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Mit diesem Fahnungsfoto sucht die Polizei Kaiserslautern nach einem von zwei Männern, die auf dem Rastplatz Höllenplacken bei Kaiserslautern (u.) auf einen schwulen Cruiser schossen. (Bild: Kriminalpolizei Kaiserslautern)

Im Zusammenhang mit den zwei Morden auf Cruising-Parkplätzen in diesem Jahr gibt es möglicherweise eine neue Spur. Wie ein Boulevardblatt berichtet, ist ein heute 30-Jähriger bereits 2006 Opfer einer ähnlich gelagerten Tat geworden - sie ist ebenfalls bis heute nicht aufgeklärt.

Sascha S. wurde in der Nacht zum Sonntag, den 20. August 2006 auf dem A6-Parkplatz Höllenplacken (bei Kaiserslautern) angeschossen, nachdem er zwei Männer angesprochen hatte. Der damals 26-Jährige landete für einige Tage im Koma, überlebte die beiden Schüsse in den Rücken aber mit einer Querschnittslähmung und konnte der Polizei eine Beschreibung der Tat und der Täter geben.

Seinem Bericht zufolge befand er sich zunächst allein auf dem Parkplatz an einer Toilettenanlage, an der ein LKW mit tschechischem Kennzeichen stand. Der junge Mann traf auf zwei ihm unbekannte Männer, die "bereits früher auf diesem Parkplatz auffällig geworden" sein sollen, wie der Polizeibericht vermerkt. In "Bild" beschreibt Sascha S. den Vorfall so: "In der Nacht stand ich allein hinterm Toilettenhäuschen, als plötzlich zwei Typen auftauchten. Einer rief: 'Die schwule Sau mach ich fertig!' - und schoss."

Die beiden Täter sollen zwischen 25 und 30 Jahre alt sein; einer sei schlank und etwa 1,85 Meter groß; der andere wird mit einer kräftigeren Gestalt als ca. 1,75 - 1,80 m groß beschrieben, von ihm existiert ein Phantombild. Beide hatten kurzgeschorene Haare und waren mit dunklen Jacken bekleidet. "Bild" zufolge sind Ermittler der Kripo Rüsselsheim am Donnerstag nach Kaiserslautern gefahren, um Parallelen zu den Morden aus diesem Jahr zu überprüfen.

Cruising-Morde weiterhin ungeklärt


Mit diesem Plakat erhoffte sich die Polizei Hinweise zu beiden Morden

In den letzten Monaten waren zwei Männer unter ähnlichem Umständen im Bereich von Cruising-Parkplätzen ums Leben gekommen. Zunächst war am 8. Mai ein 30-Jähriger auf dem Parkplatz im Hölzertal (Landkreis Böblingen) getötet worden (queer.de berichtete). Der Mann war in seinem Wagen erschossen worden, möglicherweise durch einen geöffnete Fensterscheibe. Mit ein und derselben Waffe wurde am 2. Juli ein 70-Jähriger ermordet, er wurde nackt in einem Waldgebiet nahe eines Autobahnparkplatzes der A5 bei Mörfelden-Walldorf (Landkreis Groß-Gerau) gefunden (queer.de berichtete). Zwischenzeitlich wurde ein dritter Mord in Kerpen-Buir mit den Fällen in Verbindung gebracht, die Tat hatte aber andere Hintergründe (queer.de berichtete).

In der Sendung "Aktenzeichen XY" wurde am Mittwoch eine Munition des Kalibers Punkt 32 Smith & Wesson Long Wadcutter präsentiert, die der Täter beim Mord an dem 30-Jährigen benutzt haben soll. Die Patrone trägt die Bodenprägung "MRP", sie wird seit 1996 nicht mehr hergestellt.

Neuer Zeuge gesucht


Die Polizei sucht diesen Mann als Zeugen (Bild: Kriminalpolizei Rüsselsheim)

Im Zusammenhang mit diesem Mord auf einem Parkplatz im Hölzertal sucht die Polizei neu einen Zeugen. Der Mann soll sich zum Zeitpunkt der Tat mit seinem Trekkingbike auf dem Parkplatz aufgehalten haben; er soll zwischen 50 und 60 Jahre alt sein und Deutsch mit ausländischem Akzent gesprochen haben. Der ca. 175 cm große Mann soll eine schlanke Statur, kurze graue Haare und dunkle Augen haben.

Ein Phantombild des gesuchten Zeugen war am Mittwoch zunächst in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY" gezeigt worden. Nach Angaben der beiden Ermittlungskreise habe die Ausstrahlung zu wenig Hinweisen und keiner neuen Spur geführt. (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 HarryAnonym
  • 08.10.2010, 13:44h
  • Ja was den nun?? Oben schreibt ihr das Sascha S. auf dem Parkplatz zwei Männer angesprochen hat, unten klingt die Aussage dann so. "In der Nacht stand ich allein hinterm Toilettenhäuschen, als plötzlich zwei Typen auftauchten. Einer rief: ´Die schwule Sau mach ich fertig!´ - und schoss."
    Das ist die Aussage die ihr aus der "BIld" Quelle zitiert. Das klingt doch nach einer ganz anderen Aussage wie ihr sie oben beschreibt.
    Von den Wahrheitsgehalt sind wir mal wieder hier Meilenweit entfernt. Eure Berichte waren schon mal besser rechachiert, einfach peinlich.

    Anm. d. Red.: In der Erklärung der Polizei von damals steht: "Der junge Mann traf nach seinen Angaben auf zwei ihm unbekannte Männer. (...) Nachdem er diese Männer angesprochen hatte, sei er unvermittelt niedergeschossen worden. "
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#3 moorn Anonym
  • 08.10.2010, 13:56h

  • Kann mich dem Kommentar oben nur Anschliessen! Hab Nacht's ja schon ein Mulmiges Gefühl wenn wirklich nur zum Pinkeln auf nem Parkplatz halte. Drum wenn's unbedingt sein muss geh ich nur nach an ner Raststätte und Zahl lieber dafür! Lieber 70 Cent fürs Pinkeln als ne Kugel im Kopf. Außerdem finde ich's einfach Ekelhaft in so einer Pissbude Sex zu haben, oder in nem Gestruepp dahinter!
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#4 Julek89
  • 08.10.2010, 13:59h
  • Und was lernen wir daraus:
    Homohass ist noch immer so groß und weit verbreitet, dass Manche dafür morden!
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#5 marc33ffm
  • 08.10.2010, 14:20h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Was sind denn geeignete Crusingareas? Vermutlich doch nur das Gebüsch von einer Polizeistation.

    Leider müssen wir immer und überall mit Gewalt und Angriffen rechnen. In Berlin gab es da ja in letzter Zeit zum Beispiel einge negative Ereignisse :-(
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 08.10.2010, 14:39h
  • Bezeichnend an der Darstellung bei "Aktenzeichen XY" war ja,

    dass der sich immer weiter verdichtende Verdacht eines Hassvebrechens gegen Schwule

    in keiner Weise angemessen thematisiert wurde.

    Dabei wäre gerade das dringend nötig in einem Land,

    das weiterhin die minimalen internationalen Standards eines demokratischen Rechtsstaates missachtet

    und des Hassverbrechens (einschließlich der Hassrede) kennt bzw. kennen will.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 eMANcipation*Anonym
#9 MichaelAS
#10 xapplexAnonym