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Piusbrüder demonstrieren beim CSD in Stuttgart gegen Homo-Rechte. (Bild: Guido Klein)

Die katholische Pius-Bruderschaft hat dem "extremistischen" grünen Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck den Rücktritt nahegelegt.

Pater Franz Schmidberger, der Chef der deutschen Pius-Bruderschaft, sagte der Nachrichtenagentur DAPD, dass nicht seine Priestervereinigung verfassungsfeindliche Ziele verfolge, sondern "Menschen wie Volker Beck, die sich erlauben, eine katholische Ordensgemeinschaft dem rechtsradikalen Milieu zuzurechnen". Der Bundestagsabgeordnete wolle nach Ansicht von Schmidberger eine "Gesinnungsdiktatur" errichten und greife damit in die im Grundgesetz garantierte Glaubensfreiheit an.

Außerdem habe Beck mit einer "bundesweit inszenierten Kampagne" das Lebenspartnerschaftsgesetz durchgesetzt, das gegen den besonderen Schutz der Familie verstoße. "Als Konsequenz möchten wir Herrn Volker Beck den Rücktritt von allen seinen politischen Ämtern vorschlagen", erklärte der 64-jährige katholische Priester.

Beck hatte zuvor dafür geworben, die Piusbruderschaft vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung bezweifelte aber, ob die christliche Vereinigung eine extremistische Ausrichtung besitzt (queer.de berichtete).

Vereinigung aus Homo-Hassern und Holocaust-Leugnern


Volker Beck (Grüne)

Die 1988 aus der katholischen Kirche ausgestoßene Tradtionsvereinigung wurde erst im vergangenen Jahr von Papst Benedikt XVI. rehabilitiert (queer.de berichtete). Das führte zu Kritik, da der britische Pius-Weihbischof Richard Williamson seit Jahren offen den Holocaust leugnet. Die Staatsanwaltschaft Regensburg verurteilte ihn wegen einer entsprechenden Äusserung zu einer Geldstrafe - seinen Bischofsposten durfte Williamson aber behalten.

Die Piusbrüder fordern ein Totalverbot von Homosexualität. In den letzten Jahren hat die Pius-Bruderschaft deshalb beim CSD Stuttgart Gegendemonstrationen organisiert, auf der die Gläubigen Schilder mit Aufschriften wie "Rettet Kinder vor Perversion" trugen (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

27 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 26.10.2010, 15:26h
  • Wenn sich die Kirche in die Politik einmischt, ist das im Zweifel nie gut. Ich schlage der Piusbruderschaft vor, gern im Irak oder wahlweise im Iran ihrer Missioniertätigkeit nachzukommen und die Bevölkerung dort mit Bibeln zu bekehren.
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#2 Knueppel
  • 26.10.2010, 15:35h
  • Diese christilichen "Fundamentalisten" mit ihren "absurden" Behauptungen und irrealen Ängsten und Phobien haben mir heute gerade noch zu meinem Glück gefehlt

    Nach ein wenig "Holocaustleugnen", "Untergang von christlichem Abendland und Sitte und Anstand Beschwörung" nun also wieder einmal deren Lieblingsfeinde: WIR!

    Solange der Papst sich nicht wieder von diesem "dümmlich-hinterwälderischen" Verein distanziert (das wird er nicht), sollten sich Katholiken vielleicht ein Vorbild an ihren finnischen (evangelischen) Glaubensbrüdern nehmen:

    "In Finnland sind binnen einer Woche rund 20.000 Menschen aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche ausgetreten, nachdem sich christliche Repräsentanten in einer Talkshow gegen Homo-Rechte ausgesprochen haben ..."
    Quelle:
    www.queer.de/detail.php?article_id=12946
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#3 carolo
  • 26.10.2010, 15:48h
  • Ein gutes hatte die olle Sowjetunion: wenn die Pfaffen da die Klappe aufgrissen haben, bekamen sie ne einfache Fahrt mit der Transsibirischen spendiert und schon war wieder Ruhe.
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#4 Fred i.BkkAnonym
  • 26.10.2010, 15:50h
  • ...ich kann diesen widerlichen Menschen nur empfehlen...ab in den naechsten Flieger ..alle nach Topeko Kansas ...Pastor Phelps mit seiner
    bekloppten Inzuchtfamilie (Gemeinde) ..erwartet Euch sehnlichst....

    seht dazu die Beitraege unter: Fred Phelps bei Youtub an

    .....normaler weise sollte man euch Piusbrueder jagen,dass ihr die Schuhe verliert......Dresche waere angebracht...aber man darf ja nicht zu Gewalttaten aufrufen....
    Verdient haettet ihr das . sicherlich.

    Fredi BKK
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#5 I.Ramos GarciaAnonym
#6 BenniAnonym
  • 26.10.2010, 16:01h
  • "Die Piusbrüder fordern ein Totalverbot von Homosexualität. In den letzten Jahren hat die Pius-Bruderschaft deshalb beim CSD Stuttgart Gegendemonstrationen organisiert, auf der die Gläubigen Schilder mit Aufschriften wie "Rettet Kinder vor Perversion" trugen"

    Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen das die Pius-Brüder Comedian sind und reine Satire betreiben.
    Wenn man Kinder vor Perversion retten soll, dann vor katholischen streng Gläubigen wie den Piusbrüdern selbst, die mit ihrem eigenen Leben nicht klar kommen und deswegen gegen uns Homosexuelle hetzen.
    Die Plakate an sich sind also ganz ok, nur das hier der Adressat gleichzeitig der Absender ist, kapieren die Brüderchen nicht.

    Das ich hier lese das Herr Beck gegen diese Gruppierung angeht, macht ihn für mich noch mal sympatischer. Und eine Rücktrittsforderung von der Pius-Bruderschaft sollte er als Ehre ansehen, weil es zeigt für was man als Politiker steht und für was nicht. Ernst nimmt so eine Forderung eh keiner, weil wer nimmt die Pius- Brüder schon ernst?
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#7 CarstenFfm
#8 Timm JohannesAnonym
  • 26.10.2010, 16:54h
  • Gerade in den Reihen der Piusbrüder verbergen sich viele rechtsradikale Männer.

    Und wenn hier schon solche Äußerungen von den Piusbrüdern getätigt werden, so sollte dieser katholo-fundamentalistische Verein dringend vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

    ---
    Entweder ganz aus den Kirchen raus und Atheist/Agnostiker sein, oder halt Mitglied in einer liberaleren, christlichen Kirche werden: empehlenswert sind hier die Altkatholiken, die Metropolitan Community Church oder die reformierten, unierten, lutherischen Kirchen. Bei letzteren aber muss man schon wieder aufpassen, denn es gibt sehr unterschiedliche lutherische Kirchen: beispielsweise ist die lutherische Schwedische Kirche mit der offen lesbischen Bischöfin Eva Brunne und der Erlaubnis zur kirchlichen Trauung von homosexuellen Paaren klar zu unterscheiden von der Lutheran Missouri Synode oder der kleinen lutherischen Freikirche SELK.

    Daher Augen auf und sich genau anschauen, in welcher Kirche man/frau beheimatet ist.
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#9 jojoAnonym
  • 26.10.2010, 17:31h
  • schon klar...

    es ist sooo gemein, anderen extremismus zu unterstellen, das ist nämlich reiner extremismus, wenn man sowas macht! der volker sagt, wir sind doof, dabei ist der selber noch ganz viel doofer, der volker! nänänänänä!

    *gacker*

    das urkomische an der sache ist ja, dass die gar nicht merken, wie sie sich mit jedem einzelnen satz zum vollkasper machen. kinder "vor perversion retten"? aber sofort, fangen wir mit den schulen und internaten der piusbrüder an!
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#10 jojoAnonym