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Jetzt darf auch in Florida ein Baby in dieses Bettchen.

Ein weiterer juristischer Sieg für Homo-Aktivisten in Florida: Das oberste Berufungsgericht von Florida hat am Dienstag das Verbot der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare gekippt.

Das Third District Court of Appeal in Miami hat entschieden, dass ein Gesetz im Bundesstaat, das Schwulen und Lesben die Adoption verbietet, gegen die Verfassung von Florida verstößt. Richterin Cindy Lederman argumentierte, dass es nicht im Kindesinteresse liegen könne, wenn mögliche Adoptiveltern ausgeschlossen werden.

Es gebe schließlich keine wissenschaftliche Gründe, warum Erwachsene lediglich wegen ihrer sexuellen Orientierung das Recht entzogen wird. Daher gebe es "keine rationale Basis für die andere Behandlung", so Lederman. Außerdem seien Homo-Paare als Pflegeeltern willkommen und Einzelpersonen dürften ebenfalls problemlos adoptieren - daher sei die Argumentation des Staates, dass ein Kind Vater und Mutter braucht, hinfällig.

Gouverneur: Verbot wird sofort aufgehoben


Kläger Gill mit einem seiner Adoptivsöhne

Nach der Urteilsverkündung erklärte Gouverneur Charlie Crist, dass der Staat das Adoptionsverbot ab sofort nicht mehr durchsetzen werde. Es sei nun unwahrscheinlich, dass der oberste Gerichtshof die Entscheidung noch einmal umkehren würde. Crist hatte zuvor das Verbot über Jahre unterstützt.

Geklagt hatte der jetzt 49-jährige Martin Gill. Er wollte zwei junge Brüder adoptieren, für die er und sein Lebenspartner seit 2004 als Pflegeeltern gesorgt haben. Die beiden Kinder wurden Gill von einer staatlichen Stelle zugeteilt, weil sie in ihrer Familie misshandelt worden waren. Der republikanisch kontrollierte Staat hatte aber das Adoptionsverbot gerichtlich verteidigt.

"Das ist die Meldung, auf die wir seit Jahren gewartet haben", erklärte Gill in einer Pressemitteilung der Bürgerrechtsorganisation ACLU, die ihn beim Verfahren vertreten hat. "Das ist ein Riesenschritt in Richtung Stabilität für unsere Söhne, die uns bisher verweigert wurde", so Gill.

Nach Informationen der Homo-Organisation Human Rights Campaign dürfen Homo-Paare nun in 46 von 50 US-Bundesstaaten Kinder adoptieren, in vier besteht noch - wie auch in Deutschland - ein ausdrückliches Verbot. Hierzulande hat die rot-grüne Bundesregierung gegen den Widerstand der Union 2005 lediglich die Stiefkindadoption beschlossen, die besagt, dass ein gleichgeschlechtlicher Partner das leibliche Kind des eingetragenen Lebenspartners adoptieren darf. (dk)



#1 FloAnonym
  • 23.09.2010, 12:02h
  • Bravo!

    Die Schritte sind zwar klein und es gibt auch schonmal einen Rückschlag, aber wir gehen erkennbar vorwärts.

    Wir dürfen nicht nachlassen, eh wir zu 100% gleichgestellt sind! Weltweit!
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#2 PolifrustAnonym
  • 23.09.2010, 12:15h
  • "Es gebe schließlich keine wissenschaftliche Gründe, warum Erwachsene lediglich wegen ihrer sexuellen Orientierung das Recht entzogen wird. Daher gebe es "keine rationale Basis für die andere Behandlung""

    - schön, wenn in anderen Ländern Menschen in entscheidenden Positionen mal so nüchtern klar sehen ...

    - in Deutschland kehrt man unliebsame wissenschaftliche Belege ja lieber unter den Teppich und gibt mit UNSEREM Steuergeld Studien in Auftrag, die bitteschön das belegen, was man gern hätte ...

    - in Deutschland scheint sich auch jeder, der genug Geld und genug Angst um dieses Geld hat, gegen die Politik durchsetzen zu können - Energielobby, Pharmalobby, Lebensmittellobby ... Überall rudert diese unfähige Regierung zu Lasten des Bürgers zurück. Und da, wo es mal nicht in erster Linie um Geld geht, sondern um den Menschen an sich, winken die Schwachmaten mit ihren Ideologiefähnchen ... Warum bitte gibt es noch mal eine Regierung in Deutschland?
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#3 DragonWarrior
  • 23.09.2010, 13:21h
  • Antwort auf #2 von Polifrust
  • Die Studie des BMJ kommt genau zu dem gleichen Ergebnis - dass es den Kids, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen gut geht - und das BVerfG hätte vermutlich schon letztes Jahr dieselbe Feststellung getroffen, wenn Bayern seine Klage nicht zurückgezogen hätte.

    Klagen einzelner Paare liegen aber auch schon in Karlsruhe und ich habe wenig Zweifel daran, dass auch diese Entscheidung in unserem Sinne fallen wird.

    Was die derzeitige Regierung angeht: Von der CDU ist in dem Punkt nichts aber auch garnichts zu erwarten und die FDP knickt in bewährter und gewohnter Manier ein...

    Gegen diese Regierung kommt man nur vor Gericht weiter und selbst dann, wenn sie die Verfassung mißachten lassen sie Themen einfach liegen und verzögern die Bearbeitung und die Umsetzung der Vorgaben aus Karlsruhe (siehe Transsexuellengesetz oder Einkommenssteuergesetzgebung).

    Aus meiner Sicht haben LGBT von dieser Regierung nichts zu erwarten was nicht vor Gericht erzwungen wurde und sie sollten dies bei den nächsten Wahlen endlich einmal berücksichtigen, wenn sowohl die FDP als auch die CDU sich damit brüsten werden, dass sie (in Wahrheit erzwungene) Verbesserungen eingeführt haben (die sie vorher jahrelang erfolgreich blockiert hatten!!!)
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#4 alexander
  • 23.09.2010, 15:44h
  • Antwort auf #2 von Polifrust
  • welche regierung, wo.......................???

    es gibt nicht mal eine opposition !!!

    wir haben doch die letzten 30 jahre alles durch (bis auf die linke), an parteien in der regierung.

    ein lobbyistenbündel sobald sie an der macht sind, egal welcher haufen !

    seit den 60zigern (des letzten Jahrhunderts !?) geht es um die gleichen missstände, bildungspolitik, gesundheitsversorgung, seit den 70zigern um umweltprobleme, akw´s und sparpolitik, um nur einiges zu benennen und siehe da, es ist nur schlimmer, teurer, krimineller und gesellschaftlich wesentlich rauer geworden. von der inzwischen allgegenwärtigen armut gar nicht erst zu reden.
    eines der reichsten länder glaubt sich diese diskrepanz und dieses prekariat leisten zu können ??? zu gunsten von wenigen "besserverdienenden", die einen millionenschweren lottogewinn als taschengeld wegstecken würden. spätestens in 10 jahren, wird die daraus resultierende extreme altersarmut zurückschlagen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.09.2010, 09:52h
  • Und wieder ein Sieg auf ganzer Linie! Wir wissen ja: LGBT-ler sind die besseren Eltern!
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