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Der Platz des himmlischen Friedens in Peking. (Bild: Wiki Commons / Zaufatsch / CC-BY-SA-3.0)

Die Polizei hat kurz vor dem Nationalfeiertag in einem Pekinger Waldgebiet, das als Cruising-Gegend genutzt wird, am Sonntag- und Montagabend dutzende bis hunderte Schwule vorläufig festgenommen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurden die Verhafteten nach der Aufnahme ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Zahl der Verhafteten wird mit 80 angegeben, allerdings berichtet die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" von mehreren hundert Festgenommenen. Den Männern soll nach diesem Bericht auch Blut abgenommen worden sein.

Insgesamt sollen den Berichten zufolgen 20 Polizeiautos und Spezialeinheiten im Einsatz gewesen sein. Polizeisprecher Zi Xiangdong erklärte, die Razzia sei Teil eines Sicherheitskontrolle vor dem Nationalfeiertag am 1. Oktober gewesen. Die Chinesen feiern an diesem Tag die Gründung der kommunistischen Volksrepublik vor 61 Jahren. Die Behörden gaben nicht an, welche Gesetze die Männer gebrochen haben sollen.

In China ist gleichgeschlechtlicher Sex erst seit 1997 legal. Zuvor erklärten die Kommunisten unter Mao Zedong Homosexualität zu einer kapitalistischen, westlichen Verhaltensweise, die in einer sozialistischen Gesellschaft nicht geduldet werden dürfe. Nach seinem Tod 1976 ist die Kommunistische Partei mit Schwulen und Lesben weit offener umgegangen - obgleich sie immer noch den Verdacht hegte, dass es unter Homosexuellen besonders viele Regimegegner gibt.

Bis 2001 galt Homosexualität im bevölkerungsreichsten Land der Erde als Geisteskrankheit. Noch immer leben die meisten Schwulen und Lesben in der Volksrepublik ein verstecktes Leben, da das Thema nach wie vor tabuisiert wird. Razzien in schwulen Cruisinggebieten sind im Reich der Mitte nichts Ungewöhnliches: Die letzte bekannt gewordene Großrazzia in Cruising-Gegenden und schwulen Saunen fand im Jahr 2008 kurz vor den Olympischen Sommerspielen statt (queer.de berichtete). (dk)



#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.09.2010, 22:26h
  • Noch ein Grund, um China einen Riesenbogen zu machen! Ich finde den Grund der Pekinger Polizei mehr als fadenscheinig. Andererseits müßten die Festgenommenen doch geahnt haben, daß Cruisen in Peking und im restlichen Land illegal ist. Aber wir können froh sein, daß sie wieder auf freiem Fuß sind und sie vor der Blutentnahme auch nicht grausam gefoltert und mißhandelt wurden. Auch für Ausländer gilt:

    thegidcumbs.com/dblog/archives/no-cruising-no-loitering.gif

    Loitering = Herumlungern
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#3 SchrottboykottAnonym
#4 Kai WesterwelleAnonym
#5 Liedel
  • 29.09.2010, 00:54h
  • Gaynyu @ Foxxxyness

    "Noch ein Grund, um China einen Riesenbogen zu machen!"

    Obwohl das mit den Zibetkatzen als Hauptgrund ja schon ausreicht
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