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  • 28. September 2010, noch kein Kommentar

(Bild: Edel)

Gemeinsam mit der SWR Big Band hat Schneider 15 unvergessene Songs der Easy-Listening-Legende eingespielt. Gaststar: Götz Alsmann!

Als Bert Kaempfert 1980 viel zu früh verstarb, verlor Deutschland einen großen Komponisten und Orchesterchef von Weltrang. Sein "Wonderland by Night" (1960) ist bis heute die einzige Nummer Eins eines deutschen Solisten in den USA. Kaempferts Kompositionen "Strangers in the Night", "The World We Knew" (beide für Frank Sinatra), "Spanish Eyes" (Al Martino) oder "L.O.V.E." (Nat King Cole) erklingen immer noch überall auf der Welt und in den letzten Jahren wurde auch ein Großteil seiner alten Alben wieder aufgelegt. Mit "The World We Knew" erweist ihm nun die amerikanische Sängerin Helen Schneider, die seit über 30 Jahren ihre abwechslungsreiche Karriere in Deutschland gestaltet, ihre Gunst.

Herausgekommen ist eine moderne musikalische Zeitreise in eine vergangene Ära. Es ist swingende Sehnsucht, nach Freiheit und Leichtigkeit, nach Eleganz und Komfort, im besten Sinne "Easy Listening". "Das Album ist eine Verbeugung vor den alten Zeiten", sagt Helen Schneider, die für dieses faszinierende Projekt fünf intensive Tage lang gemeinsam und "live" mit der SWR Big Band im Studio war. "Vor allem ist es ein Tribut an Bert Kaempfert. Der Grundgedanke ist vielleicht ein wenig sentimental. Aber die Musik klingt sehr zeitgemäß."

Youtube | Kaempfert selbst - mit einem Hit-Medley

(Bild: Edel)

Für die perfekte Mischung aus stilvoll und aktuell sorgen auf "The World We Knew" nicht nur die "vielseitige Vollblutmusikerin" (Der Spiegel), deren Sopran so mühelos und mitreißend zwischen Angriff und Anstand changiert, sondern vor allem auch die international renommierte (und immer wieder Grammy-nominierte) SWR Big Band. Seine facettenreichen und im besten Wortsinne leichten Klanggewebe baut dieses Orchester - so souverän wie elegant - unter der Leitung des Arrangeurs und Produzenten Chris Walden auf, dem großen deutschen Klangmaler in Hollywood. Auch andere namhafte Gäste kamen zu diesem feierlichen Anlass nach Stuttgart, etwa Götz Alsmann, die Cologne Voices oder so bedeutende Instrumentalisten wie Ack van Rooyen am Flügelhorn oder Ladi Geisler mit seinem satten Knack-Bass.


(Bild: Universal)

Im Mittelpunkt der Produktion steht der geniale wie unvergessene Bert Kaempfert, der bescheidene Bandleader aus Hamburg-Barmbek, dessen sagenhafte Melodien auch heute noch, genau 30 Jahre nach seinem Tod, auf der ganzen Welt mitgesummt werden. Dass dabei oft der Bekanntheitsgrad der Lieder deutlich höher steht als der Name von Kaempfert, kann auch Helen Schneider betätigen. "Der Name Bert Kaempfert sagte mir anfangs nichts", gibt sie zu, leicht verschämt. "Das ist dann doch eher die Generation meines Vaters. Aber als ich die Titel hörte, war mir klar: Seine Musik kenne ich. Wer kennt sie nicht?"

Und wer nach dem Anhören von Schneides Tribut auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich eine stattliche Anzahl von soeben wiederveröffentlichten - digital remasterten - Originalalben des Meisters zulegen. Im Mai erschien bereits ein Dutzend alter Klassiker von Kaempfert, im Oktober geht es mit sechs weiteren in die nächste Runde. (jg/pm)

Tourdaten:

Sa, 30.10.10 Münster, Jovel
So, 31.10.10 Bochum, St. Nikolaus Kirche (Nachholtermin)
Sa, 20.11.10 Saarbrücken, Staatstheater
So, 05.12.10 Leverkusen, Scala