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Die USA sind neben der Türkei das einzige NATO-Land, das Homosexuelle als nicht wehrfähig ansieht. (Bild: DVIDSHUB / flickr / by 2.0)

Das US-Militär muss ab sofort Schwule und Lesben als Soldaten in seinen Reihen dulden - das Pentagon warnt, dass sich das aber bald wieder ändern kann.

Bundesrichterin Virginia Phillips hatte bereits vor einem Monat die "Don't ask, don't tell"-Regelung für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Am Dienstag lehnte sie eine Beschwerde des Verteidigungsministeriums gegen die Entscheidung ab, die damit vorläufig umgesetzt werden muss.

Es wird aber erwartet, dass die Obama-Regierung gegen das Urteil vorgehen wird (queer.de berichtete). Präsident Barack Obama hat zwar die Abschaffung des Homo-Verbots beschlossen, will diese aber auf parlamentarischem Wege erreichen und nicht über die Justiz. Bei einem Einspruch müsste sich ein Bundesberufungsgericht in San Francisco mit dem Fall beschäftigen.

Das Pentagon hat indessen die Streitkräfte angewiesen, niemanden mehr wegen seiner sexuellen Orientierung zu entlassen. Von 1994 bis vor kurzem durfte das Militär im Sinne der "Don't ask, don't tell"-Regelung jeden Soldaten fristlos feuern, wenn es von dessen Homosexualität erfuhr.

Schwule müssen bei Musterung akzeptiert werden


Leutnant Dan Choi wurde 2009 wegen seiner sexuellen Orientierung aus dem Militär entlassen. (Bild: Wiki Commons / SeanMD80 / CC-BY-SA-3.0GFDL)

Jetzt versucht das Verteidigungsministerium einen Spagat: Es warnt seine Soldaten davor, "das Verhalten zu verändern", wie Pentagon-Sprecherin Cynthia Smith erklärte. Denn wenn "Don't ask, don't tell" wieder in Kraft gesetzt würde, könnte das Militär Soldaten wieder verfolgen, sofern es Kenntnis über deren sexuelle Orientierung hat. Allerdings dürfen die Streitkräfte gegenwärtig nicht mehr gegen Homosexuelle diskriminieren: "Bei der Musterung müssen Anträge von offen schwulen oder lesbisch lebenden Bewerbern angenommen werden", so Smith am Dienstag.

Der frühere Soldat Dan Choi bestätigte die neue "Offenheit": Am Dienstag erklärte er via Twitter, er habe einen Antrag auf Wiedereinstellung in einem Rekrutierungszentrum gestellt. Choi ist im vergangenen Jahr entlassen worden, nachdem er offen über seine Homosexualität gesprochen hatte (queer.de berichtete). Eine Einschränkung gab es für den 29-jährigen ehemaligen Elitesoldaten jedoch: "Ich bin scheinbar schon zu alt für die Marineinfanterie. Habe aber gerade einen Antrag für die US-Armee ausgefüllt".

Umfragen zufolge sind drei von vier Amerikanern für eine Aufhebung des Homo-Verbots im Militär. Die oppositionellen Republikaner sprechen sich aber strikt gegen die Abschaffung von "Don't ask, don't tell" aus.
Im September blockierten sie einen Gesetzentwurf im Senat (queer.de berichtete). Nach Ansicht vieler konservativer Politiker würden offen lebende Schwule und Lesben die Zusammenhalt in der Truppe gefährden. (dk)



#1 daVinci6667
  • 20.10.2010, 16:16h
  • In den meisten westlichen Ländern sind offen schwule und lesbische Soldaten längst Alltag. Haben denn die Amis nicht mal die Fähigkeit auf die andere Seite des Teichs rüberzuschauen? Die Moral und der Zusammenhalt der Truppe hat andernorts ja auch keinen Schaden genommen.

    Obama sollte mal die nächsten Wahlen abwarten. Wenn er wider Erwarten über 60 Sitze bekommen sollte, kann er die Abschaffung auf parlamentarischem Wege duchsetzen. Ansonsten soll er einfach den Richterspruch akzeptieren. Tut er dies nicht, werden wohl viele GLBT's bei den nächsten Präsidentschaftswahlen zu recht zu Hause bleiben!
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#2 FloAnonym
  • 20.10.2010, 16:57h
  • Immer dieses Hin und Her...

    Und die versuchen tatsächlich noch Leuten weiszumachen, sie seien demokratisch und rechtsstaatlich!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Roman BolligerAnonym
#5 wARMBRUSTAnonym