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Papst Benedikt XVI. wirbt gegenüber dem deutschen Botschafter für die Besserstellung der (heterosexuellen) Ehe. (Bild: Wiki Commons / Fabio Pozzebom/ABr / CC-BY-2.5-BR)

Beim Antrittsbesuch des neuen deutschen Botschafters im Vatikan bedauerte Papst Benedikt XVI. am Montag, dass es weniger Christen gibt, die mit "Kompromisslosigkeit" für ihren Glauben und die exklusive heterosexuelle Ehe eintreten.

Das 83-jährige Staatsoberhaupt erklärte dem Diplomaten Walter Jürgen Schmid, der vorher deutscher Botschafter in Russland war, dass eine "wachsende Eliminierung des christlichen Verständnisses von Ehe und Familie aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein" stattfinde. Es würden Gesetze zur "Aufwertung von alternativen Partnerschafts- und Familienmodellen" geschaffen, die zu einer "Relativierung aller Gesetzgebung" und zur "Verwirrung der Wertvorstellungen in der Gesellschaft" führten. Der einzig akzeptable Weg einer Sexualbeziehung ist demnach die verschiedengeschlechtliche Ehe - und nur, solange sie Kinder hervorbringen kann: "Die Ehe entfaltet sich als dauerhafte Liebesverbindung eines Mannes und einer Frau, die immer auch auf die Weitergabe menschlichen Lebens ausgerichtet ist."

Zudem warnte Benedikt vor Biotechnologie und bemängelte, dass den Medien - offenbar in Bezug auf die Berichterstattung über die Katholische Kirche - Sensationsjournalismus wichtiger sei als die Wahrheit.

Papst bereitet sich auf Homo-Kritik in Großbritannien vor

Benedikt wird am Donnerstag zu einem Staatsbesuch in Großbritannien erwartet - dem ersten eines Papstes seit der Reformation auf der Insel im 16. Jahrhundert. Britische Medien berichten, dass eine Rede des Papstes am Freitag auch das britische Lebenspartnerschaftsgesetz kritisieren soll. Homo-Aktivisten warnten den Papst bereits davor, sich in die Angelegenheiten des anglikanischen Landes einzumischen.

"Kein ausländisches Staatsoberhaupt außer dem Papst will uns kompromisslos weismachen, was wir in unserem Land tun dürfen und zu lassen haben", erklärt das Bündnis Protest the Pope, das am Samstag eine Großdemonstration gegen Benedikt in London plant und von schwul-lesbischen Gruppen unterstützt wird. Die Aktivisten erinnern daran, dass sich Papst erst Anfang des Jahres gegen das britische Antidiskriminierungsgesetz ausgesprochen hatte, weil es auch Schwule und Lesben ein Recht auf Gleichbehandlung eingeräumt hat (queer.de berichtete). Des weiteren kritisieren die Aktivisten, dass das vatikanische Staatsoberhaupt in England dafür werbe, keine Kondome gegen Aids zu verteilen, Abtreibung selbst in Extremfällen zu kriminalisieren, demgegenüber aber Missbrauch an Kindern in den eigenen Reihen geduldet zu haben.

Am Montag sendet der britische Sender Channel 4 die Dokumentation "The Trouble With The Pope". Sie stammt vom schwulen Aktivisten Peter Tatchell. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 KlofrauAnonym
  • 13.09.2010, 18:09h
  • Aha - uns Benedikta, Päpstin von Gottes Gnaden "belehrt" mal wieder ...

    Die einzige, den man hier belehren müsste, ist Benedikta selber - aber die ist ja seit Jahrzehnten beratungsresistent und unbelehrbar.

    Liebe Aktivisten in Großbritannien: Bitte recht viele Eier und Tomaten bereithalten! Brüllt die Pipifex Minima nieder, wo immer Ihr könnt! Lasst sie ihre Hassreden keine Sekunde unwidersprochen verbreiten!
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#2 bastapapsta
  • 13.09.2010, 18:12h
  • Die Scheinheiligkeit kann es nicht lassen. Es wurde ihm bereits unmissverständlich klar gemacht, dass er in England nicht wilkommen ist. Aber daran erkennt man die Gehässigkeit dieses Egoisten. Ihm ist es egal, ob er herzlich empfangen wird oder ob er unerwünscht ist. Er sieht sich provoziert und zündet die nächste Brandbombe, genauso wie sein Bruder mit Stühlen warf. Wenn es eine Hölle geben würde ( die es nicht gibt ), dann wäre er der erste, der dorthin fahren würde.
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#3 KlomannAnonym
#4 MIZAnonym
  • 13.09.2010, 18:18h
  • Würde mich mal echt interessieren, was die lutherische Kirche skandinavischer Prägung dazu sagt....?!

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#5 LorenProfil
#6 FranziAnonym
  • 13.09.2010, 18:44h
  • Ähm - vielleicht sollte der Oberpope zuerst einmal seine untertänigsten Priester besser "belehren", das die nicht weiter kleinen Jungs und Mädchen an den Pippimann und die Mumu fassen ?!
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#7 rogerpf
#8 PierreAnonym
  • 13.09.2010, 18:56h
  • Ein bösartiger Mensch, wie der Papst, bleibt bösartig.
    Wer oder was sollte ihn denn ändern?
    Er hat darüberhinaus einen durchaus teuflichen Blick.
    Woran mag das wohl liegen?
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#9 Bischof BodeAnonym
  • 13.09.2010, 19:02h
  • Unsere Klemmschwester und Päpstin äußert sich wieder einmal zum Thema Ehe.

    Achja das kennen wir seit Jahrzehnten von unserem homophoben Ratzinger auch nicht anders. Kein Wunder - das mehr und mehr Menschen in Industriestaaten die katholische Kirche verlassen und nicht mehr bereit sind, die Kirchensteuer abzudrücken, wenn dort solche rückwärtsgewandten, homophoben und verknöcherten alte Männer an der Spitze dieser Kirche stehen.

    Es gibt genügend andere bessere christliche Kirchenleitungen, wo man/frau als Christ Mitglied sein kann: siehe beispielsweise die Schwedische Lutherische Kirche mit der offen lesbischen Bischöfin Eva Brunne.

    ---
    Übrigens interessant war die Meldung des Bischof Bode aus Osnabrück, der eine Reform der katholischen Kirche im Bereich Scheidung sowie Sexualität forderte. Aber Bode dürfte ein einsamer, liberaler Rufer in der katholischen Kirchenleitung sein...

    *
    newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1038127
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#10 goddamn. liberalAnonym
  • 13.09.2010, 19:17h
  • pt.gloria.tv/?media=96789

    www.erzbistum-vaduz.li/medien/Vernehmlassung%20Partnerschaft
    sgesetz.pdf


    Wie der Herr, so's Gescherr, im kleinsten wie im größten Land des deutschen Sprachraums. Die massive politische Einflußnahme des reaktionären Ultramontanismus sollte alle, die annehmen, der kath. Klerikalismus sei ein rein religiöses Problem, dem man sich durch Kirchenaustritt einfach entziehen könnte, eines Besseren belehren. Skurril ist natürlich die Verteidigung der traditionellen Zivilehe, die man im 19. Jh. noch als Teufelszeug bekämpft hat, weil da einfach Jud und Kathole bzw. Evangele ohne Pfaffensegen heiraten konnten (Inge Meysel, die 'Mutter der Nation' entstammte einer solchen interreligiösen Ehe, die selbst den Holocaust überstand).

    Zurück zu Liechtenstein: Der Regent Alois (verheiratet mit einer 'Königlichen Hoheit' aus Bayern), hat seine Unterschrift unter das Lebenspartnerschaftsgesetz signalisiert. Selbst der erzkath. Uradel hält anscheinend Ratzinger nicht mehr bedingunglos die Stange. Das würde jedem anderen ein Anlass sein, nachdenklich zu werden, statt weiterhin gegen den Geist der demokratischen Grundordnung zu kämpfen...

    Ratzinger ist aber unbelehrbar und gerade deswegen immens gefährlich!
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