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Harry Lampl, Helmut Berger und Peter Kern (Bild: peterkern.net)

In "Blutsfreundschaft" muss sich ein junger Mann zwischen homophoben Freunden und einem älteren Schwulen entscheiden. Mit Helmut Berger.

Von Carsten Weidemann

Regisseur Peter Kern liebt unangepasste Menschen und provokante Themen. Beides hat er in seinem 2009 entstandenen Spielfilm "Initiation / Blutsfreundschaft", der jetzt in die Kinos kommt, zusammengebracht.

Der unangepasste Mensch ist in dem Fall der Schauspieler Helmut Berger. Der ehemalige Geliebte von Regisseur Luchino Visconti präsentierte sich in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit als Mann mit schweren Alkoholproblemen. Sowohl bei der Teddy-Verleihung 2007, wo er für sein Lebenswerk geehrt wurde, wie zuletzt in einer Sendung mit Thomas Gottschalk, wo er wirre Dinge von sich gab. Doch Kern war das alles schnuppe,wie er in einem Interview mit dem Magazin "Exit" berichtet. Er hätte ihm gesagt: "Herr Berger, ich liebe Sie. Ich bitte Sie nur um eins: Machen Sie Ihre Eigenarte der Rolle zunutze." Das Resultat: "Er war beim Dreh dann tatsächlich nicht ein einziges Mal besoffen, war hochkonzentriert und wir schafften alles in gerade mal 24 Drehtagen."

"Alles", das ist ein Drama, das von einem 16-Jährigen handelt, der auf der Suche nach Freunden und Geborgenheit in Neonazi-Kreise rutscht, zu schlimmen Dingen getrieben wird und erst durch die zufällige Begegnung mit einem 80-jährigen Schwulen merkt, auf wen er sich da eingelassen hat.

Die Story: Axel (Harry Lampl) kommt aus einer zerrütteten Familie, und hängt mit einer rechtsradikalen Skinhead-Gang herum, die immer brutaler wird. Damit Axel als vollständiges Mitglied in die Gruppe aufgenommen wird, soll er einen Sozialarbeiter "killen", der sich um Ausländer kümmert. Auf der Flucht vor der Polizei begegnet er dem 80-jährigen Gustav, der ihn bei sich unterbringt.

Youtube | Der Trailer zum Film

Peter Kern warnt vor den Neonazis

Gustav fühlt sich durch Axel an seine Jugendliebe Hannes erinnert, der von den Nazis gekidnappt und ermordet wurde, nachdem Gustav ihn versehentlich verriet. Für die Faschos ist Axel jetzt eine schwule Ratte und am Ende gerät auch Gustav in Lebensgefahr.

Die Neonazi-Bewegung ist nach wie vor aktiv, warnt Peter Kern. Deswegen war es ihm ein besonderes Anliegen, diesen Spielfilm für ein breiteres Publikum zu produzieren. Dabei hat er besonders sein Heimatland Österreich im Visier: "Es war wichtig für mich, die Geschichte in Wien spielen zu lassen, da ich hier so vielen xenophoben und rechtsgerichteten Leuten begegnet bin, was von der allgemeinen Öffentlichkeit kaum registriert wird."



#1 TrajanAnonym
#2 MichaelAS
  • 22.09.2010, 20:11h
  • Auch ein Guter Film mit bedingt Homoerotischer Handlung - allerdings nicht über Nazis sondern über Skinheads - ist OI! Warning
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#3 Liedel
#4 SchrottboykottAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.09.2010, 10:17h
  • Schon der Titel des Artikels ist ein Widerspruch in sich! Obwohl, es gibt ja auch Schwule in FPÖ und BZÖ. Hoffen wir, daß keiner vom rechten Weg abkommt!
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#6 HelmutAnonym
  • 05.11.2010, 09:41h
  • Kerns Filme sind aus meiner Sicht in letzter Zeit einfach nur noch schwer zu ertragen.
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#7 helmut schmidAnonym