Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12913

Am 20. Oktober wollen Aktivisten jungen schwulen Mobbingopfern gedenken, die sich das Leben genommen haben. (Bild: Facebook)

Das soziale Netzwerk Facebook hat versprochen, zukünftig gegen Kommentare vorzugehen, die Schwule und Lesben verunglimpfen.

Facebook-Pressesprecher Andrew Noyes sagte am Mittwoch zu, dass die Seite "eng mit der GLAAD und anderen schwul-lesbischen Organisationen bei zukünftigen Projekten zusammenarbeiten wird". Die Homo-Gruppe GLAAD, die Homophobie in den Massenmedien bekämpft, hatte zuvor an Facebook appelliert, härter gegen User der Seite vorzugehen, die Schwule und Lesben beleidigen.

Hintergrund der Beschwerden ist eine Selbstmordserie unter schwulen Jugendlichen in den USA, die zuvor auch mit Hilfe des Internets gemobbt worden sind. So brachte sich etwa ein 19-jähriger Student aus New Jersey um, nachdem er von einem Kommilitonen beim Sex mit einem anderen Mann gefilmt worden war - das Video war live im Internet übertragen worden (queer.de berichtete).

Homohasser missbrauchen Facebook für Mordfantasien

Facebook verpflichtete sich insbesondere, eine Seite genau zu überwachen, die den verstorbenen Opfern von Mobbing gewidmet ist. Hier waren in den letzten Wochen immer wieder homophobe Kommentare aufgetaucht - darunter Aussagen wie "Schwuchteln verdienen es, gelyncht zu werden".

"Es ist die Aufgabe von Eltern, Lehrern, aber auch von Organisationen wie GLAAD und Diensten wie Facebook, den Leuten verständlich zu machen,dass hasserfüllte Kommentare schädliche und lang anhaltende Auswirkungen haben können", sagte Facebook-Sprecher Noyes. Nun müsse man eine Balance finden zwischen der Meinungsfreiheit und dem Schutz der Leser, die Anrecht auf eine "sicheres und glaubwürdiges Facebook" haben. Man habe daher automatisierte Systeme eingerichtet, um schneller auf Verstöße gegen die guten Sitten reagieren zu können.

Homo-Aktivisten haben via Facebook für den 20. Oktober den "Spirit Day" ausgerufen, der an die Verstorbenen erinnern soll. In der Öffentlichkeit soll an diesem Tag violette Kleidung getragen werden, um auf die Opfer aufmerksam zu machen. Auf der Facebook-Seite haben bereits jetzt mehr als 800.000 Menschen zugesagt, sich an der Aktion zu beteiligen. (dk)



#1 lukeAnonym
  • 14.10.2010, 13:22h
  • Dass Facebook jetzt gegen Homophobie vorgeht ist gut.
    Das Schlimme ist jedoch, dass es jahrelang niemanden interessiert hat -und diejenigen die sich jetzt so betroffen geben in ein paar Wochen/ Monaten auch nicht mehr interessieren wird- gegen Homophobie vorzugehen, aber die Umstände scheinen jetzt jeden dazu zu bringen, das Betroffenheitsmäntelchen überzuziehen, Vereine zu gründen, Aktionen zu starten und und und...

    Aktionismus ist wichtig, dieser 'trendy' Aktionismus hilft im Endeffekt aber keinem wirklich weiter.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 freakingparizAnonym
  • 14.10.2010, 13:58h
  • Ohje. Die aktion ist super, aber was ich da so für kommentare in der gruppe lese, finde ich alles andere als toll. .. ist viel mehr eine mobbing gruppe als ein event mit ernstem hintergrund. ich kann die menschen einfach nicht verstehen, die dort solche bilder und dinge posten. :( sowas macht mich wirklich traurig. wenn facebook gegen diese leute vorgehen will, dann aber bitte schnell. da wird jede minute was intolerantes geschrieben!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FloAnonym
  • 14.10.2010, 14:47h
  • Da mussten aber erst mal verdammt viele Leute sterben und gequält werden, ehe die mal langsam aufwachen.

    Aber wenn ich mir so die Versprechungen von Facebook & Co in der Vergangenheit ansehe, sind das auch diesmal wieder nur große Worte, denen dann kaum Taten folgen. Und in ein paar Wochen ist das alles wieder vergessen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SideFX23
  • 14.10.2010, 14:57h
  • Ach was! Wenn man sich die Seite auf Facebook anschaut, dann wimmelt es dort nur von Homo-Hassern und die dürfen ganz ungestraft ihren ganzen Müll schreiben! Das scheint dort niemanden zu interessieren von facebook! Das ist doch lachhaft!

    www.facebook.com/#!/event.php?eid=122462384475928

    Was man dort liest (und sieht) ist nicht ganz normal und zeigt mal wieder mehr als einmal, das Menschen in den USA dümmer sind als alles andere was man sich vorstellen kann!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FacebookAnonym
  • 14.10.2010, 15:56h
  • Auf Facebook können bereits Kinder angeben ob sie an Männern oder Frauen interessiert sind und ob sie auf der Suche sind.
    Ist nicht Gayromeo ab 18 damit Jüngere "geschützt" werden?
    Gleichbereichtigt ist das nicht. Bei schwulen Inhalten wird immer kritischer bewertet.
    Warum ist Gayromeo eigentlich ab 18, in Deutschland kann man ab 16 poppen mit wem man will...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SchrottboykottAnonym
#7 Spaet aber immerhinAnonym
  • 14.10.2010, 17:42h

  • Das Facebook endlich Maßnahmen ergreifen will, istgrundsaetzlich zu begruessen. Ich habe aber Zweifel wie die das umsetzen werden. Und was wird genau herausgefiltert? Betrifft das alle Sprachen oder nur englische Kommentare?

    Bei den oft bigotten Amis fuerchte ich, werden am Ende Aussagen wie, wer schwul ist, brennt auf ewig in der Hoelle etc., mit Verweis auf die Religionsfreiheit wieder nicht herausgefiltert.

    Viele Teenies scheinen heute als "Probelauf" erst ein virtuelles Coming-out zu wagen, bevor sie sich in der Familie outen. Dass das dann in der Anonymitaet viel extremere, herabwuerdigendere Aussagen gemacht werden ist klar. Umso mehr muessen griffige, entschlossene Maßnahmen her. Dies nicht nur auf Facebook sondern zB auch auf You Tube. Dort gab es extrem homophobe Kommentare beispielsweise zur Pride in Belgrad. Da muss unbedingt auch was unternommen werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.10.2010, 19:33h
  • Gut, daß dem ein Riegel vorgsschoben wird! Wäre das früher geschehen, würden die auf dem Foto oben abgebildeten Verblichenen noch leben!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 AntifaschistAnonym
#10 richyAnonym
  • 15.10.2010, 20:54h
  • Antwort auf #7 von Spaet aber immerhin
  • "Dort gab es extrem homophobe Kommentare beispielsweise zur Pride in Belgrad. Da muss unbedingt auch was unternommen werden!"

    Von der Gay Parade direkt nach Genua

    www.20min.ch/news/ausland/story/27968469

    ... Der 30-Jährige gilt als Rädelsführer der Ausschreitungen in Genua und wird inzwischen nur noch Ivan der Schreckliche genannt. Dabei stammt der Serbe aus einer Mittelstandsfamilie in Belgrad.

    ....Der harte Kern dieser Gruppierungen ist immer bewaffnet und jederzeit bereit für einen Angriff, wie Szenekenner in den serbischen Medien erklärten. Ihre Wurzeln haben sie in den 90er-Jahren, heisst es weiter. Damals setzte das Regime von Slobodan Milosevic immer wieder die jungen Randalierer gegen die Opposition ein, später kamen sie auch gegen das Regime zum Einsatz. Nun scheinen sich nationalistische Strömungen die Ultras zum Werkzeug zu machen und sie im Kampf gegen den EU-Beitritt Serbiens einzusetzen. Ein Anhänger der Gruppierung bestätigte am Dienstag: «Wir sind keine Nazis, wir sind Nationalisten und damit gegen den EU-Beitritt Serbiens.»....
  • Antworten » | Direktlink »