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Auch wenn der Zahnarzt um die Ecke den Kopf schüttelt: Cupcakes sollen beim Coming-out helfen. (Bild: Trebz / flickr / by 2.0)

Aufregung in Indianapolis: Eine Bäckerei hat sich geweigert, eine Ladung Mini-Kuchen in Regenbogenfarben für eine Homo-Gruppe zu backen - nun ermitteln die Behörden wegen Diskriminierung.

Studenten der städtischen Universität hatten bei "Just Cookies" so genannte Cupcakes in Regenbogenfarben bestellt, die am 11. Oktober, dem nationalen Coming-out-Tag, verteilt werden sollten. Die Bäckerei weigerte sich jedoch, irgend eine Süßigkeit für ein schwul-lesbisches Fest zu kreieren: "Ich habe ihnen erklärt, dass wir ein Familienbetrieb sind und zwei junge, leicht zu beeinflussende Töchter haben. Wir dachten, es sei das beste, dass sie dem nicht ausgesetzt sind", erklärte Bäckermeister David Stockton gegenüber dem Lokalsender FOX 59. Allein die Regenbogenfarben sieht der Bäcker schon als unanständig an: "Wir haben unsere Werte. Und wenn jemand einen obszönen Keks kaufen will, lehnen wir das ab".

Antidiskriminierungsbehörde ermittelt


Bäcker David Stockton bedient nur Heterosexuelle. (Bild: FOX 59)

Die Studenten haben die Minikuchen schließlich bei einem anderen Geschäft namens "Flying Cupcakes" bestellt, nachdem sie die Medien über die Ablehnung informiert hatten. Das Antidiskriminierungsbehörde der Stadt hat bereits Ermittlungen gegen den Bäcker aufgenommen. Auch ein Sprecher des republikanischen Bürgermeisters Greg Ballard forderte ein Eingreifen staatlicher Stellen: "Das ist inakzeptabel. Die Bäckerei liegt im Innenstadt-Markt und dort gibt es besonders harte Regeln gegen Diskriminierung", erklärte Sprecher Robert Vaden. Außerdem plant ein lokaler Radiosender wegen der Kontroverse eine "Gay Cupcake Party" für den 1. Oktober.

Der nationale Coming-out-Tag wird in den USA seit 1988 jedes Jahr begangen. Er soll Schwulen und Lesben, die versteckt leben, den Mut geben, offen zu ihrer Sexualität zu stehen. Kleine Homo-Gruppen im ganzen Land errichten an diesem Tag Informationsstände, leisten Pressearbeit oder verteilen bunte Süßigkeiten. (dk)



#1 FranziAnonym
  • 28.09.2010, 16:14h
  • Was für ein "Theater" wegen ein paar "Mini-Kuchen" !! :-(

    Ich frage mich bloss, wie Bäckermeister David Stockton die beiden Töchter "gebacken" hat, wenn er schon die Regenbogenfarben "unanständig" findet !? :-)

    Die Teile auf dem Foto sehen aber auch sowas von "giftig" aus ... :-( Sowas brauch kein Mensch !?
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#2 AnonymAnonym
  • 28.09.2010, 18:23h
  • Vollig unverständlich!

    Wie kann man sich darüber aufregen und dann noch diskriminierung schreien. Jeder kann selber entscheiden mit wem er einen Handel eingeht und mit wem nicht. Wenn sich jemand entschließt mit einer Person keinen Handel (in diesem Fall: die Fertigung der Kuchen) einzugehen ist es sein gutes Recht. Ich würde auch nicht mit Jedem "Hans und Frantz" ein Geschäft eingehen. Jeder darf sich seinen Vertragspartner aussuchen!!! Aber nun ja wie sagt man so schön andere Länder andere ..... Jedoch muss ich dazu sagen, dass ich die Reaktion des Bäckers nicht ganz nachvollziehen kann. Es kommt nun sicherlich darauf an, wie alt seine Töchter sind, aber ich persönlich glaube, dass Regenbogenfarben die Töchter nicht negativ beeinflussen können. Denn schließlich müsster der "Vater" bei jedem Regenbogen am Himmel den Töchtern die Augen zuhalten.

    Abschließend sei zu sagen: Es gibt wichtigere Dinge, um die man sich kümmern sollte. Ich denke auch in Kanada ist dies der Fall.
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#3 Liedel
  • 28.09.2010, 18:39h
  • Was bin ich stolz auf meine Regenbogentopflappen, von einer lieben Bekannten gehäkelt. Mal das Rezept für diesen Kuchen rausfinden...
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#4 KameliendameEhemaliges Profil
  • 28.09.2010, 18:49h
  • Antwort auf #2 von Anonym
  • Das ist nur bedingt richtig was du schreibst...
    Auch in DE ist durch das AGG geregelt das zb bei sog. Massengeschäften eine Verweigerung der Leistung durch den Anbietenden zb. aufgrund der sexuellen Orientierung des Kunden, nicht zulässig ist.

    "Massengeschäfte werden ohne Ansehen der Person zu vergleichbaren Konditionen und in einer Vielzahl von Fällen abgeschlossen. Dazu zählen alltägliche Dinge wie Einkaufen oder Essen gehen."

    Und ich find es absolut richtig das das so ist.
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#5 Cat12Profil
#6 KameliendameEhemaliges Profil
#7 herve64Profil
  • 28.09.2010, 20:09hMünchen
  • Antwort auf #5 von Cat12
  • Der Bäcker hatte ja auch nicht den Auftrag, obszöne Cookies zu backen, sondern Cupcakes (übrigens: kann mir mal jemand den Unterschied zwischen einem Cupcake und einem Muffin erklären? Irgendwie sehen die beiden von der Form her gleich aus) in Regenbogenfarben. Darin an sich schon eine "Obszönität" zu sehen, ist schon äußerst bezeichnend für eine heterosexistische Geisteshaltung, die m. E. nur noch krankhaft ist.

    Wobei ich aus ästhetischen Gründen allerdings auch von derartig gefärbten Kuchen abgeraten hätte: anstelle dessen hätte ich eher empfohlen, die Regenbogenflagge eher als Akzent in Form eines gefärbten Marzipanstücks oder etwas Ähnlichem als Deko einzuarbeiten, aber das ist letzten Endes Geschmacksache.
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#8 Sperma
#9 AnonymAnonym
  • 28.09.2010, 21:17h
  • Antwort auf #4 von Kameliendame
  • Liebe Kameliendame,
    ich denke nicht, dass es sich hier um ein Massengeschäft gemäß § 19 AGG handelt. Denn der Bäcker bietet diesen Regenbogenfarbenen Cupcake nicht täglich an geschweige denn führt er ihn in seinem Sortierment.
    Vielmehr handelt es sich hier um ein Angebot seitens der Studenten, die individuelle (hier steht individuell im VORDERGRUND) Cupcakes wollen. Ein Angebot ist nichts bindendes und kann von jedem ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden. Blöd war von ihm, dass er Gründe genannt an. Höchstens deswegen kann er meines erachtens belangt werden.

    PS: Noch einmal ich denke es gibt wichtigere Dinge als so etwas lächerliches. Wenn jemand ein Angebot ablehnt, dann hat er es wohl finanziell nicht nötig ein Geschäft einzugehen. Auf der großen weiten Welt passieren gegenüber Homosexuellen viel schliemeres als so etwas....
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.09.2010, 22:19h
  • Das hat sich die Bäckerei nun selbst eingebrockt und kann die Sache alleine auslöffeln! Hoffentlich werden noch weitere Kunden der Bäckerei in den nächsten Jahren fernbleiben!
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