Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12725

Geteilte Fröhlichkeit ist doppelte Fröhlichkeit: In gut zwei Wochen besuchen fünf Millionen Menschen die Wiesn. (Bild: Nico Kaiser / flickr / by-sa 2.0)

Mit der Wiesn in München und dem Wasen in Stuttgart stehen wieder die zwei größten Volksfeste der Welt vor der Tür - und auch dieses Jahr mischen die Schwulen bei Bier und Brathähnchen mit.

Von Dennis Klein

Jeder Deutsche, der die USA besucht hat, wird es wissen: Die Amerikaner - egal ob schwul oder hetero - wissen allesamt drei scheinbar urdeutsche Begriffe aufzuzählen: Nena, Hasselhoff und Oktoberfest. Auf die Wiesn in München fallen deshalb alljährlich Touristen aus Übersee ein - Schwule sind dabei an vorderster Front mit Angeboten wie "Gay Oktoberfest Experience", um mal die warme deutsche Fröhlichkeit zu entdecken.

Dazu bietet ihnen die Wiesn (18. September bis 4. Oktober) reichlich Gelegenheit: Am Sonntag nach der Eröffnung (19. September) um 9 Uhr startet die schwule Party mit der Großgaudi Gay Sunday im Bräurosl-Zelt. 4.000 Bier- und Brezenliebhaber werden hier bedient. Das Fest ist das Ziehkind der Homo-Gruppe Münchener Löwen-Club, der dieses Jahr sein 33. Oktoberfesttreffen auf der Wiesn veranstaltet. Wer mit den Lederfreunden feiern möchte, braucht ein MLC-Kartenpaket. Sie haben einen kompletten Balkon mit 600 Sitzplätzen für sich reserviert. Am Rande der Wiesn pulsiert die Münchener Szene, für die das Volksfest jedes Jahr einen erheblichen Besucheranstieg bedeutet.


Rund neun Euro kostet die Maß in München. (Bild: Abhijeet Rane / flickr / by 2.0)

Da der traditionelle Gay Sunday äußerst populär ist - wer sicher dabei sein will, muss sich schon vormittags einen Platz sichern - gibt es einen zweiten Gay Day im Zelt der Fischer Vroni. Die Prosecco-Wiesn steigt am zweiten Montag (27. September). Aber auch hier sollte man nicht erst nach dem Feierabend vorbeischauen, da es ab Nachmittag im Zelt sehr eng werden kann.

Am 3. Oktober, dem letzten Tag der Wiesn, treffen sich die schwulen Besucher - sofern es der Kater zulässt - noch zum Ausklang des Oktoberfestes um die Mittagszeit im Schottenhamel-Festzelt. Hier ist der Eintritt - wie bei den anderen Zelten auch - natürlich kostenlos. Beim Bier greifen die Wirte aber ein bisschen tiefer in die Tasche: Der Preis für einen Liter Bier im Maßkrug liegt zwischen 8,30 und 8,90 Euro - und damit vier Prozent höher als im letzten Jahr. Mit alkoholfreien Getränken wäre nicht viel zu sparen: Umgerechnet auf einen Liter kostet eine Spezi durchschnittlich 7,80 Euro und ein Mineralwasser 6,60 Euro.

Stuttgart feiert eine Woche später


Das Karussellfahren sollte vor dem Besuch eines Bierzelts erledigt werden. (Bild: rian76 / flickr / by-nd 2.0)

Beim Wort Oktoberfest denkt zwar die ganze Welt an München - der Cannstatter Wasen (24. September bis 10. Oktober) ist für jeden Schwaben das wahre Oktoberfest, auch wenn es nach München nur das zweitgrößte Volksfest der Welt ist. Das 35 Hektar große Gelände reicht aber vollkommen aus, um nett mit Stuttgart-21-Gegnern und Landvolk von der Schwäbischen Alb zu feiern. Da die meisten ausländischen Touristen zur Wiesn nach München fahren, stolpert man in der schwäbischen Metropole nicht so oft über betrunkene Engländer.

Auch die schwulen Schwaben feiern gerne bei einer Maß Bier, die auf dem Wasen für einheitlich 7,90 Euro zu haben ist. Die Gaydelight-Party jährt sich heuer zum zehnten Mal. Am Donnerstag (7. Oktober) ab 18 Uhr feiern Schwule und Lesben bierselig beim Wasenwirt, der Platz für über 1.600 Besucher bietet. Wer kommen will, muss sich sputen: Bereits jetzt ist rund die Hälfte der Plätze reserviert. Nach dem Volksfest geht die Gaydelight-Party in der Innenstadt weiter - im schicken aer Club. Hier sollen die Schwaben unter dem Motto "Barbie Breakout" etwas aus ihrem Häuschen gelockt werden.

Auch wenn die Szene in München und Stuttgart gut vertreten ist, weisen die Veranstalter darauf hin, dass sich die schwulen Besucher nicht so freizügig zeigen sollten wie in der heterofreien Szene. "Wir bitten alle Besucher, sich entsprechend zu verhalten (auch auf den Toiletten) und Rücksicht auf das Personal zu nehmen", appelliert etwa der Münchener Löwen-Club - und nennt spezifische Fettnäpfchen: "Die Security duldet keine nackten Oberkörper und keine nackten Ärsche." Aber keine Angst: Ohne Frage wird man diese Dinge auch dieses Jahr wieder im Gay Oktoberfest Experience zu sehen bekommen. Prost!



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.09.2010, 15:59h
  • Auf geht's Buam, ozapft is! Das Oktobearfest stellt mit 9 Euro im Maßpreis einen neuen Rekord auf! In einem oder zwei Jahren wird bestimmt die Grenze von 10 Euro geknackt! Auf jeden Fall sehen wir dann wieder kernige Buam mit Knackpos und den strammsten Waden, bei denen sogar Fußballer vor Neid erblassen, so fest und wohlgeformt!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 jochenProfil
  • 13.09.2010, 17:05hmünchen
  • Bin gespannt wie die Oktoberfestwirte das in den oft heillos vollen und oft wg. Überfüllung geschlossenen Bierzelten organisieren, wenn man jetzt theoretisch zum Rauchen aus dem Zelt rausgehen muss.

    Für alle Nicht-Bayern:
    Seit dem sogenannten "Volks"entscheid (Wahlbeteiligung 36%) ist jetzt in ganz Bayern überall das Rauchen verboten, und nur noch auf der Strasse erlaubt.

    Es wird jetzt Erwachsenen sogar dort´das Rauchen VERBOTEN, wo der NICHTRAUCHERSCHUTZ schon GEWÄHRLEISTET ist! (d. h. auch in seperaten Rauchernebenzimmer.u.ä...)
    Das geht vielen zuweit und viele fühlen sich dadurch willkürlich staatlich bevormundet und gegängelt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 maaaaartinAnonym
#4 jochenProfil
#5 seb1983
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.09.2010, 19:36h
  • Antwort auf #4 von jochen
  • Reicht es nicht schon, wenn solche Bilder und die dazu passenden Videos einem auf den im Internet gängigen Videoportalen entgegengeschleudert werden??? Absolutely tasteless and disgusting !
  • Antworten » | Direktlink »
#8 vingtans
  • 13.09.2010, 20:00h
  • das oktoberfest,nein wie schlimm!

    und ja, dirndl und lederhosen werden nie richtig schick und werden nie weltoffen wirken, es ist und bleibt ne verkleidung..

    bei münchen assoziiere ich sofort : nadel abdelfaraq, schönheitschirurgen,bonzentum und dj ötzi..

    Antworten » | Direktlink »
#9 jochenProfil
#10 maaaartinAnonym