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Kann denn Eiskrem Sünde sein? (Bild: Antonio Federici Gelato Italiano)

In Großbritannien ist ein Werbeplakat verboten worden, auf dem ein Priesterpaar mit Eiscreme in der Hand die Liebe zueinander entdeckt - die Reklame verletze religiöse Gefühle.

Das entschied die Advertising Standards Authority (ASA), die Selbstkontrolle der Werbeindustrie. "Wir denken, dass sich die sexualisierte Darstellung von zwei Priestern unter Umständen über den Glauben von Katholiken lustig macht und daher manche Leser beleidigen könnte", erklärte die ASA in einer Stellungnahme. Insgesamt hätten sich sechs Menschen über die Werbung beschwert. Seine Werbung darf der Eishersteller Antonio Federici in Großbritannien nun nicht mehr veröffentlichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Antonio Federici ein Verbot kassiert. Letzten Monat hatte die ASA eine Werbung der Firma verboten, die eine schwangere Nonne beim Konsum von Eiscreme zeigt. Und vor einem Jahr untersagte die Selbstkontrolle ein Plakat, auf dem ein Pfarrer und eine Nonne gerade zum Kuss ansetzten.

Eishersteller: "Bornierte Minderheit" darf Entscheidungen treffen


Diese Werbung ist bereits vor einem Jahr verboten worden. (Bild: Antonio Federici Gelato Italiano)

Matt O'Connor, der Werbeleiter für den Eis-Hersteller, zeigte sich enttäuscht über das Werbeverbot: "Nur ganz wenige Menschen, die das Werbeplakat gesehen haben, haben sich darüber aufgeregt. Diese bornierte Minderheit kann nun entscheiden, was die Mehrheit sehen darf", so O'Connor. Zuvor hatte die Eisfirma argumentiert, dass ihr Produkt eine "verbotene italienische Verführung" sei - und daher hervorragend zum Thema Priester passe. Man sei schließlich selbst eine katholische Firma, die lediglich die aktuellen Entwicklungen im Vatikan kommentieren möchte.

Katholische Vertreter ließen sich von dieser Interpretation nicht beeindrucken: Der frühere katholische Bischof John Jukes hatte bereits vor zwei Monaten erklärt, die Werbung sei ein Symptom für den größer werdenden Hass auf Gläubige. "Das fügt sich ein in die heftiger werdenden Angriffe auf religiöse Meinungen und religiöse Menschen und ist eine Gefahr für unsere Kultur", sagte der 87-Jährige. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 goddamn. liberalAnonym
  • 27.10.2010, 17:24h
  • Wer schützt eigentlich meine Gefühle vor religiöser Herabsetzung durch Overbeck, Parzany u. Co.?
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#2 stephan
  • 27.10.2010, 18:02h
  • Die Entscheidung ist grundfalsch!

    Ich finde diese religiösen Spießer zum Kotzen und es ist einer der schlechtesten Charakterzüge die man haben kann: Austeilen und nicht einstecken können!

    Bei ihrer Schwulenhetze sind diese Menschen und die staatlichen Stellen weniger sensibel, aber da verletzt es ja auch keine religiösen Gefühle.

    Ich wäre dafür die Gay-Community zur Religionsgemeinschaft zu erklären, damit endlich die gleichen Maßstäbe gelten ...

    ... ne, besser doch nicht ... mit Indoktrination und Dogmen, mit denen es die Kirchen zu tun haben, und mit derartigen Menschen möchte ich mich nicht gemein machen. Das beleidigt nämlich mich - insbesondere meinen Verstand!

    Es sind einfach Spinner!
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#3 FloAnonym
  • 27.10.2010, 18:15h
  • Es schockiert mich, dass so ein kleines Gremium ohne jede demokratische Legitimation und jede externe Kontrolle Meinungsfreiheit faktisch abschaffen kann, sobald man an der Kirche Kritik übt...
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#4 MarekAnonym
  • 27.10.2010, 18:22h
  • Leider herrscht ja auch in Deutschland nach wie vor keine echte Meinungsfreiheit, sobald es um die Kirche geht. So gibt es z.B. nach wie vor, diesen Paragraphen (ich hab die Nummer nicht im Kopf), der Äußerungen über Kirche und Religion stärker einschränkt als andere Meinungsäußerungen.

    Ein weiterer trauriger Beleg dafür, dass es auch in Deutschland keine Neutralität des Staates und keine echte Trennung von Staat und Kirche gibt! (Was eigentlich eine Grundvoraussetzung für Demokratie ist.)
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.10.2010, 23:05h
  • Diese Schlagzeile gab es doch schon mal! Hier wird etwas aufgewärmt, was wir schon lange wissen!
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#6 jojoAnonym
  • 27.10.2010, 23:33h
  • Antwort auf #4 von Marek
  • ich habe deinen beitrag mal zum anlass genommen, nachzuschlagen. es ist der §166 StGB:

    „(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.“

    geschützt ist also genau genommen nicht die religion oder irgendein gefühl, sondern der "öffentliche friede". wann das allerdings der fall ist, ist dermaßen ungenau festgelegt, dass hier den gerichten das tor zur willkür offensteht. und bei der derzeitigen bekenntnisstruktur beim personal deutscher gerichte dürfte klar sein, in welcher richtung diese willkür im zweifelsfall tendiert.
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#7 MariposaAnonym
  • 28.10.2010, 14:59h
  • Antwort auf #4 von Marek
  • Ich plädiere nach wie vor für einen säkulären Staat. Daß der Atheismus hofiert wird, finde ich als schwuler Christ nicht sonderlich gut. Allerdings sollte dieser Paragraph schleunigst ergänzt werden, da besteht eine Gesetzeslücke. Es sollte in jedem Fall untersagt sein, jemandem in seiner Menschenwürde (dazu gehört ja wohl auch die sexuelle Identität) zu verletzen. Also sollten solche Leute wie Parzany, Frau Kuby oder die Klemmschwester Overbeck in keine Talkshows mehr eingeladen werden, wo sie ihren homophoben Müll absondern dürfen. Das ist dann keine "Privatsache" mehr, was gegen die Weltanschauung geht. Diesen Leuten geht es nur darum, Autorität und Macht haben zu dürfen und auf andere abfällig hinunterblicken zu können. Mit Jesus hat das Nullkommanix zu tun, der hat sich ja wohl oft genug gegen die arrogante Obrigkeit geäußert. Für sein Bodenpersonal kann er leider nix...
    Homophobie sollte in jeder Form den Bestand einer Straftat sein und geahndet werden. Leider wird es mit der derzeitigen Regierung da keinerlei Verbesserung geben, aber bald gibt es ja wieder Rot-Grün.
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#8 MariposaAnonym
#9 dawilliAnonym
  • 30.10.2010, 03:49h
  • Das plakat ist sehr harmlos. Mir würde es mehr gefallen, wenn die männer grosse , tropfende eislutscher
    in ihren händen hielten.
    Übrigends: wer beschützt die gefühle der menschen vor kirchlichen verletzungen, vor diskriminierung?
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