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Vergaß die homosexuellen Mitbürger in seiner Rede am 3. Oktober: Bundespräsident Christian Wulff

"Unser Land muss Verschiedenheit aushalten", sagte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Auf Schwule und Lesben ging er jedoch nicht ein.

Von Jürgen Friedenberg

Die landauf, landab als patriotisch empfundene Rede des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit, die zunächst in der politischen Szene Zustimmung von ganz links bis halb rechts erhielt, stößt jetzt bei rechtsgerichteten Unions-Christen doch noch auf Widerspruch. Ausdrücklich distanzierte sich CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich von Christian Wulffs These, zu Deutschland gehöre nicht nur das Christentum und das Judentum, sondern inzwischen auch der Islam.

Auch andere Äußerungen des der CDU angehörenden Ersten Mannes im Staat dürften konservativen Politikern und ihren Anhängern nicht recht, das heißt, nicht rechts genug gewesen sein und in den Gremien der Union noch heftig diskutiert werden. So etwa Wulffs klares Bekenntnis zu Deutschland als Einwanderungsland und zu einer Integrationspolitik, die Vielfalt schätzen, Risse in unserer Gesellschaft heilen und das Auseinanderdriften der Lebenswelten
verhindern soll. In diesem Zusammenhang sprach er von "Lebenslügen" und geißelte die Politik, die die Herausforderungen und Probleme der Zuwanderung regelmäßig unterschätzt habe.

Verschiedenheit ohne die Vielfalt sexueller Orientierungen

"Unser Land muss Verschiedenheit aushalten" stellte der Bundespräsident fest und fügte hinzu: "Es muss sie sogar wollen." Damit könnte er auch die noch längst nicht vollzogene Anerkennung der Homosexuellen in Staat und Gesellschaft gemeint haben, aber gewiss ist das nicht. Zwar betonte Wulff, wer hier leben wolle, müsse die in der Verfassung festgeschrieben Werte achten und akzeptieren; ausdrücklich nannte er Menschenwürde, Meinungs-, Glaubens- und Gewissenfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auch da liegt bekanntlich manches im argen.

Da aber Schwule und Lesben rechtlich noch immer diskriminiert, im Beruf benachteiligt und auf der Straße zusammengeschlagen werden und solange homosexuelle Schüler und homosexuelle Lehrer überkommenen Vorurteilen schutzlos ausgeliefert sind, wäre ein klares Wort des Bundespräsidenten, der sich wohl auch als Präsident der Schwulen und Lesben versteht, hilfreich gewesen.



#1 KameliendameEhemaliges Profil
  • 06.10.2010, 16:43h
  • MEIN Präsident ist DER ganz sicher nicht.
    Und er kann noch soviel labern.
    Die Taten, sein handeln das spricht Bände.

    Er gehört ganz klar zu den Leuten die Schwulen, Lesben und Transgendern gleiche Rechte verwehren.

    Er ist und bleibt nen armseliger CDU-Wicht.

    Sollt ich ihm mal begegnen kotz ich ihm direkt vor die Füße.

    Mahlzeit!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 bastapapsta
  • 06.10.2010, 17:52h
  • "Wulff im Schafspelz" war mal eine Überschrift, die ich irgendwo gelesen habe

    Was will man von diesem Mann, der sich für die Sekte "Pro Christ" einsetzt erwarten ?

    Fundamentalistische "Lebensschützer" in der CDU laufen amok

    www.kreuz.net/article.11963.html

    kreuz.net – Senioren-Union und Junge Union kritisieren hohe Abtreibungszahlen

    "Menschenwürde, Meinungs-, Glaubens- und Gewissenfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau"

    Hat den Anschein als wolle er (Christ) mit Muslimen sogennante "Werte" / Dogmen, gegen Anderslebende politisch agieren. Der Mann ist auf der einen Seite hinterlistig, auf der anderern Seite fehlt ihm wohl das Bewusstsein bezüglich der Tragweite seiner Äusserungen.
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#4 GeertAnonym
  • 06.10.2010, 18:21h
  • Jedes Land bekommt den Präsidenten, den es verdient...

    Was waren das noch Zeiten, als große Persönlichkeiten wie von Weizäcker (der übrigens in einer Rede schon damals -und als erster von führenden deutschen Prolitikern- ausdrücklich auch die Homosexuellen erwähnte), Bundespräsident waren.

    Wulf und Merkel haben es geschafft, das Amt des Bundespräsidenten zu einem 08-15-Posten in Berlin zu machen - nichts mehr mit Würde des Amtes.

    Wulf und seine Lebensabschnittpartnerin eignen sich gut für die Regenbogenpresse - ein ernstgemeinter Einsatz für Schwule und Lesben aber ist von dem nicht zu erwarten.
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#5 Nicht an uns interessiertAnonym
  • 06.10.2010, 18:34h

  • Kann sich noch jemand erinnern mit welcher Begruendung die CDU uns die Ehe und die gleichen Rechte verweigern will?

    Richtig! Deshalb hat er nur die Moslems erwaehnt!

    Schade ist eine solche Partei an der Macht, die die verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft auseinander dividieren will. Dass der Praesident ist, haben wir auch den Linken zu verdanken!
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#6 alexander
  • 06.10.2010, 18:49h
  • Antwort auf #4 von Geert
  • da muss ich dir ausnahmsweise mal recht geben !

    ausgerechnet die parteien und politiker , die uns immer mit ihren werten und ähnlichem konservativen verhaltensmassregeln daher kommen, schaffen dieselben ab und führen sie ad absurdum !!!

    (und sind noch so bescheuert, es nicht mal zu merken !)
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#7 Knueppel
#8 Knueppel
#9 MaxAnonym
  • 06.10.2010, 20:15h
  • Antwort auf #3 von bastapapsta
  • "Senioren-Union und Junge Union kritisieren hohe Abtreibungszahlen "

    Ich bin sicher kein Anhänger der CDU und bin auch nicht religiös, aber was ist verkehrt daran Abtreibungen in Deutschland zu kritisieren? Ich finde es ertaunlich wie verantwortungslos manche Frauen mit Verhütung und Abtreibung umgehen!
    Es geht um ein fremdes Leben und damit spielt man meiner Meinung nach nicht.
    Wenn man durch fahrläßigen Sex HIV kriegt ist man dafür selbst verantwortlich, aber wenn man ungewollt schwanger wird und abtreiben will, geht es nicht nur um die eigene Gesundheit!
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#10 gatopardo
  • 06.10.2010, 20:32h
  • Eigentlich interessiert mich das Gesülze von aalglatten CDU-Bundespräsidenten nicht, ganz gleich, wie sie alle heissen, denn man kennt den klerikal-süsslichen Inhalt ja sowieso schon mehr oder weniger auswendig.
    Sie stehen alle wie Irrlichter ehrfürchtig mit ihren Frauen unter Weihnachtsbäumen, feiern Auferstehung und Himmelfahrt im Frühling und werfen auch Andersgläubigen hin und wieder mal ein christlich-tolerantes Häppchen zu. Das ist beabsichtigt und das ist das, was dieser Klüngel unter "Vielfalt" versteht.
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