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  • 04. Oktober 2010, noch kein Kommentar

Der Sänger von System of a Down versucht sich erneut solo. Auf seiner neuen CD findet sich eine stattliche Palette an Sounds.

"'Elect The Dead' war im Grunde ein Rockalbum mit progressiven melodischen Elementen", erklärt Serj Tankian (43), Lead-Sänger der alternativen Metal-Band System of a Down über sein letztes Solo-Album. Sein aktuelles Werk "Imperfect Harmonies", das am 17. September endlich auch in Deutschland erschienen ist, könnte man dagegen zwar im ersten Moment ebenfalls in die Rock-Schublade stecken, weil es sehr druckvoll ist und viel Höhe besitzt. Allerdings ist die Instrumentierung grundlegend anders. Obwohl natürlich Dinge wie Live-Drums, Bass und auch ein paar Gitarren vorhanden sind, ist dieser besondere Drive eher elektronischer oder orchestraler Natur. Das Album ist tatsächlich ungewöhnlich, was seine Soundpalette angeht.

Youtube | Serj Tankian - Empty Walls - Live In London - DVD

Diese Songs haben wirklich sehr lange darauf gewartet, veröffentlicht zu werden; sind gereift und nun endlich bereit, auf die Welt losgelassen zu werden", sagt Tankian. So darf man sich mit "Imperfect Harmonies" auf ein ähnlich machtvolles und eklektisches Gesamtwerk gefasst machen wie bei "Elect The Dead". Ich nenne diesen Stil Electro-Orchestral-Jazz-Rock", schmunzelt Tankian.

"Irgendwie sind alle diese Elemente in den Songs zu finden. Natürlich gibt es auch einige wenige eher reduzierte Stücke, doch der größte Teil hat diese wahnsinnige ‚Wall Of Sound', den man in dieser Art wahrscheinlich noch nie gehört hat", ergänzt der Sänger und Songschreiber vollmundig. "Eigentlich ist es nicht gerade Usus, Songs zu komponieren, die sowohl elektronisch als auch orchestral geprägt sind - das eine wird synthetisch erzeugt, das andere organisch. Ich glaube, ich habe einen ganz guten Weg gefunden, beides unter einen Hut zu bringen!" (cw/pm)