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In den USA sollen geschätzte 1,2 Millionen Menschen mit HIV leben (Vergleich: in Deutschland sind es 67.000)

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde ist einer von fünf Männern, die mit Männern Sex haben, in amerikanischen Großstädten HIV-positiv.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Centers of Disease Control (CDC) von über 8.000 Männern aus 21 Städten. Insgesamt seien von ihnen 19 Prozent positiv getestet worden. Die Infektionsraten sind sehr abhängig von Bevölkerungsgruppen: Während 28 Prozent der getesteten schwarzen Männer HIV-positiv ist, waren es bei Latinos 18 Prozent und bei Weißen 16 Prozent. Die CDC erklärt sich die Unterschiede mit dem sozialen Status der Männer.

Schwarze Männer waren sich auch eher nicht bewusst, dass sie sich infiziert haben: 59 Prozent wussten bei einem HIV-Test nichts von ihrer Infektion. Bei Latinos waren es 46 Prozent, bei Weißen 26 Prozent. Die Unwissenheit war besonders hoch bei 18- bis 30-Jährigen, von denen zwei Drittel kalt erwischt wurden - verglichen mit 37 Prozent bei den über 30-Jährigen.

Probleme sind Armut und Defizite in Prävention 

Die CDC erklärten, die gefährdetste Gruppe seien junge Schwarze. Als Hauptgrund nannte die Behörde die höhere Armut in diesem Teil der Bevölkerung, die den Männern ein Coming-out erschwert. Zudem sei der Zugang zum Gesundheitswesen in dieser Gruppe stark eingeschränkt, weil viele ohne Krankenversicherungsschutz und Zugang zu Präventionsbotschaften lebten.

CDC-Chef Jonathan Mermin erklärte gegenüber "Reuters", in den USA müsste generell die Präventionsarbeit in der schwulen Szene gefördert werden. Er kritisierte sowohl die Regierung als auch die Gay Community, die das Thema noch immer unterschätzen würden.

Im vergangenen Jahr hatten die CDC bereits eine Studie veröffentlicht, die schwulen und bisexuellen Männern ein 50 Mal höheres Risiko als heterosexuelle Männer oder Frauen attestierte, sich mit HIV zu infizieren (queer.de berichtete). (dk)



#1 KlofrauAnonym
  • 24.09.2010, 12:20h
  • Diese Zahlen sind absolut grauenvoll.

    Und sie zeigen auch, dass Prävention in den USA gerade bei Latinos und Schwarzen nicht greift. Die erreicht man wohl schlichtweg nicht ...

    Es ist eben in Amiland alles auf den "WASP" abgestellt, den "White Anglo-Saxon Protestant".
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#2 GeertAnonym
#3 die können nicht friedlich mit geld umgehenAnonym
#4 GastGastGastAnonym
  • 24.09.2010, 13:45h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Na ich denke darum geht es auch wirklich nicht. Natürlich sollte der Staat niemandem vorschreiben, wie er Sex haben sollte, selbstverständlich darf jeder Mensch auch unsafen Sex haben, so unsinnig und gefährlich solche Praktiken auch sein mögen, das ist eben die Entscheidung eines jeden Einzelnen.

    Aber der Staat sollte unbedingt dafür sorgen, daß auch wirklich jeder Bürger sich ganz bewusst für oder gegen Safer Sex entscheiden kann, daß er die nötigen Informationen besitzt und genau abwägen kann, was sein Handeln für Folgen hat.

    Davon sind sie in den USA und vermutlich auch hier teilweise noch sehr weit entfernt, insofern wäre es verdammt wichtig mehr und besser aufzuklären, natürlich auch überhaupt die Armut und unzureichende Krankenversorgung zu bekämpfen.

    Mit am wichtigsten wäre aber mal mehr Offenheit im Bezug auf Homosexualität. Wenn jeder Schwule auch dazu stehen könnte, daß er eben auf Männer steht und dies offen und akzeptiert leben könnte, jenseits irgendwelcher verborgenen Nischen, dann würde es auch sehr viel weniger Infektionen geben...
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#5 Liedel
  • 24.09.2010, 13:49h
  • "Gründe seien die höhere Armut in diesem Teil der Bevölkerung, die den Männern ein Coming-out erschwert."

    Ergo sollte die Präventionsarbeit in diesem Teil der US- amerikanischen Bevölkerung verstärkt werden! Leider vernehme ich hier aus den Staaten imme nur irgendwelche wilden Diskussionen um Bareback- Pornos.
    Was ich eher als Zeichen werte, dass die dortige Szene nicht wirklich ernsthaft gewillt ist, sich vertieft mit der Neuinfektionsproblematik auseinanderzusetzen.
    Ich hoffe, dass es "drüben" vor Ort vielleicht doch anders läuft, als es hier in Good old Germany vernehmbar ist... und wie es aussieht, muss da noch das ein oder andere Tabu gebrochen werden. Ich sage nur: Hauptrisikogruppe mit schwarzer Hautfarbe. Da lässt sich natürlich tiiief in die Klischeekiste greifen...
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#6 MIZAnonym
  • 24.09.2010, 13:57h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Ich würde vermuten, dass Du den Text nicht richtig gelesen hast:

    - Armut
    - geringe Bildung
    - kein Zugang zum Gesundheitswesen
    - keine Krankenversicherung
    - kein Zugang zu Präventionsbotschaften
    = höheres Risiko, sich mit HIV zu infizieren

    Sieht so das christliche Mitgefühl in Deiner lutherischen Kirche aus? Mit dem Kommentar haste Dich selbst disqualifiziert......
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#7 stromboliProfil
#8 zombie watchAnonym
#9 chrisProfil
  • 24.09.2010, 15:55hDortmund
  • Das sind natürlich ziemlich krasse Zahlen. Da können wir in Deutschland nur froh sein, dass unsere im Vergleich zu anderen Ländern gute Präventionsarbeit die hiesigen Infektionsraten "vergleichsweise" niedrig hält. Auch wenn jede neue Infektion eine zu viel ist.

    Es ist schon beinahe ein Wunder, dass diese Raten nicht bei Heteros so hoch sind.

    Ich habe einen 24 jährigen (Hetero)Arbeitskollegen der mich bei dem Thema mal nebenbei fragte, ob es sich denn mit Gummi anders anfühle. Da bin ich dann leicht aus den Socken gekippt. Der hat in seinem ganzen Leben noch nie ein Gummi benutzt aber schon diverse Mädels durchgebumst. Aber die Schwulen sind die, die dafür draufgehen. Ich verstehe das nicht.
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#10 Leo20mal6Anonym
  • 24.09.2010, 16:24h
  • Antwort auf #4 von GastGastGast
  • “jenseits irgendwelcher verborgenen Nischen”

    papperlapp

    gerade in den verborgenen nischen wird doch mehr safer gefickt.
    ich weiß das, weil ich auf verheiratete stehe ;))
    da wird sogar noch mit gummi geblasen.

    ausserdem lebe ich in einer großstadt und die mehrzahl der HIV-Infizierten sind aus der so tollen offen lebenden gay szene.

    das steckt was anderes dahinter, selbstzerstörisches verhalten, schuldgefühle, gehirnschwund.

    ich spreche jetzt von deutschland
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