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  • 08. Juli 2004, noch kein Kommentar

Das Kommando Rothenberger reaktiviert alte Operetten und setzt sie in einen witzig-spritzigen Kontext. Sexy Mitglied Alexander ist eine besondere Augenweide!

Von Jan Gebauer

Mit stimmlicher Bravour und szenischem Einfallsreichtum wandert das Kölner Quintett Kommando Rothenberger (Lisa Glatz, Alicja Gulcz, Alexander Geller und Guido Sterzl unter der künstlerischen Leitung von Guido Preuß) auf dem schmalen Grat zwischen kabarettistischer Persiflage und kämpferischer Verteidigung ein vollkommen zu Unrecht verkanntes Genre – die Operette! Bei einer jeden Rettungsaktion, wie das Ensemble seine Auftritte selber nennt, wird eindeutig aufgezeigt, warum die Operette unbedingt gerettet werden muss und wie sie wirklich ist: rührend und emotional, politisch unkorrekt, intellektuell und trotzdem gut gemacht. Vor allem aber: Sehr modern. Ihr neuestes Stück "Anneliese – Der erste Kontakt" wird im Rahmen des Sommerblut-Festivals am 9. Juli im Kölner Theaterhaus Premiere haben. Sowohl "Anneliese" als auch das "Rothenberger" im Kommando-Namen ist eine Anspielung auf die legendäre Sopranistin Anneliese Rotherberger.

Nach dem außergewöhnlich erfolgreichen ersten Stück "rössl.wolfgang.see", das in den vergangenen zwei Jahren auf vielen renommierten Kleinkunstbühnen unter Anderem in Köln (Senftöpfchen, Theaterhaus), Bonn (Haus der Springmaus), Düsseldorf (Altstadtherbst) und München (Kleine Komödie am MaxII) gespielt wurde, widmet sich das Kommando Rothenberger in diesem Sommer nun der Raumfahrt. Bereits 1899 lies Paul Lincke in seiner Operette "Frau Luna" drei Herren aus einem Berliner Mansardenzimmer per Ballon zum Mond fliegen. Und das rund 70 Jahre vor der ersten Mondlandung. Nicht nur Operetten-Kenner, sondern auch Sci-Fi-Fans dürfen sich auf einige Reminiszenzen freuen. In "Anneliese - Der erste Kontakt" fügt das neu formierte Kommando Rothenberger Gassenhauer wie zum Beispiel "Das ist die Berliner Luft", "Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe" und "Glühwürmchen, Glühwürmchen funkle" zu einer furios-kabarettistischen Space-Operette zusammen. Wer gleichzeitig etwas schmachten möchte, sollte besonders Alexander Geller (Foto rechts) im Auge behalten.

8. Juli 2004, 14:05