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Overbeck im Kreise seiner "unmoralischen" Schäfchen von FELS (Bild: D. Dettmann)

Der Essener Bischof hält das Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft für moralisch nicht vertretbar, sagt er in Bezug auf Westerwelles Heirat.

Von Carsten Weidemann

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hält das Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft für moralisch nicht vertretbar. Das sagte der katholische Geistliche in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" (FR), die am Montag erscheint. Overbeck sagte auf die Frage nach der Hochzeit des Bundesaußenministers Guido Westerwelle mit seinem Partner, Westerwelle könne sich nach den Gesetzen der Bundesrepublik "verhalten".

Wie es in der Vorabmeldung der FR weiter heißt, habe er trotz seiner Kritik an dem Gesetz keine Absicht, "homosexuelle Menschen zu verletzen", so Overbeck. Die Kirche müsse weniger auf dogmatischer, moralischer oder rechtlicher Ebene mit den Betroffenen ins Gespräch kommen, als "vielmehr auf Beziehungsebene", sagte er weiter.

Bischof Overbeck unbelehrbar?


Freundliches Schwulenklatschen von Overbeck bei Anne Will (Bild: Screenshot ARD)

Overbeck hatte im April in einer Talksendung im TV Homosexualität als Sünde bezeichnet und damit lautstarke wie anhaltende Proteste der schwul-lesbischen Community in Essen ausgelöst (queer.de berichtete). Das Forum der Essener Lesben- und Schwulengruppen (FELS) erreichte Anfang September dann ein Gespräch mit dem Bischof, dass dieser zunächst länger verweigert hatte.

In diesem Gespräch hatte er zugegeben, dass ihn die heftigen Reaktionen nach der Sendung vollkommen überrascht hätten. Ihm sei vorher vieles über die Situation von Schwulen und Lesben nicht bewusst gewesen (queer.de berichtete).
Inhaltlich erklärte der 46-Jährige damals, dass er nicht die "Absicht" gehabt habe, homosexuelle Menschen "in irgendeiner Weise zu diskriminieren". Es sei ihm schließlich nur darum gegangen, die Lehrmeinung der Kirche wiederzugeben. Overbeck habe damit quasi eine "versteckte Entschuldigung" ausgesprochen, wertete FELS das Gespräch.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 bastapapsta
  • 19.09.2010, 18:10h
  • Das ist der Beweis dafür, dass Gruppen wie FELS sich zum Narren gemacht haben, als sie in Duckmäuserhaltung ( als Bittsteller) dieses Geschwafel des Hasspredigers Franz Josef Overbeck dieses verlogene von Overbeck geführte "Gespräch" entgegennahmen und auch noch von einer "versteckten Entschuldigung" sprachen, obwohl der Hassprediger sich garnicht entschuldigt hatte. Es ist nicht verwunderlich, dass dies so kurz nach der Brandbombe, die die Scheinheiligkeit dem deutschen Botschafter übergab geschieht. Das Miese ist, dass jene, die Opfer dieser Hetze sind, diesen Sozialschmarotzern auch noch über die Steuern ihr fürstliches Gehalt finanzieren.

    Es kommt jetzt drauf an Flagge zu zeigen, auch wie in der Vergangenheit, bei den Messen Overbecks !
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#2 herve64Profil
  • 19.09.2010, 18:18hMünchen
  • Ach, Overbeckchen, schwul zu sein tut gar nicht weh. Also trau dich doch mal öffentlich, zu deinen Neigungen zu stehen und oute dich endlich. Deine homophoben Tiraden sind ohnehin nur noch Realsatire, und glauben tust du sie doch selber nicht.
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#3 alexander
  • 19.09.2010, 18:27h
  • nun wird der vogel endgültig mediengeil !

    was interessiert einen durchschnittsbürger (das sind wir meistens ), die selbstgestrickte sektenmoral ?
    immer wieder der unverschämte anspruch menschen in ihrer entfaltung zu behindern und abhängig zu machen !
    alle katholischen würdenträger müssen einen "verfaulten pimmel" haben, oder sie lügen dummdreist, denn die "natur" lässt sich nicht bescheissen, wie wir alle nur zu gut wissen !

    aber dieser verein tut alles um zwietracht und missgunst zu säen, wir benedetta gerade in GB wieder mal bewiesen hat !
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#4 alexander
#5 IchAnonym
  • 19.09.2010, 18:44h
  • So komisch das klingt, aber ich stimme dem Pfaffen zu...dieses Gesetz ist moralisch nicht vertretbar!!!

    In einer Demokratie ist es ein Unding, daß ein Sonderinstitut geschaffen wird um gezielt Minderheiten rechtlich zu benachteiligen. Dies ist moralisch in einer demokratischen Gesellschaft nicht tragbar. Eine Lösung auf den Grundpfeilern unserer Verfassung muß her!!!
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#6 GastGastGastAnonym
  • 19.09.2010, 18:51h
  • Also ich frage mich echt, wieso solch eine Äußerung überhaupt irgendjemanden wundert. Natürlich ist das was er sagt indiskutabel und blödsinnig, aber hätte tatsächlich jemand etwas anderes erwartet?

    Das was er da vertritt ist nunmal keine exotische Privatmeinung sondern entspricht exakt dem was im Kodex der katholischen Kirche steht. Er MUSS genau diese Meinung vertreten, wenn er denn als Bischoff dieser Organisation agieren will. Würde er etwas anderes behaupten dann wäre er ganz schnell weg vom Fenster und vom Papst beurlaubt.

    So schön es auch wäre wenn ein katholischer Bischof zum Homofreund mutieren würde, so unrealistisch ist es auch, allein schon deshalb weil derjenige bei Widerspruch gegen die Obrigkeit der Kirche seinen Job verlieren würde.

    Allein der Papst könnte einen wirklichen Meinungsumschwung der Kirche herbeiführen, dafür sehe ich aber nun wirklich schwarz, zumindest bei diesem Papst
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#7 DorotheaAnonym
  • 19.09.2010, 19:15h
  • Antwort auf #5 von Ich
  • "So komisch das klingt, aber ich stimme dem Pfaffen zu...dieses Gesetz ist moralisch nicht vertretbar!!!"

    Genau das Gleiche habe ich auch gedacht. Du sprichst mir aus der Seele.
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#8 MichaelAS
#9 Timm JohannesAnonym
  • 19.09.2010, 20:19h
  • Na dann ist Overbeck ein Feind des deutschen Grundgesetzes und unserer Rechtsordnung.

    Das Lebenspartnerschaftsinstitut ist von unserem höchsten Verfassungsgericht für verfassungsgemäß bewertet worden und steht im Einklang mit unserem Grundgesetz.

    Herr Overbeck entschuldigen sich sofort für eine solche verfassungsfeindliche Einstellung.

    Da lobe ich dann lieber die Anglikaner, Lutheraner, Reformierten, Quäker, Uniierten und Unitarier. Überall dort sind homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert und dort dürfen homosexuelle Geistliche offen mit ihrem Partner tätig sein.

    Raus aus der Katholischen Kirche, denn es gibt bessere Kirchen im Christentum.
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#10 vingtans
  • 19.09.2010, 20:21h
  • mich nervt der titel des artikels.
    es gibt nicht "die moral"...wir bauen uns alle unsere moral aus den werten der anderen.

    wir schwingen alle unsere moralkeulen,was man von anderen annimmt liegt bei uns.
    würden wir keine keulen schwingen würde sich die gesellschaft nicht weiterbewegen .

    also die moralkeule schwingen ist okay,nur faschistoides gedankengut nicht..nämlich das tut der overbeck.
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