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Das schwule Paar Jesus (Kevin Alejandro) und Lafayette (Nelsan Ellis) nach der Einnahme illegaler Substanzen. (Bild: HBO)

Rund vier Prozent der Figuren im Hauptabendprogramm der US-Networks sind Schwule, Lesben oder Bisexuelle – die Serie mit dem höchsten Homo-Anteil ist "True Blood", die im Pay-TV-Kanal HBO gezeigt wird.

Die amerikanische Homo-Gruppe Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) hat am Mittwoch die Studie "Where We Are On TV" veröffentlicht, in dem sie den Homo-Anteil in TV-Serien des Abendprogramms misst. Im Zeitraum 2010/11 gab es demnach 23 schwule, lesbische oder bisexuelle Figuren – das sind 3,9 Prozent. Damit hat sich der Homo-Anteil in den letzten Jahren stets erhöht: 2009 hat GLAAD noch 3,0 Prozent gemessen, 2008 waren es 2,6 Prozent und 2007 gar nur 1,1 Prozent. In den größten Kabelkanälen sind zudem weitere 35 Homo-Figuren vertreten. Im Jahr zuvor waren es noch 25.

"True Blood" hat sechs ständige oder wiederkehren schwule oder lesbische Figuren – und damit mehr als jede andere Fernsehserie. Die bislang 36-teilige Reihe handelt vom "Coming-out" der Vampire: Sie wagen sich an die Öffentlichkeit treten, weil Blut synthetisch hergestellt werden kann und sie nicht mehr auf Menschenblut als Nahrungsquelle angewiesen sind. Ein Aspekt handelt davon, wie Vampire in der Gesellschaft diskriminiert werden und zieht Parallelen zur Schwulenverfolgung. So wird im Vorspann eine Kirche gezeigt, vor der ein Schild mit der Aufschrift "God Hates Fangs" ("Gott hasst Reißzähne") steht. In der echten Welt tragen manche US-Kirchen die Aufschrift "God Hates Fags" ("Gott hasst Schwuchteln"). Der Autor der Serie, die auf der Buchreihe "The Southern Vampire Mysteries" basiert, ist der offen schwule Alan Ball ("American Beauty", "Six Feet Under"). In Deutschland wurde "True Blood" bislang nur im Pay-TV-Kanal 13th Street gezeigt.

Durchschnittszuschauer findet Homo-Figuren "interessant"

GLAAD-Chef Jarrett Barrios erklärte, die Zunahme an schwulen und lesbischen Figuren zeige, dass Homosexualität in der amerikanischen Kultur angekommen sei: "Der Erfolg von Sendungen wie 'Modern Family' und 'Glee' bei Kritikern und dem Publikum zeigt, dass der Durchschnittszuschauer schwule und lesbische Figuren interessant findet und in guten Geschichten sehen will, wie wir leben", so Barrios.

Unter den großen Networks hat ABC ("Desperate Housewives") mit 7,2 Prozent den höchsten Anteil an Homo-Figuren, gefolgt von FOX (5 Prozent), The CW (4,2 Prozent) und NBC (2,1 Prozent). Den letzten Platz nimmt CBS mit 0,8 Prozent ein. Der Sender hat aber bereits angekündigt, in Kürze mehr schwul-lesbische Handlungsstränge in seine Serien zu integrieren. (dk)

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#1 eMANcipation*Anonym
  • 29.09.2010, 22:14h
  • Das sind prozentuale Anteile, von denen wir hierzulande nur träumen können.

    Wenn das aber niemand fordert -

    im Gegensatz zu der breitenwirksamen Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie GLAAD in den USA -

    und die schwule Community allen Ernstes weiterhin widerstandslos einen beachtlichen Teil der öffentlich-rechtlichen Fernsehgebühren aufbringt,

    liegen die Folgen einmal mehr auf der Hand.

    Gerade junge Menschen brauchen dringend mehr schwule und lesbische Identifikationsfiguren in ihrem Alter - und ein öffentlich finanziertes Fernsehen steht hier in der Pflicht,

    endlich voranzugehen und insbesondere nicht, wie immer wieder beobachtbar, in jedem zweiten Satz dümmliche Geschlechterklischees und Heterosexismus zu befördern.

    Sonst darf es von unserer Seite kein Geld mehr für diese Programme geben!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.09.2010, 23:13h
  • Hoffentlich erleben wir die Deutschlandpremiere von True Blood! Dann kann Twilight nämlich ganz schnell einpacken!
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#3 MarcoAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 stromboliProfil
  • 30.09.2010, 10:08hberlin
  • gestern mir torchwood - staffel 3 folge 5 angesehen mit todesszene und finalem kuss:
    Unvergessliche Zitate zur Episode «Kinder der Erde: Tag vier»

    * Captain Jack: It's all my fault.
    * Ianto: No, it's not.
    * Captain Jack: Don't speak. Save your breath.
    * Ianto: I love you.
    * Captain Jack: Don't.

    fast so gut ( im kitschigen sinne) wie brokeback mountain... tränen wisch!
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#6 SvenAnonym
  • 30.09.2010, 13:15h
  • Ja, Torchwood: Kinder der Erde war tragisch, was das Ende ab Ende Tag 4 anging...War so schockiert, dass Ianto gestorben ist, nachdem die Beziehung der beiden nen Sprung nach vorne gemacht hatte...
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#7 chris/neuenglandAnonym
  • 30.09.2010, 23:29h
  • "In der echten Welt tragen manche US-Kirchen die Aufschrift "God Hates Fags" ("Gott hasst Schwuchteln")."

    Soviel ich weiss gibt's nur eine Kirche (Westboro Baptist), die diese Aufschrift trägt.

    Glee find ich viel schwuler als True Blood.
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#8 JosephAnonym
  • 01.10.2010, 14:16h
  • es geht doch nicht um schwuler oder nicht. wichtiger ist, wie homosexualität dargestellt wird und dass sie vermenschlicht wird. und da bleibt six feet under unschlagbar.
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