungen). Als bestes Rockvideo wurde die kalifornische Band "30 Seconds To Mars" ausgezeichnet, als bester Nachwuchsstar setzte sich der 14-jährige Kanadier Justin Bieber durch. (dk)

Youtube | Lady Gaga gewinnt die Auszeichnung "Video des Jahres"


22 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.09.2010, 12:02h
  • Glückwunsch an Lady Gaga, daß sie so richtig bei den diesjährigen MTV-Music-Awards abräumte!!! Darauf einen Prosecco! Stöööööößchennnnnn!!!
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#2 KameliendameEhemaliges Profil
  • 13.09.2010, 12:45h
  • Ay wie geil Cher im Glitzer-Strapsen-If I could turn back time- Outfit und Lady Gaga im Fleischkleid.
    Zusammen auf einer Bühne!

    Da der Link von queer zu youtube schon nicht mehr geht. Hier nochmal nen anderer.

    www.youtube.com/watch?v=Fhew2aWmHEY

    Ach und das sie die zwei schwulen und lesbischen Soldaten/Soldatinnen mitgenommen hat ist einfach toll!
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#3 muskelveganerAnonym
  • 13.09.2010, 13:02h
  • man kann sich seine fürsprecherInnen und deren marketing-hypes ja leider nicht heraussuchen.
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#4 seb1983
  • 13.09.2010, 13:29h
  • Antwort auf #3 von muskelveganer
  • Klar, so eine Veranstaltung ist so ehrlich und natürlich wie eine Plastikpuppe. Wie weit so etwas ehrlich ist und wo das reine Marketing anfängt ist schwer zu sagen.
    Positiv zu sagen ist dass sie sich schon lange für Schwule und Lesben einsetzt, auch schon bevor sie so bekannt wurde. Mag sein dass diese Aktion hier hauptsächlich dazu da war Presse zu erzeugen, und das wird sie mit Sicherheit. Der positive Effekt bleibt am Ende.

    Und: Wenn in Kanada Schwule für Palästinenser demonstrieren wollen dann haben diese darum bestimmt auch nicht gebeten
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#5 maaaartinAnonym
  • 13.09.2010, 13:59h
  • wow, bei mtv gibts mal wieder musik? muss wohl das langsam anrollende 90er revival sein.
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#6 PlaymateGagaAnonym
#7 PlaymateGagaAnonym
  • 13.09.2010, 16:14h
  • Antwort auf #6 von PlaymateGaga
  • Zitat vergessen:

    " Lady Gaga schockt weiter: Sie lässt sich blutverschmiert und nackt fotografieren – für ein Schwulenmagazin!
    Für die amerikanische Zeitschrift „Out“ zog sie sich aus und ließ sich von der Star-Fotografin Ellen von Unwerth ablichten.
    Dabei posierte die Lady in Ketten, Lack und Leder, mal mit einem Skelett, mal im Vampir-Look. Und zeigt dabei viiiel nackte Haut!
    Lady Gaga macht eben wirklich alle Männer verrückt!"
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#8 You got it!Anonym
  • 13.09.2010, 16:20h
  • Antwort auf #6 von PlaymateGaga
  • Der Heterosexismus frisst sich seine Wege, jedes Mal noch aggressiver, überall hin.

    Er repoduziert sich mit ein paar Variationen und gibt sich einen pseudo-"liberalen" Anstrich,

    aber die Bilder, die das Bewusstsein prägen, bleiben doch immer die gleichen!

    Und jetzt fällt auch schwulen Medien nix Besseres ein, als diesen immergleichen Müll zu veröffentlichen.

    Was soll man als schwuler Junge oder Mann überhaupt noch aufschlagen oder ansehen, um mal selbstbewusste, geile, junge schwule Identifikationsfiguren zu sehen?
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#9 seb1983
  • 13.09.2010, 16:30h
  • Antwort auf #8 von You got it!
  • Zumindest wird deutlich was man von selbsternannten schwulen Szenevertretern für zaghaftes Engagement bekommt: Einen kräftigen Arschtritt!

    Bei allem Marketing Getöse war es zumindest ein Auftritt der Millionen Menschen diesen don't ask don't tell Schrott vorgeführt hat und Schwule und Lesben als stinknormale Soldaten, was grade bei den Amis für Wirbel sorgen wird.
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#10 You got it!Anonym