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Bild der Überwachungskamera, die Adrian M. schließlich überführte.

Vergangenes Jahr prügelte ein 20-Jähriger brutal auf einen amerikanischen Austauschstudenten ein, den er für schwul gehalten hatte - bestraft wird er dafür vorerst nicht, entschied das Amtsgericht Hamburg-Harburg.

Das Gericht drohte Adrian M. als einzige Sanktion eine Strafe an, falls er innerhalb eines Jahres rückfällig wird. Es wurde nicht definiert, wie hoch diese Strafe ausfallen könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor 18 Monate auf Bewährung gefordert, die Verteidigung hat sich dagegen für eine Betreuung des Täters eingesetzt und ihn als geistig behindert bezeichnet.

M. hatte im September 2009 im Stadtteil St. Georg mit drei anderen Jugendlichen den im Rollstuhl sitzenden 27-jährigen Joshua S. überfallen, der mit einem 23-Jährigen Kumpel auf dem Heimweg war (queer.de berichtete). M. und die anderen Jugendliche beschimpften die beiden Männer mit den Worten: "Seid ihr schwul oder was? Schwulis!" Der Austauschstudent der Bucerius Law School erlitt durch die Schläge eine Platzwunde über dem rechten Auge, Schnitte an der Hand und schwere Prellungen am Oberkörper. Dem nach einer Kopfoperation körperlich behinderten Studenten war offenbar seine Muttersprache zum Verhängnis geworden. Im Prozess sagte der Täter: "Die haben Englisch gesprochen und ich wusste nicht, was. Das hat mich provoziert."

Geständnis im Prozess zunächst widerrufen


Die "Mopo" berichtet ausführlich über den Prozess

Der Täter hat sich Anfang Oktober gestellt, nachdem die Polizei ein Video der Überwachungskamera veröffentlicht hatte (queer.de berichtete). Die Tante des Täters hatte M. erkannt und forderte ihn auf, sich zu stellen. Die eigene Mutter brachte M. schließlich auf die Polizeiwache. Dort legte er ein Geständnis ab, stritt aber zu Beginn des Prozesses ab, zugeschlagen zu haben - nach einem Gespräch mit seinem Anwalt änderte er seine Aussage aber wieder.

M.s Anwalt erklärte, dass sein Mandant mehrfach auf das am Boden liegende Opfer eingeschlagen habe. Allerdings hätten auch "Alkohol und Gruppendynamik" eine Rolle gespielt. Der Verteidiger erklärte, dass M. eigentlich kein schlechter Mensch und wegen einer geistigen Behinderung nicht voll für seine Taten verantwortlich sei: "Er ist nicht böswillig, die Tat beging er auf einer anderen Ebene".

Die anderen drei Jugendlichen, die ebenfalls an der Tat beteiligt waren, konnten nicht ermittelt werden. M. erklärte, er habe sie nicht näher gekannt. (dk)



#1 EnyyoAnonym
  • 29.09.2010, 12:29h
  • Na toll, wenn einer so geistesgestört ist, dass er zur Gefahr für die Allgemeinheit wird, gehört er in eine geschlossene Abteilung und entsprechend behandelt!

    Hoffentlich müssen der Verteidiger und die zu milden Richter nicht mal am eigenen Leib erleben, was es heißt, von einem Täter, egal auf welcher Ebene der gerade ist, Schaden zugefügt zu bekommen.

    Dass die amerikanischen Studenten neben den körperlichen Auswirkungen sehr wahrscheinlich auch massive Ängste durchleben müssen, wird scheinbar nicht berücksichtigt? Und die Prozesskosten trägt sicherlich auch der Steuerzahler?

    Wehe, ein Schwuler hätte das einem Behinderten angetan - unsereiner wäre wohl auf Jahre in den Bau gekommen und es hätte wieder eine Kollektivverurteilung gegen alle Gays gegeben.
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#2 lukeAnonym
  • 29.09.2010, 12:45h
  • Genug Ausreden/ Entschuldigungen wurden ja angeführt: das Opfer hat englisch gesprochen, Alkohol, Gruppendynamik, geistige Behinderung...wahrscheinlich hat das Opfer ihn auch noch schräg angeschaut. Klar, versteh ich, das sind doch genug Gründe einen vermeintlich schwulen körperlich behinderten Austauschstudenten zu vermöbeln, soll er beim nächsten mal doch einfach die Fresse halten oder woanders herlaufen, dann wird er auch nicht zusammengeschlagen.

    Was hätte er denn noch tun müssen um bestraft zu werden? Oder wär er selbst bei Totschlag straffrei davon gekommen aufgrund der bereits angeführten Ausreden?

    Unglaublich sowas.
    Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte.
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#3 maaaartinAnonym
  • 29.09.2010, 12:54h
  • unglaublich - das "tor zur welt"....

    so lange man angesoffen und geistig etwas langsamer ist darf man in hamburg also ungestraft schwule, behinderte und alle die man dafür hält klatschen
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#4 RobAnonym
  • 29.09.2010, 12:56h
  • Was erwartet ihr? In diesem Verbrecherstaat sind die Opfer doch egal. Täterschutz statt Opferschutz. Kinderschänder sind nach 6 Monaten wieder draussen, rechte und islamische Homohasser werden gar nicht erst eingebuchtet.
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#5 BobAnonym
#6 AndiAnonym
  • 29.09.2010, 13:29h
  • Leider erkennt man auch an den Kommentaren hier wieder, wie wenig die meisten von Justiz und Gesellschaft verstehen.
    Wenn man von so einer Tat liest, denkt jeder natürlich sofort daran: Ab ins Gefängnis oder noch schlimmer in eine geschlossene Anstalt!
    Realität ist aber und das *muss* endlich eingesehen werden, dass Täter, die ins Gefängnis kommen, dann erst richtig zu Tätern mutieren. Denn gerade in Gefängnissen treffen sie auf die richtigen Gewalttäter und lernen wie sie das nächste Mal so zuschlagen, dass eben nicht mehr nur das Auge zuschwillt, sondern der Mensch gleich tot ist.
    Es bringt schlichtweg nichts, Menschen einzusperren. Es schreckt auch keine potentiellen Gewalttäter ab, die noch keine Straftat begangen haben.

    Das was der Richter getan hat, war genau das richtige! Der Junge braucht Betreuung und eine Chance in der Gesellschaft. Wenn er später einen anständigen Beruf hat, der ihm gefällt und sich selbst um sein Auskommen kümmern kann, wird er keine anderen Menschen mehr vermöbeln; es auch rein aus zeitlichen Gründen nicht mehr können, weil er ja arbeiten gehen muss. Wenn er jedoch im Gefängnis landet, sinken seine eh schon geringen Chancen auf einen eigenen Beruf noch weiter --> die Spirale ist vorprogrammiert.

    Die Wissenschaft weiß leider noch nicht, warum ein Mensch ein Gewalttäter wird und wann nicht. Fakt ist: Die Chancen, ein Gewalttäter zu werden steigen, wenn ich keine Perspektive sehe, frustriert bin, nur auf der Straße rumhänge. Dann kommen die dummen Ideen und mit ihnen die Kriminalität.
    Aber das Gefängnis ist der denkbar ungünstigste Ort, um diese Probleme zu lösen.
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#7 IchAnonym
  • 29.09.2010, 13:34h
  • Antwort auf #5 von Bob
  • Selbstverständlich dürfen solche Typen zum Bund. Da die Wehrpflicht immer weiter zurückgeschraubt wurde und viele gar nicht mehr hin müssen drückt sich die Bildungs"Oberschicht" gerne vor dem Dienst, während sich die Bildungs"unterschicht" oft freiwillig meldet, da die BW eine sichere Arbeitsstelle bietet. Das Hauptreservoir für ihre Angestellten ist bei der BW aber der Pool der Wehrdienstleistenden. Da sich dort die Auswahl immer weiter verschlechtert vergrößern sich die Nachwuchssorgen bei der BW und es wird alles möglich zum Dienst angenommen.
    Durfte selbst mit einem Drogenabhängigen zusammen dienen, dessen "Verbot der Waffenausbildung" ausgerechnet an dem Tag endete, als wir das erste Mal mit scharfer Munition geschossen haben....hatte noch nie soviel Angst in meinem Leben....
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#8 jimmiAnonym
  • 29.09.2010, 13:42h
  • der hat sich was getraut, ausgerechnet in st. georg wird der keine ruhige minute mehr haben wenn er erkannt wird.
    dieses mieses haufen nichts kommt mit kuschelpedagogoik davon war klar, wasn penner
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#9 GeertAnonym
  • 29.09.2010, 13:43h
  • Antwort auf #6 von Andi
  • Natürlich sollte der arme Adrian nicht in Gefängnis. Er ist doch nur ein Opfer dieser bösen Gesellschaft. Er sollte einen Monat lang zusammen mit anderen benachteiligten Menschen dieser Gesellschaft auf einem Segelboot durch die Karibik fahren, damit er lernt, sich in eine Gruppe einzuordnen. DAS wäre richtige Resozialisierung. Unser Staat ist einfach zu streng zu diesen armen Opfern unsere Gesellschaft.
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#10 BobAnonym