Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12837

Unbekanntes Land: Der Tag der offenen Moschee soll Vorurteile abbauen. (Bild: michfiel / flickr / by-sa 2.0)

Die Moschee Merkez Camii in Berlin-Kreuzberg hat Vertreter des Lesben- und Schwulenverbandes zu einer Führung eingeladen - jeder darf kommen.

Am Tag der Deutschen Einheit öffnen bundesweit bis zu 1.000 Gotteshäuser ihre Pforten zum "Tag der offenen Moschee". In Berlin nehmen das islamische Vertreter und der LSVD als Anlass, Vorurteile zwischen beiden Gruppen abzubauen.

Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg, wirbt für eine rege Beteiligung an der Veranstaltung: "Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Mitglieder sowie Freundinnen und Freunde des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg der Einladung in die Moschee folgen und sich am interkulturellen Dialog beteiligen", erklärte Steinert. "Herr Süleyman Kücück wird uns durch die Moschee führen und Fragen zum Thema Islam und Glaube beantworten."

Der Tag der offenen Moschee findet in Deutschland seit 1997 am 3. Oktober statt. Der Zentralrat für Muslime in Deutschland (ZMD) hat die jährliche Veranstaltung ins Leben gerufen und dabei den Tag der Deutschen Einheit bewusst als Termin gewählt, um die Zugehörigkeit der Muslime zur einheimischen Gesellschaft zu zeigen.

Der Zentralrat hat sich in der Vergangenheit auch für Homo-Rechte eingesetzt. Aiman Mazyek, der Chef des islamischen Dachverbandes, hat sich nach seinem Amtsantritt dafür ausgesprochen, dass Schwule und Lesben im Gleicbehandlungsartikel des Grundgesetzes aufgenommen werden sollten (queer.de berichtete). "Die Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen findet keine islamische Rechtfertigung", erklärte Mazyek. (dk)

LSVD-Führung durch die Moschee Merkez Camii (Wiener Straße 12, 10999 Berlin) am 3. Oktober um 12 Uhr. Teilnehmer der Führung treffen sich um 11.50 Uhr vor der Moschee. Bitte nicht verwechseln mit der großen Omar-Ibn-Al-Khattab-Moschee an der Ecke Wiener Straße.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.09.2010, 17:37h
  • Eine tolle Sache! Gibt es in Deutschland eigentlich auch den "Tag der offenen Synagoge"? Wenn nicht, wäre das eine gute Idee. Immerhin gibt es ja auch unter unseren jüdischen Mitbürger die ein oder anderen LGBTler. Es gibt übrigens auch einen Tag der Exhibitionisten: der "Tag der offenen Hose"! Ürbrigens nicht mit den "Trenchcoat Open". Das ist der jährliche Wettbewerb!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 BringfriedeAnonym
#4 stromboliProfil
  • 30.09.2010, 18:28hberlin
  • Antwort auf #2 von Bringfriede
  • jede einladung in ein "gotteshaus" ist versuchte mission!
    Und die konvertiten sind dann die radikalsten... siehe paulus oder den pierre vogel, den taliban von gelsenkirchen...
    Also vorsicht vor der versuchung und den versuchern!

    So nebenbei: jeder kann, wenn er will , eine moschee betreten und den gastraum , angrenzend zum gebetsraum, betreten.
    Gäste wie frauen sind vom hauptraum getrennnt und das macht hoffnung, dass unsere berliner profischwuppen nicht in trance verfallend, unziemliches vom iman oder muezin verlangen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 ahaAnonym
  • 30.09.2010, 18:47h
  • Wohl eine DITIB Moschee.

    "Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion" (Diyanet Isleri Türk-Islam Birligi/DITIB)

    Zu DITIB:

    Das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten wurde am 3. März 1924 in Ankara aufgrund des Gesetzes Nr. 429 als eine dem Ministerpräsidenten unterstellte Institution geschaffen, "die über die Lehre der islamischen Religion und ihren Kultus entscheiden, die diesbezüglichen Amtsgeschäfte versehen und religiöse Einrichtungen führen" sollte (Diyanet Dergisi, Nr. 378/1990, S.161). In Artikel 136 der Verfassung von 1982 heißt es ergänzend zu den Zielen der Institution: "Das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten versieht seine Aufgaben jenseits irgendeines politischen Denkens oder Standpunktes auf der Grundlage des laizistischen Prinzips im Dienste des Zusammenhalts und der Einheit der Nation"

    Von den türkischen Amtsgeistlichen sind rund 400 hauptamtlich in den Gemeinden der DITIB in der Bundesrepublik tätig. Sie leiten das Pflichtgebet, vollziehen den islamischen Trauungsritus, halten freitags religiöse Ansprachen und erteilen den Kindern Koranunterricht. Die von den Gemeinden der DITIB in der Bundesrepublik durchgeführten Koran-Kurse werden von über 25.000 Kindern und Jugendlichen besucht.

    In Konkurrenz stehen die Moscheen von
    Milli Görüs und die, die mit saudi-arabischen Millionen betrieben werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 religionsfreiAnonym
#7 Liedel
  • 30.09.2010, 19:20h
  • @stromboli

    "nicht in trance verfallend"

    Der Zustand kommt bei denen glaub ich öfter mal vor
  • Antworten » | Direktlink »
#8 stromboliProfil
#9 MiguelAnonym
  • 30.09.2010, 20:34h
  • Es wäre sehr viel einfacher die Moschee Merkez Camii nicht mit der repräsentativen Moschee an der Hochbahn Ecke Skalitzer Strasse zu verwechseln, wenn nicht genau letztere in dem Foto oben abgebildet wäre.

    Homofreundliche Moslems dürften wohl eine winzige Minderheit innerhalb ihrer Religionsgemeinschaft darstellen, was auch völlig verständlich ist: Egal ob Bibel oder Koran, wer sein religiöses Märchenbuch für bare Münze nimmt muss erst mal eindeutige Todesurteile gegen Schwule und Lesben wegdiskutieren, bis zur Antidiskrimierung ist es da ein weiter Weg.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FloAnonym
  • 30.09.2010, 21:02h
  • Ein sehr schönes Zeichen! Aber man sollte nicht vergessen, dass alle Religionen sehr vielfältig sind und viele Unterströmungen haben (die sich teilweise auch bekämpfen). Und der Zentralrat vertritt leider nur einen kleinen Anteil.

    Dennoch natürlich ein absolut tolles Zeichen, das gar nicht genug gewürdigt werden kann!! Ich hoffe, dass möglichst viele teilnehmen und dass das nur der Anfang einer Bewegung zur weltweiten Toleranz und Liebe ist!!
  • Antworten » | Direktlink »