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Auf der Website der Islamisten wird die Veranstaltung trotz der Absage weiterhin abgekündigt. (Bild: Screenshot)

Der LSVD und ein Großteil der Berliner Moscheen haben sich gegen den Auftritt von drei islamistischen Hasspredigern gewehrt - das für Samstag geplante Seminar wurde nun abgesagt.

Die Islamisten Abu Dujana, Abdullatif und Ibrahim Abou-Nagie von der Gruppe "Die wahre Religion" werben für den bewaffneten Heiligen Krieg und beschimpfen in ihren Predigten insbesondere Homosexuelle. Am Samstag sollte das Seminar mit den drei Männer in der Bangladesch-Moschee Baitul Mukarram im Neuköllner Schillerkiez stattfinden. Von den Protesten beeindruckt gab die Moscheeleitung am Freitag aber bekannt, dass den drei Predigern ab sofort Hausverbot erteilt worden sei: "Wir wollen mit diesen Leuten und ihrer radikalen Ideologie nichts zu tun haben", erklärte das Vorstandsmitglied der Moschee Akul Miah. Er sagte, dass die Veranstaltung nie offiziell genehmigt worden sei und die Prediger die geforderten Einzelheiten über den Inhalt des Seminars nie übermittelt hätten.

LSVD will mit Moscheen zusammenarbeiten

"Insbesondere für Homosexuelle sind solche Hasspredigten unerträglich", erklärte dazu Jörg Steinert, der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg. "Muslime und Nicht-Muslime müssen sich gemeinsam gegen den Islamismus wenden. Ein friedliches, respektvolles Miteinander gilt es zu verteidigen." Um erfolgreich gegen Hassprediger vorzugehen, befindet sich der LSVD in einem "interkulturellen Dialog mit mehreren Berliner Moscheen", so Steinert weiter. Dieser Dialog werde in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und intensiviert.

Auch Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) begrüßte die Absage: "Die drei im Internet angekündigten Prediger missbrauchen ihre Religion, in dem sie alle Nicht-Muslime aber auch alle Muslime, die nicht ihrer Meinung sind, als Ungläubige diffamieren", sagte Körting nach Angaben des "Tagespiegels". (dk)



#1 vingtans
#2 sylviafeeProfil
  • 22.10.2010, 17:02hBerlin
  • Deswegen wird es bei aller Religionsfreiheit auch Zeit, die Koran Schulen "öffentlich zu machen" Ansonsten zu verbieten aus die Maus.
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#3 AntifaschistaAnonym
  • 22.10.2010, 18:34h
  • @sylviafee: Mit Verboten erreichst Du nichts - dann wird das klamheimlich propagiert.

    "....und ein Großteil der Moscheen"

    Nun soll doch noch einmal einer was blödes sagen!
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#4 Mister_Jackpot
  • 22.10.2010, 19:02h
  • Antwort auf #2 von sylviafee
  • Nur lässt sich das nicht so einfach lösen, denn extremen Hass gibt es auf Seiten ALLER Religionen gegen Homosexualität...der einzige Unterschied ist, dass wir uns in Mitteleuropa gegen!!!!! die christliche Kirche emanzipiert haben, d.h. Trennung von Kirche und Staat. Könnte der Papst wie er wollte (wie im Mittelalter noch übich!), würde auch er genauso wie Imame aus dem Islam oder jüdisch orthodoxe Rabbis Homosexualität wieder unter Strafe stellen.
    Ich finds immer lustig, wenn wir als Argument gegen muslimische Einwanderung immer deren Religion nehmen....und dann auch noch sagen, dass wir unsere Offenheit der christlich-abendländischen Kultur zu verdanken haben! Dass ich nicht lache.....wir haben unsere Offenheit ja grad gegen die christlich-abendländische Kultur erst erkämpfen müssen.....das vergessen viele wenn sie denken sie seien im Christentum eher akzeptiert als im Islam oder Judentum....alle Vertreter der drei monotheistischen Weltreligionen vertreten die selbe Meinung gegenüber Homosexuellen.....leider und daher fühle ich mich weder dem Christentum noch sonst irgendeiner Religion verbunden. Das einzige was mich verbindet ist vielleicht, dass ich rein zufällig in Mitteleuropa geboren wurde...das wars aber auch schon. Ich sag das alles auch auf die Gefahr hin, dass ich hier wohl so einige rote Kästchen bekomme, aber ich steh zu allem was ich geschrieben habe ganz klar....

    Und bitte bitte bitte kommt mir nicht mit irgednwelchen kleinen Teilen der evangelischen Kirche als Gegenargument....die sind am Ende nämlich nicht viel weniger homophob (auch wenn sie sichs manchmal selbst einbilden! LOL)...

    Zum eigentlichen Thema muss ich aber sagen, dass es richtig war hier im konkreten Fall Protest einzulegen. Hassprediger egal aus welcher Religion sollten nicht die Möglichkeit bekommen ihren Mist zu verbreiten.
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#6 herve64Profil
  • 22.10.2010, 20:31hMünchen
  • So weit, so gut. Was mir generell nicht gefällt, ist der Begriff "Islamismus", da es sich bei dessen selbsternannten Vertretern lediglich um Krawallmacher handelt, die den Islam dazu missbrauchen, ihre Gewalt- und Allmachtsphantasien auszuleben. Und wie wir gerade an diesem Beispiel sehen haben ihre Motive in Wirklichkeit nichts, aber auch gar nichts mit dem Islam zu tun. Genauso wenig übrigens wie die selbsternannten "Statthalter Christi auf Erden" und ähnliche Subjekte, die sich ein Dasein als Gottes Bodenpersonal anmaßen, etwas mit dem christlichen Glauben per se zu tun haben.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Mister_Jackpot
  • 22.10.2010, 21:29h
  • Antwort auf #6 von herve64
  • Ich empfehle in diesem Zusammenhang wirklich mal zumindest teilweise den Koran zu lesen.Rein aus wissenschaftlicher Sicht ist es interessant wie sehr sich doch Bibel und Koran gleichen. Der einzige markante Unterschied ist eigentlich, dass es im Koran keinen Gottessohn gibt und das wird auch ausdrücklich abgelehnt. Ich denke hieraus wird abgeleitet, dass Muslime im Glauben unbarmehrziger sind als z.B. Jesus beeinflusste Christen. Im Koran wird Allah über alles gestellt und im neuen Testament stirbt Jesus ja für die Sünden aller....im Islam hingegen liegt das allein in Allahs Hand. Aber wenn man den Begriff Allah einfach durch Gott ersetzt, dann kommt es einem so vor, als ob ein und derselbe Gott gemeint ist....das merkt man auch daran, dass die ganze Hergangsgeschichte, die im Koran geschildert wird bei Adam beginnt und dann über Noah bis hin zu Abrahams Stamm geht.
    Ich empfinde es irgendwie so als sei der Islam als andere Auslegung des Gottesglaubens an den "einen" Gott überhaupt gemeint war und diese Auslegung wirkt einfach ähnlich wie die Thora also das alte Testament ohne Jesus. Ich denke das ist der zentrale Streitpunkt.....es ist schon erstaunlich wie sich ein solcher Konflikt darüber ob es nun einen Gottesohn gab/gibt in derartige Religionskämpfe über Jahrtausende ausarten konnte.
    Interresant ist übrigens auch, dass ich über Homosexualität bis jetzt im Koran noch nichts finden konnte...aber ich bin auch noch nicht ganz durch! Keine Sorge ich werd jetzt nicht zum Islamist oder so! LOL
    Ich finde es nur wichtig sich mit den Dingen zu beschäftigen vor denen wir solche Angst haben. Wie gesagt der Koran stammt aus derselben Quelle wie die Bibel.....die einzelnen Glaubensrichtungen haben sich ja dann erst über Jahrhunderte entwickelt.
    Wenn man das historisch betrachtet war die Gottesfürchtigkeit dieser Zeit entscheidend für diese Entwicklungen. Ob man die moralischen Standards beider Bücher heute noch so anwenden kann ist dabei fraglich.
    Nur wird ein Muslim sagen, dass man gar keine "Zweifel" haben darf über die Wörtlichkeit der Koran Suren....genauso ist ja auch der Zweifel im christlichen Glauben eine Sünde. Trotzdem kann man die Suren wirklich interpretieren...genauso wie Bibelverse auch.
    Wenn in der Bibel stand dass man als Mann nicht bei einem Manne liegen solle wie bei einer Frau sagt das ja nichts über Homosexualität aus....schliesslich ist Homosexualität ja etwas anderes als Heterosexualität. Man soll mit dme Mann halt nicht so schlafen als sei es eine Frau....aber es wird nicht davon gesprochen dass man nicht mit einem Mann schlafen darf so wie ein Mann es halt mit einem Mann tut. Sehr kompliziert, aber Auslegungssache. Deswegen verstehe ich auch die Gelehrten der verschiedenen Religionen nicht, dass sie sich hier hinstellen und einem sagen "wie" es angeblich gemeint ist.
    Ohje da hab ich jetzt aber fast ne Dissertation geschrieben wie? LOL
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#9 mag gar keine ReligionenAnonym
  • 22.10.2010, 22:06h

  • Antwort an # 8
    Schoen dass du Zeit hast dich so eingehend mit Religionen zu bechaeftigen. Ich jedenfalls wusste besseres zu tun....

    Ich hab mal gelesen, dass in der Sprache Jesu dannzumal das Wort fuer Mann und Knabe identisch seien. Desshalb heißt es in Luther-Bibeln auch, "du sollst nicht bei einem Knaben liegen, wie bei einer Frau".

    Obwohl ich es bescheuert finde, wie Leute mit normalem Verstand ihr Leben nach irgendwelchen Maerchenbuechern die vor 2000 Jahren geschrieben wurden, ausrichten koennen, fand ich das doch ganz interessant. Wuerde darin stehen, "du sollst deines naechsten Glied liebkosen wie dein eigenes" faende ich diese Buecher vielleicht interessanter...
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#10 herve64Profil
  • 23.10.2010, 11:01hMünchen
  • Antwort auf #8 von Mister_Jackpot
  • Du wirst auch in den vier Evangelien nichts über Homosexualität finden. Die ganze Homophobie hat sich im Neuen Testament erst durch den Apostel Paulus und seine Briefe manifestiert. Nicht vergessen: zuerst verfolgte er die neue Religionsgemeinschaft unter dem Namen Saulus, dann hatte er angeblich irgendwie eine Offenbarung und setzte die fanatischen Anwandlungen der Hohepriester in dieser Religion durch (man könnte auch von Unterwanderung sprechen), und insofern ist es nur Recht und billig, ihn als Vorgänger der sog. Islamisten im christlichen Bereich anzusehen.
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