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  • 30. September 2010, noch kein Kommentar

(Bild: Rhino)

Ohne ihre Geschwister veröffentlicht die Corrs-Sängerin ihr Solo-Debüt. Zart interpretiert sie u.a. "Smalltown Boy" von Bronski Beat.

Ihre jüngere Schwester Andrea (36) hat es vorgemacht: Sharon Corr (40) nutzt die freie Zeit und Karrierepause der irischen Folk-Pop-Gruppe The Corrs um ihr Solo-Debüt zu präsentieren. Mutig, denn immerhin entpuppte sich Andreas CD "Ten Feet High" als erfolglos. "Dream of You" wurde bereits in Großbritannien und der irischen Heimat von Sharon Corr veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Songs, die Corrs-Fans bekannt vorkommen werden, zugleich aber doch irgendwie anders sind. Die unwiderstehlichen Melodien werden niemanden überraschen, schließlich hat Sharon Songs wie "So Young", "Radio", "Long Night" oder "Goodbye" komponiert. Und auch das außergewöhnliche Violinenspiel, das den Corrs-Sound so geprägt hat, werden Fans der Band hier wiederfinden.


(Bild: Rhino)

Trotz allem gibt es auch viel Neues auf dem Album zu entdecken. Schließlich nimmt Sharon erstmals in der Mitte der Bühne als Lead-Sängerin Platz - eine Position, die sie mit Wärme und Leidenschaft ausfüllt. Auch ihr Songwriting hat neue Tiefen und Nuancen erreicht: Waren die Songs, die sie für The Corrs schrieb, von Unschuld oder zumindest Jugend geprägt, strahlen ihre neuen Stücke nun vor allem eines aus: Erfahrung!

"Ich wollte mich als Schreiberin so weit wie möglich ausdehnen, damit dich die Songs auf eine Reise mitnehmen, die du nicht erwartet hast", sagt Sharon. "Das Album spiegelt mein Leben der vergangenen drei Jahre wider. Wenn du Kinder hast, wirst du dir der Welt mehr bewusst - auch der Gefahr, die von ihr ausgeht. Du verlierst die rosarote Brille, und das war eine ungeheure Inspiration für mich, diese Songs zu schreiben."


(Bild: Rhino)

Aus schwuler Sicht besonders interessant: "Smalltown Boy" von Bronski Beat - ein Song, den Sharon als "die Hymne meiner Teenager-Jahre" beschreibt und den sie mit einem dramatischen, verlangsamten Arrangement auf den Kopf stellt. Weniger gelungen dagegen das gähnend langweilige Tralala-Pop-Remake von "Everbody's Got To Learn Sometime", das einst The Korgis so berührend schön interpretierten. Dann lieber die zauberhaften Balladen "It's Not a Dream", "Butterflies" oder "So Long Ago", allesamt Eigenkompositionen von Sharon.

Für jene Fans, die übrigens immer noch hoffen, die Corrs schon bald wieder zusammen auf der Bühne zu sehen, hat Sharon auch ein paar ermunternde Worte parat: "Wir haben uns nicht aufgelöst. Eine Familie kann man nicht auflösen. Wir werden irgendwann wieder zusammenkommen und Musik machen. Die Magie, die wir hatten, kann man nicht einfach abstellen!" (jg/pm)