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Dieses PR-Bild sorgte für Aufruhr in Indien

Der Kinostart des schwule Liebesfilms "Dunno Y ... Na Jaane Kyun" ist in Indien aus Angst vor gewalttätigen Protesten verschoben worden.

Der von Kritikern hochgelobte Film, der bereits jetzt als "Brokeback Mountain" Indiens gehandelt wird, sollte ab Freitag zu sehen sein. Er soll nun ab dem 5. November gezeigt werden. Ursprünglich war ein Kinostart bereits im Mai geplant.

Grund für die erneute Verschiebung: In den letzten Wochen haben die Produzenten und Schauspieler Drohbriefe und -Mails erhalten, darunter sogar Morddrohungen. Viele Menschen beschwerten sich über das Poster, das die zwei Hauptdarsteller bei einer Umarmung mit nacktem Oberkörper zeigt.

Die Produzenten haben inzwischen die Polizei eingeschaltet und um Schutz gebeten. Yuvraaj Parasher, einer der beiden Hauptdarsteller, hat in einem Interview erklärt, er fürchte nun um sein Leben: "[Co-Star] Kapil und ich sind neu in der Filmindustrie. Wir wollen natürlich nicht, dass uns diese Leute angreifen, bevor unsere Karriere begonnen hat." Selbst Parashers Eltern waren so geschockt über die Filmrolle ihres Sohnes, dass sie ihn enterbt haben (queer.de berichtete).

Youtube | Film-Teaser

"Dunno Y ... Na Jaane Kyun" ist der erste Bollywood-Film, der sich nach der Aufhebung des Homo-Verbots im Jahr 2009 mit dem Thema beschäftigt. Er handelt von einem männlichen Model (Kapil Sharma), der aus Angst um seine Karriere seine Homosexualität geheim hält. Anders als bei bisher gezeigten indischen Filmen werden schwule Figuren nicht nur als komödiantische Einlage thematisiert, sondern mit ihren Gefühlen ernst genommen.

Zensoren wollen Liebesszenen schneiden

Allerdings stellt auch die indischen Zensurbehörde dem Film Steine in den Weg: Sie hat angeordnet, dass 40 Prozent der Liebesszenen geschnitten werden müssen. Die Produzenten warfen den Zensoren daraufhin eine "Doppelmoral" vor. Viele indische Filme mit ähnlichen Szenen würden heute schon ohne Schnittauflagen im Kino gezeigt - der einzige Unterschied bestünde darin, dass bei "Dunno Y" zwei Männer intim seien. (dk)



#1 carolo
  • 28.10.2010, 21:20h
  • Da haben sich die Inder doch bestens für eine Aufnahme in die EU qualifiziert, möglichst am gleichen Tag wie Serbien.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.10.2010, 23:14h
  • Schade, daß der Start des Films erneut verschoben wurde. Trotzdem kann man es auch verstehen, die Sicherheit der an der Produktion Beteiligten geht vor. Damit hätten die religiösen Fanatiker (denn die stecken bestimmt hinter den Morddrohungen) ihr Ziel erreicht!
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#3 FloAnonym
  • 29.10.2010, 16:37h
  • Diese Homohasser zeigen immer wieder, dass sie im Kern Faschisten sind, die keine andere Meinung als ihre eigene zulassen und am liebsten ein totalitäres System mit ihrer Privatmeinung einrichten würden.

    Es zwingt sie doch keiner, sich diesen Film anzusehen, aber wieso müssen die dann Morddrohungen loslassen? Letztendlich zeigen die doch nur, dass sie nicht nur ein Problem mit Schwulen, sondern auch mit Demokratie haben. Faschisten halt!!

    So sind die Homohasser nicht nur in Indien, sondern überall auf der Welt. Teilweise sind sie etwas intelligenter und verbreiten ihren Hass auf subtilere Art und Weise, aber im Kern wollen alle Homohasser ein totalitäres System, wo nur ihre Meinung zählt. Andere Meinungen und Lebensweisen lassen die nicht gelten, selbst wenn es ihr Leben gar nicht betrifft...
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