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Alexander Vogt wurde in Frankfurt zum neuen LSU-Chef gewählt. (Bild: LSU)

Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) haben am Wochenende in Frankfurt einen neuen Bundesvorstand gewählt - und die Union aufgefordert, sich endlich zu ihrem schwul-lesbischen Verband zu bekennen.

Alexander Vogt ist der neue Bundesvorsitzende der LSU. Der Dülmener, der seit 8 Jahren in Frankfurt lebt, löst damit Reinhard Thole. im Amt ab. Thole war drei Jahre lang Chef der schwul-lesbischen Konservativen. Er kandidierte am Wochenende nicht mehr für den Chefposten.

"Ich werde mich bemühen, die LSU gut zu repräsentieren und die Themen der LSU mit Nachdruck in der Partei voranzutreiben", erklärte Vogt nach seiner Wahl. Dabei fordert der frühere LSU-Schatzmeister auch ein Entgegenkommen seiner Partei: "Wir wollen ein klares 'Sie gehören zu uns' von der CDU hören".

Als stellvertretende Vorsitzende wurden der Hamburger Christian Röbcke und den Berliner Thomas Steins gewählt. Der bisherige Stellvertreter Björn Beck wird in Zukunft die Funktion des Pressesprechers der LSU übernehmen. Um die Finanzen wird sich zukünftig Kai Fries aus dem Saarland kümmern. Der Bundesgeschäftsführer Ronny Pohle wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso wie die beiden hessischen Besitzer Roland Hock und Alexander Schart, der auch Landesvorsitzender des gastgebenden Landesverbandes ist. Auch Dirk Braitschink aus Berlin wurde im Bundesvorstand bestätigt. Neu gewählt wurden Jane Thomas, Landessprecherin der LSU in Bayern, Carsten Sura aus Berlin sowie Jan Moritz Lehnert aus Konstanz - alle drei werden dem Bundesvorstand zukünftig als Beisitzer angehören.

Die Lesben und Schwulen in der Union wurden 1998 in Köln gegründet. Sie sind von beiden Mutterparteien als offizielle Gruppe anerkannt. Ihre Forderung nach völliger Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren - etwa im Eherecht - stößt allerdings bei CDU und CSU nach wie vor auf Vorbehalte. Die LSU sieht es jedoch als ihren Erfolg an, dass die CDU in ihrem Grundsatzprogramm 2007 erstmals die eingetragene Lebenspartnerschaft aufgenommen hat (queer.de berichtete). (dk)



13 Kommentare

#1 Katrin
  • 27.09.2010, 17:23h
  • Ein seltsamer Verein. Die dürfen Mitgliedsbeiträge in der Union bezahlen, gehören aber noch nicht einmal dazu! Und ganz oben auf dem Wunschzettel ist nicht etwa Gerechtigkeit oder Gleichheit zu finden. Nein, es ist das "Wir möchten dazu gehören". Damit ist man dann schon glücklich.
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#2 alexander
#3 die pestAnonym
  • 27.09.2010, 18:00h
  • die macht, die meinung, die liz mohn & friede spinger, die merkel, die maischberger, will & illner, die lsu,

    ´Sie gehören zu uns´
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#4 schwarzwaldbub
  • 27.09.2010, 18:25h
  • Dürfen schwule Männer Mitglied der Union sein - gar eine eigene Interessenvertretung in der Union unterhalten? Zusammen mit Rechtsextremisten und den Religionsgemeinschaften ist es gerade die Union, die durch homophobe Äußerungen vieler ihrer Mitglieder sehr unangenehm in der Öffentlichkeit auffällt und in den Parlamenten das größte Hindernis einer Gleichstellung von LGBTs mit Heteros/as darstellt.

    Trotzdem denke ich: Sie dürfen. Ich bin sogar froh darüber, dass LGBTs sich in den unterschiedlichsten Gruppen für ihre Rechte engagieren. Man stelle sich vor, was geschehen würde, wenn die Union eine Mitgliedschaft von LGBTs in ihrer Partei kategorisch ausschließen würde.

    Die Haltung von LSU zu Ehe bzw. eingetragener Partnerschaft kann ich allerdings nicht teilen: Dass wir die gleichen Rechte und Pflichten wie Eheleute bekommen sollen, finde ich zwar begrüßenswert. Der „richtige“ Weg scheint mir allerdings die Öffnung der Zivilehe für LGBTs zu sein. Schließlich gibt es ja auch keine „Muslim-“ oder „Judenehe“ oder noch schlimmer, eine „Hartz-IV-Ehe“ oder ähnlich gruselige Sondergesetze. LSU ist da wohl nicht ganz auf der Höhe der Zeit, ganz so, wie man das von Konservativen eben erwartet.

    Gelegentlich habe ich die Forderung gelesen, LSU aus der lgbt Gemeinschaft auszuschließen (z.B. auf CSDs). Gemeinsam kämpfen, streiten und diskutieren halte ich für sinnvoller als eine Spaltung der lgbt Gemeinschaft. Einige Aktivist/inn/en bestehen ja gerne auf die „korrekte Gesinnung“, wie eine der Diskussionen um den diesjährigen CSD Berlin gezeigt hat. Der Grund, dass es unterschiedliche Gruppen gibt ist eben der, dass diese ein unterschiedliches Spektrum repräsentieren. Vielfalt macht uns stark – hier gibt es allerdings auch Grenzen.

    Schließlich geht es um Fragen der Menschenrechte von LGBTs und um Diskriminierung. Realität ist aber auch, dass zumindest engagierte LGBTs aus genannten Gründen eher keine Anhänger/Innen der Union sind. Die meisten von uns haben sich nämlich längst mit denen solidarisiert, die ebenfalls unter der ausgrenzenden Politik der Unionsparteien zu leiden haben. Da muss die Union ganz gewiss noch erheblich „nachbessern“, bevor ihnen die Herzen der weit über eine Millionen LGBTs, ihren Familien und Freund/inn/en zufliegen.
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#5 jojoAnonym
  • 28.09.2010, 00:38h
  • au mann, lesben und schwule in der union... ich kriege immer den koller, wenn ich höre, wie die noch jeden trippelschritt von massiver beschimpfung zu indirekter beleidigung in ihrer partei als riesen-fortschritt preisen.

    also, wenn mich masochistische anfälle ereilen, dann lebe ich die auf sexuellem gebiet aus und nicht in der politik. da habe ich mehr spaß dran, und es ist vermutlich auch gesünder für die psyche.
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 28.09.2010, 07:34h
  • Ich finde es gut, das es die LSU gibt.

    Zwar wähle ich die CDU auf Bundesebene nicht und wähle die CDU nur teilweise kommunalpolitisch/auf Länderebene, wenn mir der entsprechende konservative Kommunalpolitiker/Landesregierung vor Ort gefällt; auf Bundesebene aber kann ich die CDU/CSU nicht wählen, solange dort die Gleichstellung von Lebenspartnern in der Einkommenssteuer blockiert wird und letztlich die Eheöffnung auf Bundesebene von der CDU torpediert wird.

    Da wähle ich dann lieber auf Bundesebene die Grünen oder die FDP.

    Gleichwohl gut das es die LSU gibt und sie dort die CDU verändern wollen; keine einfache Aufgabe, die aber auch zum Wohle von LGBT Rechten erledigt werden muss und daher mein Respekt an die Leute in der LSU.
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#7 Andi Anonym
#8 Timm JohannesAnonym
  • 29.09.2010, 08:46h
  • @Andi
    Der Gedanke ist ein anderer, was die FDP angeht.

    Erstens hat die FDP ihre Haltung längst mittlerweile geändert und unterstützt aktiv die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft.

    Die aktuellen Gesetzentwürfe zur Gleichstellung beim BaföG, bei der Erbschaftssteuer und bei der Grunderwerbssteuer zeigen dies klar. Diese Erfolge sind der Rechtsprechung vor allem aber auch in der Durchsetzung dann der FDP geschuldet, da ansonsten NICHTS umgesetzt würde und die CDU es aussitzen würde.

    Nein die FDP setzt sich für die Gleichstellung von Lebenspartnern ein. Wer Gegenteiliges im Jahre 2010 behauptet, der lügt schlichtweg. Und was die SPD zur Zeiten der Grossen Koalition nicht geschafft hat, das schafft die FDP nunmehr unter Schwarz/Gelb.

    Es ist mehr als blamabel, das die FDP nunmehr die Gleichstellung bei der Erbschafssteuer/Schenkungssteuer umsetzt und die SPD dies nicht umgesetzt hat, als sie in Verantwortung stand. Zu Zeiten der Grossen Koalition ist fast NICHTS geschehen, was die Rechte homosexueller Paare anging.

    ----

    Daher die FDP ist auf Bundesebene die richtige Wahl, wenn man eine bürgerliche Mehrheit will; denn sie garantiert den Ausbau von LGBT Rechten und verhindert eine Mitregierung der Linkspartei.

    Die Linkspartei ist zwar homopolitisch sehr gut aufgestellt und fordert die Eheöffnung, aber wirtschaftspolitisch wird mir echt schlecht, wenn ich an die Linkspartei denke. Eine Mitregierung der Linkspartei auf Bundesebene will ich aus wirtschaftspolitischen Gründen nicht. Auch die Forderung der Linkspartei nach NATO-Austritt geht überhaupt nicht ; für mich indiskutabel so ein Vorschlag der Linken !!!

    Was die Grünen angeht, die mag ich sehr und wähle sie oftmals. Auch auf Bundesebene mag ich diese Partei.

    An den Grünen gefällt mir prinzipiell nur ein Thema nicht und das ist ihre Haltung zum Thema Türkei-Beitritt/islamische Einwanderung. Meines Erachtens bringt der hohe Familienzuzug von Türken nach Deutschland mehr Probleme (auch insbesondere für homosexuelle Menschen) als das er Vorteile für unser Land bringt. Wo das hinführt, sieht man an den Niederlanden...die Grünen sind zu "blauäugig" bei diesem Thema und erkennen dort nicht die grossen Konflikte in unserer Gesellschaft.

    Gleichwohl mag ich die Grünen sehr und wähle diese Partei durchaus, aber nicht immer....dann wechsel ich zur FDP in meiner Wahlentscheidung, wenn die Grünen zu sehr den Interessen Deutschlands bei der Einwanderung/Asylpolitik schaden.

    Beispielsweise habe ich damals in den 1990er nicht die Grünen gewählt, als diese die Drittstaatenregel beim Asylverfahren torpedierten. Ich bin froh, dass mittlerweile die Asylzuwanderung "runtergefahren" wurde. Das waren damals viel zu viele Menschen, die nach Deutschland wollten. Da habe ich dann lieber die FDP gewählt.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.09.2010, 09:20h
  • Hoffentlich bleibt es nicht nur ein Wunsch, daß die Union ihre schwullesbische Tochterorganisation ja nun endlich anerkennt.
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#10 stromboliProfil
  • 29.09.2010, 10:17hberlin
  • Antwort auf #8 von Timm Johannes
  • hallelujah.. der heilige geist leuchtet dir den weg ...
    politisches denken und handeln als glaubenscredo religiöser provinenzen , oder die jungfräuliche fähigkeit, täglich zur wahl zu gehen... so hört sich dein wendehalsgeschwätz an.
    Wenn inhaltlich die feinheiten deiner lobbyisten schon für realisten nicht durchschaubar, wie soll einer, der auf glaubensbasis an rationelle lebensfragen herangeht , dann noch entscheidungen treffen können, die aus ihm selbst, seinem unabhängigen denken heraus entsteht?!

    Aber dich mal beim wort genommen: lassen wir doch deine rechenkünstler mal die kosten deiner form der emanzipation durchrechnen.. wie dies die gruppe STONEWALL in GB hat machen lassen... "Britische Homo-Gruppe: Ehe-Öffnung zu teuer" (
    www.queer.de/detail.php?article_id=12819
    )

    Wie gesagt: ich bin ja auch für öffnung und gleichstellung wenn ehe abgeschafft und ein gesetzliches konstrukt ALLEN partnerschaftwilligen wie unwilligen rechtliche sicherheiten gibt, ohne dies auf kosten anderer leben zu wollen.
    Und es ist zu hoffen, dass vernunft einzieht in unsere mitnehmegesellschaft! Dann bräuchten wir nicht drauf hoffen, dass weitere fdp- abgeordnete, weil homosexuell verpartnert, zur sicherung ihrer altersbezüge den "gleichberechtigungsprozess" auf ihre weise usurpierend vorantreiben.
    Das macht letztlich auch eine lsu überflüssig, weil dann ihre parteimitglieder entweder der katholischen kirche anheimfallen und ins kloster gehen, oder aber mit evchen brunne orgien geistiger erbauungen feiern.
    Für mehr als irrationaler gläubigkeit zu gott und konsum langt es bei euch lieben ohnehin nicht; also alle kommenden wahlangebote bereits hinlänglich bekannt sind!
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