Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12734

Entscheidung ein Meilenstein im Kampf um Anerkennung in Israel. (Bild: andydr / flickr / by 2.0)

Der oberste Gerichtshof Israels hat am Dienstag angeordnet, dass die Stadt Jerusalem das schwul-lesbische Zentrum Open House unterstützen muss.

Jerusalem wurde angewiesen, dem Zentrum umgerechnet 90.000 Euro an Fördermittel zu überweisen und auch in Zukunft das Open House wie andere gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Im Rechtsstreit ging um Unterstützung für die letzten sieben Jahre. Von 2003 bis 2005 erhielt die schwul-lesbische Initiative nach einer positiven Entscheidung des Stadtrats einen Teilbetrag, 2005 bis 2007 wurde dieser Anspruch auf Unterstützung abgelehnt. Die Stadt reagierte damit auf die CSD-Pläne im Jahr 2005 - der Gay Pride war zunächst vom Bürgermeister verboten worden, erst ein Bezirksgericht erlaubte den CSD.

Mehrere andere israelische Städte unterstützen Homo-Gruppen. Jerusalem gilt allerdings als Hochburg der Konservativen, die Homosexualität als Sünde definieren. In den letzten Jahren gab es aus diesem Grund immer wieder gewalttätige Ausschreitungen gegen den CSD. Dieses Jahr blieb es jedoch relativ ruhig (queer.de berichtete).

Richter: Israel steht für Gleichstellung von Schwulen und Lesben

Die Richter erklärten in der Urteilsbegründung, sie hofften, dass die Stadt nun ihren Widerstand gegen die Homo-Gruppe aufgebe und sie nicht ein weiteres Mal über einen derartigen Fall verhandeln müssen. In einzelnen Stellungnahmen erklärten sie, dass Diskriminierung "im 21. Jahrhundert keinen Platz" habe. Zudem sei Israel - anders als die meisten seiner Nachbarn - ein Rechtsstaat, der Schwule und Lesben gleich behandle. Es sei für das Überleben des Staates Israel wichtig, sich an diese Grundsätze zu halten.

Open-House-Chef Yonatan Gher erklärte gegenüber "Ynet", dass die Entscheidung des obersten Gerichts ein Meilenstein im Kampf um gleiche Rechte in Israel sei: "Die Behörden werden nicht länger in der Lage sein, Schwule und Lesben zu ignorieren oder zu benachteiligen", so Gher. (dk)



18 Kommentare

#1 goddamn. liberalAnonym
  • 15.09.2010, 13:14h
  • Kein Wunder, dass das 'Oberste Gericht' bei vielen israel. Politikern sehr unbeliebt ist. Ganz abgesehen davon, dass es dieses Korrektiv in KEINEM der Nachbarstaaten Israels gibt! Auch nicht ansatzweise!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hwAnonym
  • 15.09.2010, 13:48h
  • Antwort auf #1 von goddamn. liberal
  • ebenso sind auch die strafverfolgungsbehörden
    wahre perlen im nahöstlichen sumpf.

    was ich unschön finde, dass die seit 2006 zu 25 % dem Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg gehörende, einzig nennenswerte links-liberale
    zeitung, haaretz, in den letzen monaten artikeln und diskussionen raum gab, die entscheidungen
    des obersten gerichts als tendenziös zu linkslastig zu brandmarken.
    der beitrag zur herrschenden meinung ist ja
    immer die meinung der herrschenden.
    (bzw. eines teils)

    wie rechts denn noch ?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hwAnonym
#4 stromboliProfil
#6 lolloAnonym
#7 stromboliProfil
#8 MichaelAS
  • 15.09.2010, 19:25h
  • Sehr gute Entscheidung; wird den Orthodoxen Fanatikern ganz schön zu schaffen machen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 VinceAnonym
  • 15.09.2010, 20:29h
  • Ein Hoch auf Israel! Ich verstehe nicht, wie Schwule Palestina unterstuetzen koennen, denn dort werdet ihr nicht nur diskriminiert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 goddamn. liberalAnonym