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Für David Bahati sind Schwule und Lesben Kriminelle, von denen viele den Tod verdient haben.

In Uganda wird wieder über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert - währenddessen führt die Outing-Aktion einer Zeitung zu Übergriffen auf Schwule und Lesben.

Ein geplantes Gesetz über die Verschärfung der Sanktionen gegen homosexuelle Handlungen soll nun wieder ins Parlament eingebracht werden; David Bahati von der Regierungspartei NRM hatte es bereits vor einem Jahr vorgeschlagen. "Schwere Homosexualität" soll demnach zur Hinrichtung führen, "normale Homosexualität" soll - wie bereits jetzt - eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben. Todeswürdig ist laut Bahati, Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Behinderten oder Jugendlichen zu haben. Aber auch schwulen "Serientätern" wird mit dem Galgen gedroht.

"Jeden Tag meines Lebens setze ich mich dafür ein, dass dieses Gesetz verabschiedet wird", erklärte Bahati gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN. "Gott hat den Menschen zwar Freiheiten gegeben, aber niemand hat das Recht, eine Straftat zu begehen. Wir denken, dass Homosexualität in unserem Land eine Straftat ist", so die Begründung.

Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter der harten Linie gegen Schwule und Lesben: In einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2007 sprachen sich 96 Prozent der Bevölkerung für ein Homo-Verbot aus.

Direktlink | CNN berichtet über die Lage von Schwulen und Lesben in Uganda

Kürzung der Entwicklungshilfe?


Die Outing-Kampagne der Zeitung "Rolling Stone" steht unter dem Motto: "Hängt sie!"

Europäische und nordamerikanische Länder protestierten vor einem Jahr lautstark gegen die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) drohte - wie auch Vertreter anderer Staaten - dem bitterarmen Land damit, die Entwicklungshilfe zu kürzen (queer.de berichtete).

Die Outing-Kampagne einer Zeitung trägt ihr übrigens zur Verunsicherung bei: Die "Rolling Stone", die in keiner Verbindung zur gleichnamigen US-Musikzeitschrift steht, veröffentlichte seit Anfang Oktober die Namen von "Top-Homos". Dazu gab es eine unmissverständliche Aufforderung auf der Titelseite: "Hängt sie!". Unter den Geouteten sind auch einfache Dorfbewohner, von denen teilweise auch Fotos veröffentlicht wurden, die die Zeitung aus sozialen Netzwerken wie Facebook heruntergeladen hat.

Homo-Aktivisten aus Uganda berichten nun, dass es vermehrt Übergriffe auf Schwule und Lesben gegeben habe. Frank Mugisha von Sexual Minorities Uganda erklärte gegenüber der BBC, eine Frau sei nach ihrem Outing fast gesteinigt wurden. Die Lage im Land sei katastrophal: "Manchen wird der Jobverlust angedroht, bei anderen drohen Familienmitglieder mit dem Rausschmiss aus ihrem eigenen Haus." Da Homosexuelle keinerlei staatlichen Schutz genießen, würden sie wie Freiwild behandelt. (dk)



#1 FloAnonym
  • 29.10.2010, 15:42h
  • Das sind nicht nur Barbaren, sondern die sind auch bigott:

    denn das Geld von Schwulen und Lesben (auch UNSERE Steuergelder fließen teilweise in Entwicklungshilfe) nehmen die gerne an!

    Ganz ehrlich:
    ich bin langsam nicht mehr bereit solche faschistischen Regime mit meinem Geld zu unterstützen und an der Macht zu halten!

    Deshalb:
    Entwicklungshilfe für solche Staaten komplett streichen. Darunter leiden dann zwar auch die nicht betroffenen, aber die bekommen eh das wenigste davon. Das meiste dient diesen Regimen um sich an der Macht zu halten...

    Ich hab lange genug auf Besserung gehofft, aber langsam die Schnauze voll. Wenn die uns so pervers finden, will ich die nicht auch noch finanzieren!!!
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#2 lukeAnonym
#3 stromboliProfil
  • 29.10.2010, 16:10hberlin
  • Antwort auf #2 von luke
  • der guido ist vorsichtig geworden; sollten ihm die ämter verlustig gehen, brauchts vieleicht einen auslands- alterssitz..
    Harz4 4 und die hohen lebenshaltungskosten bei bleibendem netto vom brutto, lassen dann keine grossen sprünge zu.
    Da ist uganda ein sicherer zufluchtsort für ungeoutete
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#4 jojoAnonym
  • 29.10.2010, 16:30h
  • die entwicklungshilfe zu streichen ist keine lösung.

    man sollte stattdessen zusehen, dass zumindest ein großer teil dieser gelder in nichtstaatliche menschenrechts-projekte und z.b. auch in schwul-lesbische selbsthilfestrukturen geleitet wird. gerade in diesen staaten brauchen die menschen unsere unterstützung! (wohlgemerkt: die menschen, nicht die regierungen!)
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#5 FloAnonym
  • 29.10.2010, 16:32h
  • Antwort auf #2 von luke
  • Hat Westerwelle oder irgendjemand sonst von der Lügner- und Betrügerpartei FDP jemals ein Versprechen gehalten?

    Ich glaube langsam, diese Partei ist darauf angelegt, immer nur zu versprechen, aber nichts zu halten. So war das immer schon bei der FDP und offensichtlich ändert sich das auch nicht...
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#6 lurchixProfil
  • 29.10.2010, 16:53hHamburg
  • Antwort auf #2 von luke
  • Entwicklungshilfe wird nicht ohne Forderungen und strategischen Überlegungen vom Geberstaates vergeben. Sie nutzt eher Wirtschaft im eigenen Land und weniger den bedürftigen Staaten.

    An Uganda sieht man ja gut, wohin uns die "christliche Leitkultur" führt.

    Mir wird schlecht, wenn ich sehe, wie Merkel, Wulff, v.d.Leyen und Co. an einem christlichen Gottesstaat basteln und damit den Boden bereiten für diesen Wahnsinn.
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#7 Mariposa Anonym
  • 29.10.2010, 18:12h
  • Diese Faschisten gehören vor ein UN-Sondertribunal wegen Volksverhetzung !!! Ich frage mich, wie lange da die zivilisierte Welt diesem Treiben noch zusieht... Entzug der Entwicklungshilfe wird da nicht viel ausrichten können.
    Mit Jesus haben diese Hetzereien jedenfalls nichts zu tun. Wird echt Zeit, daß er bald zurückkommt und diesen selbsternannten Richtern den Marsch bläst.

    Den Familienmitgliedern in Uganda gehört unser MItgefühl und unsere Solidarität.
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#8 Mariposa Anonym
  • 29.10.2010, 18:15h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • An sich stimme ich Dir gerne zu, aber dieses Thema ist leider nicht für Scherze und Ironie geeignet.

    Westerwelle ist natürlich peinlich und gerade bei solchen brisanten Fällen kuscht er... Hauptsache es geht gegen die bösen Sozis und Kommunisten.
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#9 JensAnonym
#10 JodlerAnonym