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Zwei junge männliche Gemeindemitglieder haben den US-Fernsehpfarrer und baptistischen Bischof Eddie Long am Dienstag verklagt, weil er sie sexuell belästigt haben soll.

Long hat sich als Chef der New Birth Missionary Baptist Church in Atlanta stets dafür eingesetzt, Homosexuelle mit Hilfe der Bibel zu Heterosexuellen zu bekehren. Nun wird er vom 21-jährigen Anthony Flagg und dem 20-jährigen Maurice Robinson beschuldigt, seine Position als Seelsorger ausgenutzt und die jungen Männer zum Sex genötigt zu haben. Der 57-jährige Geistliche habe zwar keine körperliche Gewalt angewendet, um den Geschlechtsverkehr durchzusetzen, er habe aber mit Bibelzitaten Druck ausgeübt.

Den Anklageschriften zufolge hat der Bischof erklärt, eine private Zeremonie stärke den christlichen "Bund" zwischen dem Priester und den jungen Gemeindemitgliedern und stärke außerdem ihren Glauben. Diese Zeremonie, die stets in Hotels abgehalten wurde, beinhaltete demnach auch Onanieren und "oralen sexuellen Kontakt". Sollten die jungen Männer Zweifel an der Beziehung äußern, soll Long Aussagen aus der Bibel zitiert haben, die die sexuellen Handlungen rechtfertigen sollten.

Youtube | CNN berichtet über den Fall.

Sex als "Geschenk" zum 18. Geburtstag

Die Kläger gaben an, sie waren zwischen 16 und 20 Jahren, als sie Sex mit Long hatten. Da in Georgia das Schutzalter von 16 Jahren gilt, kann Long nicht wegen Kindesmissbrauchs belangt werden. Einem der beiden Kläger soll Long den Geschlechtsverkehr als "Geschenk" zu seinem 18. Geburtstag gegeben haben. Zudem soll der Bischof sofort eingegriffen haben, als die jungen Männer mit Frauen ausgehen wollten.

Long ließ über seine Anwälte sämtliche Vorwürfe dementieren. Der Geistliche hat viel zu verlieren: Er ist der Leiter einer sogenannten "Megachurch" mit 25.000 Sitzplätzen, deren Gottesdienste auch im Fernsehen übertragen werden.

In der Vergangenheit hat er stets Homosexualität als "Sünde" bezeichnet und erklärt, jeder Mensch habe die Kraft, sich in einen gottesfürchtigen Heterosexuellen zu verwandeln. 2004 hat er eine Demonstration gegen die Homo-Ehe in Atlanta organisiert. Sein besonderes Interesse galt stets jugendlichen Gläubigen, für die er als Mentor auftrat und eigenen Aussagen zufolge ein "geistlicher Daddy" sein wollte.

In den letzten Jahren haben mehrere evangelikale Pfarrer, die Homosexualität in ihrem Amt bekämpft hatten, homosexuelle Affären eingestehen müssen. So musste George Rekers dieses Jahr zurücktreten, weil er einen Strichjungen zu einem Urlaub in Europa mitgenommen hatte. 2006 sorgte der Fall von Ted Haggard, damals Anführer von 30 Millionen "wiedergeborenen" Christen für Aufsehen: Er hatte sich von einem Callboy "massieren" lassen sowie illegale Drogen mit ihm konsumiert. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 MeAnonym
#2 FranziAnonym
  • 22.09.2010, 13:25h
  • Tja - das hatten wir ja (leider) in der jüngsten Vergangenheit schon öfters, das gerade diese "bibeltreuen Christen" sich als "Wolf im Schafspelz" erweisen ... :-(
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#3 niclasAnonym
  • 22.09.2010, 13:41h
  • „Daddy“ — die Formulierung ist gut!

    Und mit Bibelsprüchen jemanden gefügig machen ist ja eine ganz neue Variante, die kannte ich auch noch nicht.

    Aber so eine „Zeremonie“ muss nicht unbedingt das persönliche Verhältnis vertiefen. OK, die ist dann eher auch im Park oder in Badehäusern. Aber im Hotel soll so etwas ja auch ganz selten mal vorkommen. Meistens werden noch nicht mal Vornamen ausgetauscht, dafür anderes...
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#4 FloAnonym
  • 22.09.2010, 15:05h
  • Das ist doch nun wirklich immer dasselbe:
    Wer am lautesten quietscht, will geölt werden...

    Diese ganzen Pfaffen hetzen doch nur deshalb ständig gegen andere, um von ihrem eigenen Handeln abzulenken.

    Bigottes Gesocks...
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#5 alexander
  • 22.09.2010, 15:49h
  • eigentlich zum brüllen komisch !
    da werden fast erwachsene zum oralverkehr mit biblischen versen "gezwungen "???
    spricht doch für die erziehung in dieser gemeinde !
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#6 MichaelAS
#7 juttaAnonym
#8 Roman BolligerAnonym
  • 22.09.2010, 22:08h
  • In vielen Kirchen, unter den christlichen speziell der Katholischen und den evangelikalen Freikirchen, fühlt sich das Kader aller Hierarchiestufen unter dem vermeintlichen Schutz eines besonders religiösen "Unsichtbarkeitsmantels" unantastbar. Opfer ihres eigenen (antisexuellen, also auch homophoben) Selbsthasses werden sie zu Tätern:

    a) hinter den Kulissen umwickeln sie ihre untertanen Schützlinge mit textilen und verbalen Soutanen bis zur psychischen Erstickung

    b) auf der Showbühne geben sie mit religiöser Insbrunst die aggressiven Kämpfer gegen Alles Sexuelle (und besonders Homosexuelle) und beeinflussen in zerstörerischer Art das Leben von Tausenden.

    Da Kirchen leider nicht abgeschafft werden können, müssen sich besonders fundamentalistisch und homophob gebärdende Kirchenmänner (auch wenn sie später von selbst in die Grube fallen werden, die sie Anderen graben) ganz besonders unter die Lupe genommen werden. Man wird dann in einem sehr hohen Prozentsatz eine miserable, manchmal auch übergreifende, Klemmschwester finden.

    Im Fall des obigen Fotos von Eddie Long (wäre übrigens ein brauchbarer Name für einen Pornoschauspieler): Mein Gaydar zeigt auf kamerageile Klemmtunte vom Typ "Little Richard".
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#9 Liedel
  • 22.09.2010, 22:48h
  • "Da werden fast erwachsene zum oralverkehr mit biblischen versen "gezwungen "

    In meinen wildesten Träumen wünsche ich mir ja immer noch nen Klerikal-Porno, wo zuerst aus den offiziellen Stellungnahmen der RKK zu homosexuellen Lebensweisen gelesen wird und die Herren im Priestergewand dann auf versauteste Weise übereinander herfallen

    Okay, passt nicht ganz zu dem Fall, ist eher traurig das ganze. Aber doch wieder mal schön, dass sich gerade die Evangelikalen mit ihren Umpolern und Gesundbetern wieder mal so richtig schön blamieren...
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