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So sehen also katholische Kondome aus

Im schweizerischen Luzern hat eine katholische Kirchengemeinde mehr als 3.000 Kondome an Passanten, vor allem Jugendliche, verteilt.

Mit der Aktion am Bahnhofsplatz will die Gemeinde zeigen, dass sie etwas gegen die Ausbreitung von HIV und Aids unternehme. Auf den Packungen steht das Motto der Aktion: "Vergessen ist ansteckend - Schütze deinen Nächsten wie dich selbst". Auf der Rückseite heißt es schlicht: "Katholische Kirche Luzern".

Initiator Florian Flohr erklärte, mit der Aktion wolle man auf "Leute zugehen, die nicht im Traum daran denken, mit der Kirche über solche Themen zu reden". Es habe bislang mehrheitlich positive Reaktionen gegeben.

Botschaft "Verzichtet auf Sex" ist erfolglos

"Ich denke gegen den Schutz sollte niemand was haben", sagte der Luzerner Theologe und kirchliche Erwachsenenbildner Burghard Förster der "Basler Zeitung". Auch der Papst müsse es positiv sehen, wenn Leute sich schützten, auch wenn er Kondome bislang strikt ablehnt. Die Botschaft "Verzichtet auf Sex" komme bei 90 Prozent der Bevölkerung nicht mehr an, daher müsse die Kirche diesen Menschen ein Angebot machen. Doch nicht jeder in Luzern unterstützt die Aktion: Während des Interviews wird der aus Deutschland stammende Förster von einem älteren Passanten angegiftet: "Gehen Sie zurück, woher Sie kommen."

Bistum Chur warnt vor Kondomen

Das zuständige Baseler Bistum schweigt zu der Aktion. Die Bistumsleitung in Chur zeigte sich dagegen empört: Ein Sprecher sagte im Schweizer Fernsehen, die Aktion sei ein "Fehler" und sende "das falsche Signal" aus. Zudem sei das Verteilen von Kondomen "auch aus medizinischer Sicht falsch. Wir wissen, dass Kondome keinen hundertprozentigen Schutz bieten". Das Bistum Chur ist bereits wiederholt durch seine unnachgiebige Haltung aufgefallen. So hat es erst vor wenigen Monaten ökumenische Gottesdienste für Schwule und Lesben verboten (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 VolumeProProfil
  • 28.10.2010, 15:19hMönchengladbach
  • Die Aktion ist super!

    Leider ist das nur eine Einzelaktion von wenigen, die wie zu erwarten von der Kirchenleitung abgelehnt wird.
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#2 Knueppel
  • 28.10.2010, 15:30h
  • Vor kurzem wurde in der 3-sat Sendung "Kulturzeit" (täglich 19:20 Uhr, sehe ich fast immer, weil hochpolitisch, kulturell aktuell und ... vielfach prämiert, u.a. Grimme-Preis) diese Aktion gezeigt.

    Die Initiatoren hatten einen Truck aufgefahren und klärten u.a. über AIDS auf. Ich war einigermaßen erstaunt, weil ich die strikte Ablehnung des Papstes von Kondomen (was ich übrigens für ein päpstliches Verbrechen halte, angesichts der AIDS-Katstrophe in Afrika) kenne.

    Es würde mich nicht wundern, wenn Florian Flohr sehr schnell und "unauffällig" in eine andere Stadt versetzt wird.

    Lassen wir uns nicht täuschen, diese wenigen Vernünftigen machen die Katholische Kirche noch lange nicht zu einer weltoffenen und aufgeschlossenen Institution.
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#3 bastapapsta
#4 alexander
  • 28.10.2010, 16:56h
  • diese ketzer, nun kommt nur noch die hölle, da helfen auch keine gummi´s ! (zu heiss !)
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#5 Katrin
  • 28.10.2010, 19:49h
  • Es ist also doch wahr: Religiösität ist eine Geisteskrankheit mit Aussicht auf Heilung und die Schweizer haben die erste Sitzung auf der Couch absolviert und machen bereits große Fortschritte in Richtung Vernunft.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 GastGastGastAnonym
#8 stromboliProfil
  • 29.10.2010, 14:37hberlin
  • Antwort auf #1 von VolumePro
  • ja, vor sonntäglichen zusammenkünften der sektenmitglieder ein mobiler bauchladen durch die reihen huscht, vieleicht gar unsere perpetuell Indulgenten schwestern ( zumindest die ordensgründerInnen hätten sich den spass nicht entgehen lassen.. heute sind die enger an die "mutterkirche " herangewachsen als lieb sein kann...) die weihe bereichern...
    für gebrauchte präser gibst sicher fetischbewusste oder von maneo freigestellte helfer .. auch der kirchhof soll schließlich sauber bleiben!
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#9 jojoAnonym
  • 29.10.2010, 14:41h
  • Antwort auf #7 von GastGastGast
  • "Zu kaum einer anderen Sünde hat Jesus so harte Worte gefunden wie zu der Sünde der Verführung! Denn diese ist auch eine Form von „sexuellem Missbrauch“. Was mich betrifft, ich biete denen, die hier gemeint sind, meine offene Türe an..."

    *gacker*
    das könnte man jetzt aber leicht missverstehen...!
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#10 stromboliProfil