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Noch streiten die Wissenschaftler, wie hoch der Anteil von Schwulen an der Gesamtbevölkerung ist.

Acht Prozent der amerikanischen Männer bezeichnen sich laut einer neuen US-Studie als schwul oder bisexuell; unter Frauen erklärten sieben Prozent, sie seien lesbisch oder bisexuell. Das ist das Ergebnis einer Befragten der Universität von Indiana unter rund 6.000 Menschen zwischen 14 und 94 Jahren herausfand.

Die National Survey of Sexual Health and Behavior, die größten US-Befragung zu sexuellem Verhalten in den letzten 20 Jahren, unterscheidet sich gravierend von einer aktuellen britischen Studie, nach der lediglich 1,5 Prozent der Befragten angaben, homo- oder bisexuell zu sein (queer.de berichtete). Die britische Umfrage wurde anders als die amerikanische Studie via Telefon durchgeführt. Zudem haben die US-Forscher noch zusätzlich nach sexuellem Verhalten gefragt.

Die US-Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Zahl der gleichgeschlechtlichen Kontakte im Laufe des Lebens höher liegt als die der Menschen, die sich als schwul, lesbisch oder bisexuell identifizieren. So gaben unter den 50- bis 59-Jährigen 15 Prozent an, schon einmal in ihrem Leben Oralsex mit einem anderen Mann gehabt zu haben.

Die Wissenschaftler fragten auch, ob verschiedene sexuelle Handlungen in den vergangenen zwölf Monaten ausgeführt wurden. Gleichgeschlechtlicher Sex unter Männern ist demnach relativ konstant in der Altersgruppe der 20- bis 60-Jährigen. Von ihnen haben fünf bis acht Prozent Oralsex in den vergangenen zwölf Monaten von einem männlichen Partner erhalten.

Besonders aktiv: Männer in den 50ern


Sexuelles Verhalten nach Alter geordnet (Bild: Indiana University)

Der größte Anteil an "schwulem Sex" weisen demnach nicht die Jungspunde auf, sondern die männliche Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen: Von ihnen gaben etwa acht Prozent an, im vergangenen Jahr andere Männer oral befriedigt zu haben. Fünf Prozent dieser Altersgruppe waren der passive Partner bei Analsex.

Frauen sammeln dagegen die meisten "lesbischen Erfahrungen" im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. In dieser Gruppe haben neun Prozent von anderen Frauen Oralsex erhalten. Bei den älteren weiblichen Befragten sind es nur zwischen einem und vier Prozent.

Die gesamten Ergebnisse sind in einer Sonderausgabe des Fachmagazins "The Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht worden. (dk)



#1 chrisProfil
  • 05.10.2010, 13:32hDortmund
  • Das klingt allerdings schon mal besser. Auch wenn ich nicht denke, dass diese Zahlen schon die Spitze des Eisbergs darstellen. Interessant finde ich besonders, dass man hier die Leute nach ihren sexuellen Erfahrungen nicht nach ihrer sexuellen Identität gefragt hat. Selbst wenn dies nicht direkt etwas über Identität - und somit Homoanteil - aussagt, bekommt man zumindest einen Eindruck von der Verbreitung und der persönlichen Akzeptanz homosexueller Kontakte.
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#2 CarstenFfm
  • 05.10.2010, 13:47h
  • Was mich gleich in Grübeln bringt, ist die erste Zeile der Ergebnisse:

    Ich dachte, W***sen tun doch alle.
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#3 duales systemAnonym
#4 gniwerjProfil
  • 05.10.2010, 14:08hdortmund
  • mal ernsthaft: wen interessieren diese ganzen studien überhaupt noch (lobbyisten mal ausgeschlossen - und die wiederrum mal von dieser studie ausgeschlossen ...hoffentlich)?
    jede woche 'ne neue studie mit 'nem ganz bestimmt sicheren ergebnis. wir werden's nie 100%ig erfahren. und es interessiert mich um ehrlich zu sein auch nicht. 'n sicheres ergebnis würde auch nix verändern. normalität im alltag dagegen schon.

    flotten gruß,
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#5 jochenProfil
  • 05.10.2010, 14:31hmünchen
  • Es kommt bei allen Statistiken u. Umfragen auf die Details und die Art u. Weise WIE die Antworten erworben worden sind an.

    Oft werden Umfragen und Statistiken in Auftrag gegeben mit der Absicht ein BESTIMMTES Ergebnis zu erhalten.

    Leider viel zu oft abhängig von politischem Standpunkt und mit der Absicht die Öffentlichkeit zu manipulieren.
    So kommt es zu so unterschiedlichen Ergebnissen wie z. B. bei der Frage wieviel Homosexuelle es in der Bevölkerung gibt. (1,5 % bis 8 - 10 %)

    Manchmal hilft bei der besseren Einschätzung der Ergebnisse die Erfahrung in der Lebensrealität.

    "Ich traue nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe" (Winston Churchill)
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#6 LexAnonym
  • 05.10.2010, 14:46h
  • Antwort auf #1 von chris
  • Es wurde nach beidem gefragt, nach sexuellen Erfahrungen UND nach sexueller Identität:

    "Acht Prozent der amerikanischen Männer bezeichnen sich laut einer neuen US-Studie als schwul oder bisexuell...
    Zudem haben die US-Forscher noch zusätzlich nach sexuellem Verhalten gefragt."

    Also zusätzlich, das heißt sie haben gefragt wie sich die Leute definieren und zusätzlich gefragt ob sie gleichgeschlechtliche Erfahrungen hatten.

    Also 8 % der Männer gaben schwul oder bi an, noch mehr Männer das sie sexuelle Erfahrungen mit Männern hatten.
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 05.10.2010, 14:48h
  • Antwort auf #4 von gniwerj
  • Wir werden die tatsächliche Verteilung sexueller Orientierungen dann und nur dann erfahren,

    wenn wir die herrschenden bzw. Herrschaftsverhältnisse, unter denen jedem Menschen von kleinauf eine heterosexuelle Identität unterstellt und als angebliche "Norm" eingetrichtert wird,

    aufgelöst haben.

    Und genau darauf sollten wir mal allmählich hinarbeiten!

    Immerhin fragt man sogar in den USA 14- bis 17-Jährige nach homosexuellen Erfahrungen und gesteht ihnen ihre eigene (nicht ausschließlich DIE eine aufgeherrschte) Sexualität zu.

    Damit hat die vorliegende Studie dem jüngsten Machwerk "Jugendsexualität" der mit Steuermitteln finanzierten nationalen Behörde für Gesundheit und Aufklärung in Deutschland etwas Wesentliches voraus!
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#8 carloAnonym
  • 05.10.2010, 14:53h
  • und wie man sieht, braucht es gar keine untersuchung, um "acht prozent schwul oder bisexuell" rackeldifatz zu "acht prozent schwul" zu machen.
    ob die studie selbst sorgfältiger mit ihren daten umgegangen ist als die queer-redaktion?
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#9 ÜberlegungenAnonym
  • 05.10.2010, 14:54h
  • Antwort auf #7 von eMANcipation*
  • Ja sehe ich auch so. Aber nicht nur bei den Schwulen und Lesben ist die Zahl glaube ich in in Wirklichkeit höher:
    Interessant z.B. das bei Männern 8% schwul oder bi sind und bei Frauen 7% lesbisch oder bi.

    Bisexuelle Frauen sind doch viel akzeptierter als bisexuelle Männer. Zumindest haben Frauen der jungen Generation weniger Probleme damit sich als bi zu bezeichenen, junge Männer verheimlichen das eher, aufgrund der geringeren gesellschaftlichen Akzeptanz.
    Das läßt die Frage aufkommen ob die Zahlen, insbesondere bei den bisexuellen Männern, in Wirklichkeit nicht noch höher liegen
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#10 TomAnonym
  • 05.10.2010, 14:59h
  • Selbst meine heterosexuellen Freunde finden die britische Studie mit den 1,5 Prozent als schlechte Befragungsmethode und die Prozentzahl als zu niedrig angesetzt.
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