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John McCain bei einem Wahlkampfauftritt 2008 (Bild: Chris Denbow / flickr / by 2.0)

Der frühere US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain hat erklärt, er würde das Ende des Homo-Verbots im Militär notfalls durch eine endlose Debatte im Senat verhindern.

In einem Interview mit dem Lokalsender KPNX aus Phoenix kritisierte US-Senator McCain die Entscheidung einer Richterin, die "Don't ask, don't tell"-Regelung auszusetzen (queer.de berichtete). Aufgrund dieses Gesetzes sind in den letzten 17 Jahren rund 14.000 schwule und lesbische Soldaten einzig wegen ihrer sexuellen Orientierung aus dem Militär entlassen worden. Die von Barack Obama parlamentarisch angestrebte Aufhebung nannte der 74-Jährige typisch für einen Präsidenten, der nichts vom Militär verstehe: "Der Präsident der Vereinigten Staaten hat keinerlei Erfahrung in Militärangelegenheiten", so McCain in einer in Arizona ausgestrahlten Talkshow. "In San Diego hat er zum Beispiel einen 'Corpsman' (Sanitäter) als 'Corpse' (Leiche) bezeichnet. Ich nehme an, er dachte wohl, er wäre im Film 'The Day of the Living Dead'". McCain ist überzeugt, dass Obama sich nur für die Aufhebung einsetze, weil er das der schwul-lesbischen Community versprochen habe.

"Filibustering" als Waffe gegen die Demokraten

Im Senat will McCain die Hetero-Armee verteidigen. Er werde notfalls als Filibuster die Abschaffung des Gesetzes verhindern. Filibuster sind Senatoren, die durch eine endlose Debatte eine Abstimmung im Parlament verhindern. Meist reicht allein die Drohung des "Filibustering" aus, um eine Gesetzesinitiative zu stoppen. McCain könnte nur die Redezeit entzogen werden, wenn sich eine Mehrheit von 60 der 100 Senatoren dafür ausspricht. Derzeit verfügen die Demokraten aber nur über eine Mehrheit von 59 Senatoren - und nach der Wahl verlieren laut Analysten mit Sicherheit einige der unbeliebten Demokraten ihren Sitz im Parlament.

Der ausdauerndste Filibuster war Senator Strom Thurmond aus South Carolina. Im Jahr 1957 hielt der Südstaatler 24 Stunden und 18 Minuten lang eine Rede. Er wollte - erfolglos - ein Bürgerrechtsgesetz verhindern, das Schwarzen das Wahlrecht garantiert.

Noch vor wenigen Jahren galt McCain als aufgeschlossener Republikaner, der sich für eine Aufhebung des Homo-Verbots im Militär aussprach. Seit seiner Präsidentschaftskandidatur 2008 ist er allerdings in dieser und anderen Fragen nach rechts gerückt, um eine konservative Wählerschicht zu erreichen. Auch im parteiinternen Vorwahlkampf musste er sich mit markigen Sprüchen gegen einen Kandidat der ultrakonservativen Tea Party durchsetzen. Bei der Wahl in zwei Wochen gilt sein Sieg bei der Bewerbung um eine fünfte Amtszeit als US-Senator als sicher. Bei der letzten Wahl 2004 konnte er sich mit 76 Prozent der Stimmen klar gegen seinen demokratischen Herausforderer durchsetzen. (dk)



#1 Timm JohannesAnonym
  • 19.10.2010, 14:48h
  • Na da zeigt sich also die hässliche Fratze von McCain. Gut das der nicht Präsident geworden ist und Barack Obama gewonnen hat.

    Wer also hier gegen Obama stänkert, der sollte sich in Erinnerung rufen, wer sonst auf dem Stuhl in Washington gesessen hätte.
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#2 darkon
  • 19.10.2010, 16:26h
  • Stimmmt.... ein Präsident der seine Wahlversprechen bricht ist natürlich viel besser.

    Sorry, aber wenn Obama auch nur einen Funken Anstand und Ehre hätte würde er angesichts seiner gebrochenen Wahlversprechen zumindest den Friedensnobelpreis wieder zurückgeben, damit er an jemanden der ihn verdient hat verliehen werden kann.
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#3 EumelAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.10.2010, 22:13h
  • Lieber Herr McCain, bewegen Sie Ihren Hintern so schnell wie möglich wieder in die Fabrik, damit die Produktion von Pommes & Co ja nicht ins Stocken gerät!
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#5 vingtans
  • 19.10.2010, 22:45h
  • "..weil er das der schwullesbischen community versprochen hatte"..

    Also nein, obama! sie wollen doch nicht wahlversprechen halten?!

    ach, die amerikanische demokratie hat sich seit ihrer gründung nicht weiterentwickelt,was soll man da als homo,pazifist,humanist oder weltverbesserer erwarten dürfen?

    die amis werden schon ihre rechnung für ihr fehlendes sozialverständnis erhalten und allein tragen müssen.
    bis dahin wird der amilebensstil verachtet und amiketten gemieden.

    fick dich apple,mcdonalds,subway,mtv,nestle und kraft food.
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#6 KameliendameEhemaliges Profil
#7 daVinci6667
  • 20.10.2010, 00:37h
  • "Der ausdauerndste Filibuster war Senator Strom Thurmond aus South Carolina. Im Jahr 1957 hielt der Südstaatler 24 Stunden und 18 Minuten lang eine Rede. Er wollte - erfolglos - ein Bürgerrechtsgesetz verhindern, das Schwarzen das Wahlrecht garantiert. "

    Und so wird es auch mit "Don't aks, don't tell" gehen. Was einfach so extrem falsch ist, kann auf lange Sicht keinen Bestand haben.

    52 Jahre sind vergangen bis einer, der nicht mal das Wahlrecht haben sollte, Präsident wurde. In spätestens 50 Jahren wird auch ein Schwuler US-Präsident sein und mit seinem First Gentleman ins weisse Haus einziehen!
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#8 stromboliProfil
  • 20.10.2010, 11:22hberlin
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • "Wer also hier gegen Obama stänkert, der sollte sich in Erinnerung rufen..."

    ja was wäre wenn...
    Hab ich mich auch gefragt:
    McCain und palin gewinnen , gäbe es dann eine tea party bewegung? Nach der wahl war palin ein witz der amerikanischen kurzzeitgeschichte.. wie agnew spiros seinerzeits.
    Eine minder bedarfte, mit beschränktem vokabular und eindeutigen defiziten im wirtschaftsdenken...
    Mit den selben eigenschaften ist sie nun zum sprachrohr der amerikanischen mittelschicht geworden!

    Der fundamentale rechtsruck ist doch auch aus der niederlage und der sich aufbauenden wut her zu erklären.
    Womöglich ( ich bin mir gefühlt fast sicher!) spielen da nun auch die verdrängten rassistischen motive eine rolle! Opposition aus verdrängten rassistischen beweggründen..
    Die schmach der wasp's , nicht mehr herr im "hause" sein zu können.
    Womöglich würde eine präsidentschaft H. clinton anders verlaufen, weil der rassistische ansatz wegfällt.
    Ein thema, dass schon in der vorwahlkampagne die "geister " beschäftigte.

    Bush vater hat 1990 eine erhöhung der reichensteuer von damals 27% auf 32 -33% durchgesetzt.. gegen die demokraten (!) und auch den zentralstaatlichen handlungsspielraum während seiner präsidensschaft erweitert.
    Alles dinge, die in seiner eigenen partei, sogar von seinem eigenen sohn, als teufelswerk betrachtet wird. Aber alles unter dem eindruck des 1' irakkrieges... ! Es erklärt sich also die rechtstendenz nicht aus der frage der sozialen "strömungen" ,sondern aus den interessenkoalitionen/konflikten der wirtschaft.

    Ist in zeiten der kapitalknappheit eine staatlich, aus steuermittel finanziertes sozialfürsorge- konzept "nützlich", oder wird so dem kapitalmarkt geld entzogen, dass im falle der privatvorsorge gelder in die anlegefonds pressen würde!
    Da wurde gekämpft! Nicht weil die werte der "persöhnlichen entscheidungsfreiheit" bedroht waren.. Das ist dumm-dreister werbeslogan wie freie bürger , freie fahrt.. mit den bekannten ergebnissen, wie man heute weiß!

    Die schwäche Obamas ist nicht die stärke der republikaner noch die der tea party bewegung, OIbamas schwäche ist seine eigene partei, seine eigenen wählerschaften, die ihn im regen stehen lassen!
    Also die "fratze" nicht personifizierbar wird, weil ein strukturelles phänomen der politischen landschaft USA!

    Es gibt aber eine schwäche Obamas, an der wir nicht vorbeireden dürfen: Er ist gefangener einer, bei links- moderaten immer wieder auftauchenden, alle- ins- boot- holen- wollen -masche.
    Dabei verliert er schon den konservativen flügel seiner eigenen partei , schwächt zudem die wahlchancen seiner liberalen mitkämpfer!
    Und spätestens als er sich zum präsidenten "aller amerikaner " ernannte, wird die politische zielrichtung gebrochen.. Da hätte er mal von Franklin D. Roosevelt lernen sollen, der seinen New Deal gegen die interessen der wirtschaft ausfocht ohne dabei die von ihm umworbenen arbeiter zu verlieren.

    Obamas kämpferischen fähigkeiten nützen der popolären -als auch- mentalität und leider bisher nicht dem -jetzt erst recht-durchsetzungswillen.
    Linke ideen müssen lernen sich durchzusetzen, nicht gleich beim ersten gegenwind einknicken und auf " vermittlunhgen" hoffen. Das machen uns die rechten allemal vor! Und wenns da nicht klappt, liegt es meist am inhaltlichen verbratenen leergut ala mehr netto vom brutto, die eine wirkliche "wende " verhindert. Also dummheit uns allenthalben schützt&

    Dann eben ein dauerwahlkampf.. !
    Die rechten haben das sehr wohl kapiert und setzen es derzeit erfolgreich um!
    Das macht die Obama -story so traurig für uns , aber auch für die sozialen bewegungen amerikas, die nun vor den scherbenhaufen der verschiedensten änderungsansätzen stehen.
    Nicht umsonst verlassen ihn hochkarätige mitarbeiter in den letzten wochen.. weil zu zögerlich!
    Wir stänkern also nicht mit dem guten, sondern bangen um die möglichkeiten, die verspielt werden!
    also nimm das organische gas wieder aus deinem aufgeblasenen ballon und komm runter auf den boden der tatsachen...
    We can change...
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#9 New OrleansAnonym
  • 20.10.2010, 13:04h
  • Filibuster

    Der Begriff wurde vom spanischen filibustero übernommen, wobei dieser Begriff vom französischen flibustier abgeleitet ist, das sich wiederum aus einer entstellten Aussprache des niederländischen vrijbuiter (Freibeuter) herleitet – gemeint waren damit ursprünglich die Piraten, die zwischen ca. 1680 und 1800 die Karibik zwischen Kuba und Nicaragua unsicher machten.

    Das ist aber schon eine Weile her und das Leben ging weiter. Die Piraten liessen sich auf Karibik-Inseln und an der Wallstrett nieder. Sie entwickelten zeitgemäßere Geschäftsideen.*

    Für Noch-Nicht-Opfer-Gruppen gibt es diesen Herbst daher den Kulturgenuß des bekömmlichen Grauens, als Film oder Buch.

    Wall Street - Geld schläft nicht

    oder

    für Lesekundige:

    "...Er war einer der Stars der Frankfurter Buchmesse und er wird als Buchautor so wichtig genommen, dass sich Barack Obama sein letztes Buch als Vorabexemplar in den Sommerurlaub schicken ließ: Jonathan Franzen. Sein aktueller Roman "Freiheit" steht seit Wochen auch in den deutschen Bestsellerlisten. Das Buch porträtiert eine Mittelklassefamilie in den USA. Viele Kritiker sehen es aber vor allem als kritische Zustandsbeschreibung der amerikanischen Gesellschaft am Anfang des dritten Jahrtausends.."

    ...oder für Freunde des Märchens und der Methapher
    (toxische Papiere und Werte)

    “Ein Eisenbahnunternehmen arbeitet verzweifelt daran, einen unbemannten, 800 Meter langen Zug mit hochentzündlichen Flüssigkeiten und giftigen Gasen als Ladung aufzuhalten, ehe eine ganze Stadt ausgelöscht wird. Ein erfahrener Zugführer (Denzel Washington) und ein junger Zugbegleiter (Chris Pine) jagen den Zug in einer anderen Lokomotive, um ihn unter Kontrolle zu bringen, bevor es zu spät ist.”

    Deutscher Kinostart von Unstoppable Außer Kontrolle ist am 11. November 2010.

    *Der lange Zug ( das pralle Leben)

    www.bayerngold-club.de/index.php?option=com_content&task=vie
    w&id=467&Itemid=171


    www.20min.ch/grafik/us-staatsverschuldung-1.gif
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