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Ein Demonstrationsteilnehmer bei der Schweigeminute für die Opfer von homofeindlichen Übergriffen. (Bild: Steve Punter / flickr / by-sa 2.0)

Am Samstagabend haben sich in der britischen Hauptstadt am Trafalgar Square 2.000 Menschen versammelt, um gegen die steigende Zahl der Übergriffe gegen Schwule und Lesben zu protestieren.

Die Teilnehmer, von denen viele in einem Drag-Kostüm gekommen waren, zündeten Kerzen an. Zudem gab es Auftritte eines schwulen Orchesters und eines Homo-Chores. An der Veranstaltung nahm auch Lynne Featherstone, die Staatssekretärin für Gleichberechtigung, teil. Auch der stellvertretende Londoner Bürgermeister Richard Barns sowie der Neffe des ermordeten amerikanischen Homo-Aktivisten Harvey Milk waren für die Protestkundgebung an den Platz im Zentrum Londons gekommen.

Die Demonstranten erinnerten an Ian Baynham, der vor einem Jahr von Homo-Hassern in der britischen Hauptstadt von drei 18- und 19-jährigen Teenagern zu Tode geprügelt wurde (queer.de berichtete). Wie die Londoner Polizei mitteilte, wurden in der Stadt von März 2009 bis April 2010 insgesamt 1.336 homophob motivierte Übergriffe registriert. Diese Zahl sei in den letzten Jahren gestiegen, erklärte die Metropolitan Police.

Staatssekretärin fordert: "Hassverbrechen ausrotten"


Staatssekretärin Lynne Featherstone (Bild: UK Home Office)

"Wir werden Hassverbrechen ausrotten, wann auch immer und wo auch immer diese begangen werden", verspricht Staatssekretärin Featherstone bei einer Rede vor den Demonstranten. Sie ist Mitglied der Liberaldemokraten, die als homofreundlichste der drei großen englischen Parteien gelten. "Weil wir wissen, dass wir noch viele Menschen überzeugen müssen, arbeiten wir in Schulen und anderen Bereichen der Gesellschaft daran, die Einstellungen zu ändern, die für diese schrecklichen Gewaltausbrüche verantwortlich sind", sagte die 48-Jährige weiter.

Nach dem Mord an Baynham waren im vergangenen Jahr 6.000 Menschen in London und 1.500 in Liverpool gegen Hassverbrechen auf die Straße gegangen (queer.de berichtete). (dk)



#1 FloAnonym
  • 25.10.2010, 16:50h
  • Das Problem ist:
    solange Politik und Kirchen uns weiter diskriminieren, entsteht ein gesellschaftliches Klima der Diskriminierung, dass dann auch Gewalt zur Folge hat.

    Übrigens:
    das gilt nicht nur für offene Diskriminierung, sondern auch für versteckte:

    Die wenigsten Politiker werden zugeben, dass sie uns hassen (Politiker geben selten etwas zu). Aber alleine schon, wenn man uns nicht vollkommen zu 100% gleichstellt, ist das schon Diskriminierung genug!!

    (Bsp: die FDP, die uns immer gerne umgarnt, aber gleichzeitig erklärt, warum sie nicht die Ehe öffnen will, uns nicht in Art. 3 GG aufnehmen will, etc.)

    Und sowas schafft dann ein gesellschaftliches Klima, dass Mobbing, Hassverbrechen, etc. erst möglich macht.
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#2 diberalemokratAnonym
  • 25.10.2010, 18:04h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Mobbing, Hassverbechen !

    Und die Dummheit, die Dummheit !!!!

    In Großbritannien beschlossen die Liberaldemokraten, unter Mithilfe von Staatssekretärin Lynne Featherstone, durch
    sozialen Mega-Kahlschlag die Turbo-Zucht homophober Milieus.

    Weiterhin wird von den Liberaldemokraten aktiv an Blockaden von Bildungschancen und an der Ausgrenzung auch sehr vieler schwuler Jugendlicher von höheren Bildungswegen gearbeitet.

    Ernsthafte Bedenken an dem Ausgrenzungsvorhaben äußern vor allem Hochschullehrer. "Eine Erhöhung der Studiengebühren würde die Höhere Bildung im Vereinigten Königreich ernsthaft schädigen", sagt Mary Bousted vom Lehrer- und Dozentenverband.

    Die Studierenden werden dann mit hohen Schulden belastet und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen werden entmutigt, überhaupt erst zur Uni zu gehen.

    Auch Sally Hunt vom britischen Universitätsverband sieht Familien mit wenig Geld benachteiligt. "Manche Eltern müssen sogar entscheiden, welches ihrer Kinder sie zur Uni schicken."

    Knapp 14.000 Euro (12.000 britische Pfund) könnte das Studium in Oxford oder Cambridge dann kosten – im Jahr.

    Für drei Jahre Bachelorstudium müsste der Studierende demnach rund 42.000 Euro (36.000 Pfund) berappen.

    Andere Unis würden laut dem Bericht mindestens das Doppelte des bisherigen Betrages veranschlagen: etwa 8000 Euro im Jahr. Das ist etwa acht Mal so viel wie in Deutschland, wenn man von den meist üblichen rund 500 Euro Studiengebühren pro Semester ausgeht.

    Zudem soll es keine finanzielle Obergrenze mehr an britischen Universitäten geben. Jede Hochschule könnte dann selbst entscheiden, wie stark sie die Ausgrenzung gestalten will.

    Mal was ganz anderes.

    Kannst du dir einen Reim darauf machen, wer ein Interesse daran haben könnte, den Eindruck zu erwecken, die Grünen hätten sich für Liz Mohn und Friede Springer entschieden?

    Könnte es umgekehrt sein? Und warum?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 JashaAnonym
#5 stromboliProfil
  • 26.10.2010, 08:43hberlin
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • noch nie was von prioritäten gehört??
    ach wer sagts denn... "Die Gleichstellung in der Einkommenssteuer ist auf Platz 1 der homopolitischen Forderungen im Jahre 2010/2011." (
    www.queer.de/detail.php?article_id=12985
    )
    das ist die politische linie in diesem unseren lande.. da können auch leute verrecken wenns nur den eigenen säckel füllt!

    Mit solchen leuten füllst du vieleicht einen bankschalter , keine strassen... &
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#6 stromboliProfil
#7 Albaboy