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Wen liebst du? Schwule Liebe im Konflikt mit der Religion (Bild: 3 Rosen)

Wer bist du? Wen liebst du? Woran glaubst du? Der deutsche Kinofilm "Shahada" erzählt die Geschichten von drei jungen Muslimen aus Berlin, die versuchen, ihre Werte mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen.

Von Carsten Weidemann

Deutsche Muslime fühlen sich in ihrer Heimat fremd und suchen ihren Lebensweg. Davon erzählt der Burhan Qurbanis Film "Shahada". Auch die Geschichte eines jungen schwulen Muslims wird beleuchtet. Der Titel bezieht sich auf die erste Säule des Islam - das Glaubensbekenntnis: Shahada ist die Entscheidung für einen Weg. Die Hauptfiguren des Films suchen noch den richtigen Weg. Sie müssen sich entscheiden, woran sie glauben, wen sie lieben und wer sie letztlich sind.

Die Storys: Vedats Tochter ist Maryam, ein lebenslustiges und sehr westlich orientiertes Mädchen. Wegen ihrer freizügigen Art kommt es oft zu Auseinandersetzungen mit ihrem allein erziehenden Vater, der sich wegen des Lebenswandels der 19-Jährigen viele Sorgen macht. Und das mit gutem Grund, denn Maryam ist ungewollt schwanger.

Youtube | Shahada - Offizieller Trailer

Daniel liebt Samir liebt Daniel

Die schwule Geschichte erzählt vom Nigerianer Samir, der gemeinsam mit seinem besten Freund Daniel, einem Ur-Deutschen, den Koranunterricht in Vedats Moschee besucht. Es gibt ein Problem: Daniel sieht in Samir mehr als nur einen Freund - tatsächlich werden seine Gefühle von Samir erwidert. Die beiden jungen Männer kommen sich langsam näher - doch Samir als streng gläubiger Muslim mit traditionellen Rollenvorstellungen kommt damit in Teufels Küche.

Die dritte Geschichte handelt von Ismail, einem türkischstämmigen Polizisten und Familienvater, der eigentlich gut in der deutschen Gesellschaft angekommen ist. Doch eines Tages steht er einer Bosnierin gegenüber, die drei Jahre zuvor von einem Querschläger aus Ismails Waffe lebensgefährlich verletzt wurde. Die Begegnung bringt das Leben des Polizisten völlig durcheinander.

Regisseur und Drehbuchautor Burhan Qurbani begeisterte mit diesem Film Zuschauer und Kritiker bei den 60. Internationalen Filmfestspielen Berlin. Und das völlig zurecht: Es gibt kaum einen Film, der die gegenwärtigen Konflikte und Ängste in der deutschen Gesellschaft besser darstellt als "Shahada".

Diskussion nach der Filmpremiere in Berlin: Das Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg und der Filmverleih 3Rosen veranstalten am Donnerstag, den 30. September 2010 um 20 Uhr die Podiumsdiskussion "Muslimische Lebenswelten und Sexualität" in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36.

Galerie:
Shahada
6 Bilder


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Ashley Cheyenne Anonym
  • 29.09.2010, 23:58h
  • "sarrazin ist doof" und allah liebt sogar uns schwuchteln. und am ende des films gibt es garantiert keinen ehrenmord. süß.
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#3 TheoAnonym
#4 eMANcipation*Anonym
#5 filmyAnonym
  • 30.09.2010, 12:44h
  • mmh, was allgemeines:
    der deutsche film in den letzten jahren hat zwar eine eigene handschrift bekommen, die wohl “Realismus pur” heissen würde, aber genau das stört mich wiederum. die filmemacher trauen sich gar nicht mehr etwas visuell zu gestalten, erzählen. poetischer, künstlerischer zu arbeiten.
    es bleibt alles in diesem authentischen mief, den irgendwie dreesens halbe treppe begründete.

    amen.
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