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Routinemäßig verhaftet: Nikolai Aleksejew

In Moskau sind 40 Menschen bei einer unangemeldeten Demonstrationen für die Direktwahl des Bürgermeisters festgenommen worden - darunter auch Homo-Aktivist Nikolai Aleksejew.

Mehrere Dutzend Aktivisten forderten vor dem Sitz des Bürgermeisters eine Demokratisierung der russischen Gesellschaft und verteilten Flyer, in denen sie für die Versammlungsfreiheit warben, berichtet BCM. Derzeit wird der Bürgermeister ohne Beteiligung des Volkes vom Ministerpräsidenten eingesetzt. Der alte Bürgermeister Juri Luschkow, der die Stadt von 1992 bis September 2010 leitete, gilt als ausgewiesener Homo-Gegner, der sämtliche CSD-Paraden aus Prinzip verboten hat. Er war nach einem innenpolitischen Machtkampf abgesetzt worden (queer.de berichtete)

Aleksejew gehörte mit einem Menschenrechts- und einem Umweltaktivisten zu den Organisatoren der Demonstration. Die Aktion war, wie zuvor auch geplante CSD-Parden, von der Stadtverwaltung Moskau verboten worden.

Die Aktivisten sind nach Medienberichten erst von der Polizei umstellt und schließlich verhaftet worden. "Mehrere Polizisten haben mich über den Boden geschleift", erklärte Aleksejew, der in Gefängnisuniform gekleidet war und eine Maske mit den Zügen des ehemaligen Bürgermeisters Luschkow trug. Ihm droht nun eine Geldstrafe.

CSD-Organisator Aleksejew ist bereits mehrfach von den russischen Behörden festgenommen worden. Zuletzt wurde er im September am Moskauer Flughafen verhaftet worden (queer.de berichtete).

Erste Erfolge vor Gericht

Zuletzt haben Homo-Aktivisten jedoch Erfolge in Russland verzeichnen können: Vergangene Woche erklärte erstmals ein Gericht ein CSD-Verbot für rechtswidrig: Das Verwaltungsgericht St. Petersburg argumentierte, dass die zweitgrößte russische Stadt mit dem Verbot gegen die in der Verfassung garantierte Versammlungsfreiheit verstoßen habe (queer.de berichtete). Ein weiteres Gericht bestätigte diese Entscheidung am Montag und legte fest, dass eine CSD-Genehmigung bis zum 1. November ausgesprochen werden muss.

Zudem steht noch eine Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes aus. Hier sind bislang mehr als 150 Klagen gegen Russland anhängig, die sich mit dem Verbot von CSD-Paraden oder anderen schwul-lesbischen Veranstaltungen beschäftigt. Es wird erwartet, dass Straßburg am 21. Oktober eine Entscheidung fällen wird. Als Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention hat sich Russland verpflichtet, die Entscheidung der Richter zu akzeptieren. (dk)



#1 MarekAnonym
  • 13.10.2010, 16:02h
  • Ich bewundere den wirklich - egal, wie oft man den einsperrt, der lässt sich seinen Mund und seine Rechte nicht verbieten und kämpft unerschrocken weiter für Gay Rights!

    Wirklich bewundernswert!
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#2 atheistAnonym
  • 13.10.2010, 16:19h
  • MOSKAU, 13. Oktober (RIA Novosti).

    Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland kritisiert die „Propaganda von Homosexualität“, die in einigen europäischen Ländern betrieben werde.

    „Besorgnis erregend“ sei, dass einige Länder homosexuelle Beziehungen mit traditionellen Ehen nicht nur rechtlich gleichsetzen, sondern auch Propaganda dafür ermöglichen, sagte das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Mevlüt Cavusoglu, in Moskau.

    ........

    Traditionelle Religionen wie das Christentum, der Islam oder das Judentum werden laut Patriarch Kyrill „nie darauf verzichten, eine Sünde als Sünde zu bezeichnen“.

    de.rian.ru/society/20101013/257439272.html
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.10.2010, 17:58h
  • Das sind ja schon Zustände wie in China, Myanmar oder Nordkorea! Aber so sind Diktaturen halt!
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#4 Knueppel
  • 14.10.2010, 09:57h
  • Was Nikolai Alekseew an Schikanen und Anfeindungen in Kauf nimmt, nötigt mir Respekt ab!

    Es ist gut, immer wieder darüber zu berichten, damit dieser couragierte Gay-Aktivist nicht (mund-)tot gemacht wird.

    PS Nachdem ich in letzter Zeit die verschiedensten Schreibweisen (von Alexejew über Alekseev und jetzt Alekseew) gelesen haben, welche ist korrekt?
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#5 Алексе́ев Никола́йAnonym
#6 gukelAnonym
#7 Knueppel
  • 14.10.2010, 10:47h
  • @Алексе́ев Никола́й
    @gukel

    Re. Kommentare # 5 und 6

    Danke für's Feedback
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#8 Fiet BäqAnonym
#9 MoritzAnonym
  • 15.10.2010, 10:43h
  • Antwort auf #8 von Fiet Bäq
  • ich beklage mich immer, dass wir in Italien keine Rechte haben (stimmt ja auch)... aber es gibt halt doch viele Länder wo so ungemein schlimmer ist

    also Respekt für dieses couragierte Auftreten!!!
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