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Kommentare zu:
US-Wahlen: Rückschlag für Homo-Rechte


#1 Liz & FriedeAnonym
  • 04.11.2010, 14:28h
  • Uns würde direkte "Demokratie" sehr freuen.

    Meinung ist unser Metier!

    Wir kämen ohne lästige Zwischendealer zu den gleichen Ergebnissen.

    Die US-Wahlen waren der teuerste Wahlkampf in der Menschheitsgschichte.

    0,1 Prozent der 300 Millionen US-Amerikaner verdienen so viel wie die 120 Millionen an der Basis der Einkommenspyramide der Gesellschaft.

    Dank einer grotesken Entscheidung des Obersten Gerichtshofes US-Konzerne unbegrenzt Geld in den Wahlkampf pumpen - über anonyme Gruppen, von denen niemand weiß, wer ihre Spender sind. 400 Millionen Dollar haben die nach Schätzungen dieses Jahr etwa für Werbespots ausgegeben.

    Völlig begeistert sind wir von der Rente ab 70,
    der 60-Stunden-Woche und den Live-Übertragungen der "Direkten Demokratie".

    Wir helfen Verhinderten gerne mit kleinen Clips
    auf höchstem Niveau aus (gerne auch als download!!!).

    Nun twittert mal schön !!!
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#2 alexander
  • 04.11.2010, 14:46h
  • das war zu erwarten. ein land, dass von 200 superreichen familien regiert wird, lässt nur so viel demokratie zu wie unbedingt nötig um den "durchschnittsbürger" in seinem "american dream" zu belassen. lustig, die GOP, vergleichbar mit unseren LSU-asseln !
    es ist nur noch eine frage der zeit, bis auch wir von konservativen werbespots beglückt werden.
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#3 Knueppel
  • 04.11.2010, 15:10h
  • Antwort auf #1 von Liz & Friede
  • Liebe Liz Mohn (Bertelsmann-Krake)!
    Liebe Friede Springer (Axel Springer Verlag)!

    Ich kann es Ihnen nicht verdenken, dass Sie Lobby-Arbeit für Ihres Kaste (die Superreichen) betreiben und daher alles befürworten, was Ihre Privilegien erhält und gleichzeitig alles bekämpfen, was diese nicht fördert.

    Sie werden mir sicher daher nicht absprechen, mit allerdings deutlich weniger Finanz- und Medien-Macht, ebenfalls Lobby-Arbeit für "meine Kaste", schwule Männer und lesbische Frauen zu betreiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Knueppel

    PS Diejenigen, die für den ätzend-satirischen Kommentar von 'Liz und Friede' zur Minus-Bewertung griffen, haben wohl entweder nichts verstanden oder sie leiden unter Selbsthass
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#4 gatopardo
  • 04.11.2010, 15:12h
  • Antwort auf #1 von Liz & Friede
  • In die USA bin ich zu lieben schwul-lesbischen Freunden oft gereist, aber dieses Land gehört nicht zu den von mir bevorzugten Reisezielen und mir ist es egal, wie sich das Wahlvolk dort verhält.
    Vielleicht aber sollte man mal die grossen Unterschiede zwischen Metropolen wie New York oder San Francisco und der finsteren und tief religiösen Provinz hervorheben, wo es nur konsequent ist, dass man einen intellektuellen Präsidenten nicht leiden kann und schwer besorgt ist, dass sich das Land in einen radikal-sozialistischen Staat verwandeln könnte wie beispielsweise die Schweiz. Dann verschlägt es einem auch die Sprache über jene aussergewöhnliche Differenzierung, wie man es zur Abschreckung auf Wahlplakaten fertigbringt, einen islamistischen Obama mit Hitlerbärtchen als Kommunisten darzustellen.
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#5 HANDELSBLATTAnonym
#6 GOTTAnonym
  • 04.11.2010, 16:00h
  • Antwort auf #4 von gatopardo
  • Mein Sohn, Dir wird geholfen !

    Schweinbucht 2.0

    The next digital cartoon:

    Der Vatikan und die Wallstreet werden beten und spenden, dass er den Papst ins Weisse Haus einlädt.

    Der weisse Obama

    1.bp.blogspot.com/_LMm8Z-bE34Y/TF1-5VVgxHI/AAAAAAAADUo/8AKwX
    -uG_H8/s1600/Marco+Rubio+figher.jpg


    Marco Rubio*

    Petrus sagte mir, Du magst "Cubaner".

    *
    Born in Miami, raised in Vegas (where his Cuban exile parents worked hard in a hotel), good football player, hard-working college student, law degree, Catholic, blonde wife from a Colombian family, four kids - as a bonus to the establishment Rubio is not a wacko (although Palin loves him unconditionally). Mike Huckabee - former presidential candidate and now Fox News pundit - says he's "our Obama, with more substance". And crucially, his political godfather is none other than Jeb Bush. Establishment Republicans won't allow Palin to grab a presidential nomination even over their dead bodies. Thus Rubio may be their savior for 2012.

    www.atimes.com/atimes/Front_Page/LK05Aa02.html

    Democrats

    Clinton->Jugoslawien
    Obama->Iran ?
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#7 lucasAnonym
  • 04.11.2010, 16:28h
  • Bis jetzt hat Obama alles in der Schwulenpolitik versemmelt. Jetzt könnte er nicht mehr, auch wenn er wollte. Aber er wollte ohnehin nie.
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#8 gatopardo
#9 LasseAnonym
  • 04.11.2010, 17:04h
  • Der tiefreligiöse Obama hat bereits gefasste Urteile, die eine Verbesserung für uns gewesen wären, wieder rückgängig gemacht. Wahrscheinlich wollte er einfach bis nach dieser Wahl warten um dann sagen zu können, dass er ja gerne würde, aber keine Mehrheit hat.

    So ist es leicht zu kaschieren, dass man so oder so nichts gemacht hätte.

    Die Amis sind echt alle gleich...
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#10 LasseAnonym
  • 04.11.2010, 17:51h
  • Antwort auf #4 von gatopardo
  • "und mir ist es egal, wie sich das Wahlvolk dort verhält. "

    Das sollte uns aber nicht egal sein, da dies nun mal politisch und militärisch weiterhin eine Weltmacht ist und anderen Ländern ihre Meinung diktieren kann oder notfalls auch mal (bevorzugt in Staaten mit Ölvorkommen) mit Waffengewalt seinen Willen und sein Weltbild erzwingt.

    Von der wirtschaftlichen und kulturellen Macht mal ganz zu schweigen, auch wenn diese Bereiche etwas nachgelassen haben (aber immer noch weltbeherrschend sind).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#11 daVinci6667
  • 04.11.2010, 17:55h

  • Als Schweizer bin ich mit den Schlussfolgerungen in Bezug der direkten Demokratie natuerlich nicht einverstanden. Mag sein, dass die USA noch nicht die nötige Reife, das aufgeklaerte Schulsystem und Intelligenz für die direkte Demokratie haben. Dafür kann aber das politische System nichts.

    Ich denke das Grundproblem der Amis ist mangelnde Geduld, zu großer Einfluss von bigotten, Religiosen Strömungen und der gleichzeitig nicht oder kaum vorhandene Sozialstaat. Für die meisten Amis, bis weit in die Mitte auch der Demokraten, sind soziale Netze wie bei uns in Europa Sozialismus pur und des Teufels. Geht es ihnen schlecht gehen sie zur Kirche statt aufs Sozialamt!
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#12 michiAnonym
#13 gatopardo
  • 04.11.2010, 18:12h
  • Antwort auf #10 von Lasse
  • Mir ist es insofern egal, als ich keine Silberstreifen am Horizont sehe, obwohl ich aber auch wiederum nicht Deiner Meinung bin, dass alle Amis gleich sind.
    Und dass Obama tiefreligiös sein soll, wusste ich noch nicht. Hallo @hw: Gibt´s dazu Recherchen ?
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#14 BWLAnonym
  • 04.11.2010, 18:16h
  • Antwort auf #11 von daVinci6667
  • "..Für die meisten Amis, bis weit in die Mitte auch der Demokraten, sind soziale Netze wie bei uns in Europa Sozialismus pur und des Teufels. Geht es ihnen schlecht gehen sie zur Kirche statt aufs Sozialamt!.."

    Soziale Netze!

    Dank Lenin, Stalin und der Roten Armee!

    Produkte der globalen Wirtschaft des Kapitalismus im 19. und 20. Jahrhundert.

    Schon am 21. November 1957, unmittelbar nach dem Wahlsieg der CDU, trafen sich deshalb bei Kanzlerberater Robert Pferdmenges in Köln die Minister Lindrath, Erhard, Etzel und Blank samt ihren Staatssekretären, der Volkswagen-Generaldirektor Nordhoff und die Bankiers Abs und Blessing, um den Rohentwurf der Praxis anzupassen. Sie diskutierten eine ganze Nacht lang, wie die Volksaktie nun wirklich beschaffen sein müsse.

    Über das Politikum der Aktion war man sich einig. Hermann Abs, einer der Erzväter des deutschen Nachkriegs-Kapitalismus, räumte ein, es werde auf die Dauer unmöglich sein, das privatwirtschaftliche System der Bundesrepublik nahe dem Eisernen Vorhang aufrechtzuerhalten, falls es nicht gelinge, einige Millionen Westdeutscher als Kleinaktionäre mit diesem System enger zu verbinden.

    Franz Etzel drückte es poetisch aus: Während früher Ordensritter und Wehrburgen Deutschland und Europa gegen den Osten abgeschirmt hätten, müsse man künftig als Abwehr gegen die Ideologie des Ostens einen breiten Gürtel von Besitzbürgern schaffen.

    www.spiegel.de/spiegel/print/d-42624522.html
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#15 gatopardo
  • 04.11.2010, 18:25h
  • Antwort auf #11 von daVinci6667
  • Bereichernd, dass man auch Schweizer in diesem Forum hat ! Bin mehrmals im Jahr in Eurem wunderschönen Land, kann mich aber immer noch nicht mit der direkten Demokratie so recht anfreunden. Kann es sein, dass das Volk bei einigen direkten Befragungen auch schon mal überfordert wird und sich für fragwürdige und gesellschaftlich rückständige Begehren entscheidet, wie es der "Schweigenden Mehrheit" eher zusagt als dem fortschrittlichen Teil der Bevölkerung ?
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#16 hwAnonym
  • 04.11.2010, 18:49h
  • Antwort auf #13 von gatopardo
  • Ich halte ihn vielleicht für ein bißchen zu gläubig.

    Gut vorstellbar, dass er glaubte eine Marionette mit weniger Fäden sein zu können.

    Auf diesen Leim würde ich gehen, wenn ich die zugänglichen -natürlich gespinten- Häppchen seiner Vita als Sozialisationknackpunkte nehme. Gewünscht waren ja untrüglichen Indizien eines Amalgans von M.L. King, J.F. Kennedy und einer Prise Mandela.

    Gesten und Ausdrucksweisen angreichert mit den markantesten Körperausdrücken Sidney Poitiers und Denzel Washingtons. Beide übrigens auch ansonsten schlaue Köpfe.

    Die Familien Putin und Medwedew sind mittlerweile regelmäßig in Kirchen oder
    mit orthodoxen Priestern zu sehen.

    Du siehst Ex-KGB und FSB sind lernfähig.

    Den Willy-Brandt-Hype habe ich als zwölfjähriger
    SPD-Wahlhelfer mit Opa erlebt. Den Mitterand-Hype dann schon bei einem Freund in Paris.
    Den Obama-Hype bei amerikanischen Freunden
    in Mannheim.

    Merke:

    www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33601/1.html

    Mineralwasser:

    Im Jahr 2002 veröffentlichte der US-amerikanischer Historiker Robert Paul Brenner das Buch The Boom and the Bubble. The U.S. in the World Economy und löste damit eine breite Debatte (Brenner Debatte) über die Ursache der aktuellen Rezession in den USA aus. Brenner sieht die Ursache im Platzen der Spekulationsblase an den Börsen und dem weit verbreiteten Aufbau von Überkapazitäten. Die Mehrheit der Wirtschaftsanalysten habe nicht erkannt, wie dieselben Mechanismen, mit denen die Börsen den Aufschwung vorangetrieben hatten, nun die Wirtschaft parallel zum Absturz der Börsenkurse nach unten ziehen. Sie seien unfähig zu erkennen, dass die totale Entfesselung der Märkte während der letzten beiden Jahrzehnte ein Muster der kapitalistischen Entwicklung wiedergebracht habe, welches dem der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg gleiche (Vgl. Brenner 2003).

    de.wikipedia.org/wiki/Robert_Paul_Brenner
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#17 Cat12Profil
  • 04.11.2010, 18:59hDüsseldorf
  • Mein Eindruck ist, dass Obama glaubte, er könne die Menschen mit Vernunft und Argumenten überzeugen und danach Gesetze durchsetzen. Hat irgendwie nicht geklappt.

    Er hätte besser in beiden Häusern bezüglich Homorechten alles durchprügeln sollen, was bislang aufgrund der Mehrheit der Demokraten möglich war, statt darauf zu setzen, dass zuerstMenschen Vernunft annehmen.

    Häufig kommt (zumindest in Europa) die Akzeptanz in der Bevölkerung erst durch die veränderte Gesetzgebung und nicht die veränderte Gesetzgebung aufgrund vollzogener Akzeptanz der Bevölkerung.

    Gerade in den USA haben im ländlichen Raum die religiösen Institutionen die Hoheit über die Moralvorstellungen. Und die sind halt meistens - wie hier auch - eher konservativ und damit homofeindlich.
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#18 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.11.2010, 19:12h
  • Die Demokraten haben doch nur deshalb bei den Wahlen eine Klatsche bekommen, weil in den USA die wirtschaftliche Lage nicht viel besser und die Arbeitslosigkeit nicht weniger geworden ist. Im Senat haben sie die Mehrheit Gott sei Dank halten können!
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#19 satsokAnonym
#20 gatopardo
  • 04.11.2010, 20:14h
  • Antwort auf #16 von hw
  • Danke mein Lieber. So ähnlich hatte ich´s mir vorgestellt ! Dabei hat Obama für mich persönlich keineswegs an Anziehungskraft verloren. Im Gegenteil, ich finde ihn nun in seinen demütigen Gesten geradezu umwerfend und würde dieses Gefühl fast mit einem mittleren Orgasmus vergleichen.
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#21 stromboliProfil
  • 04.11.2010, 20:21hberlin
  • Antwort auf #16 von hw
  • mir fällt nicht ein woher der sinngemässe spruch, aber mir erscheint er gültig zu sein:
    wer macht erhalten will muss zuerst grausam sein, danach kann das mitgefühl folgen...

    Hier liegt das grundlegende scheitern : eine präsidentschaft die alle amerikaner befrieden will.
    Da wohl auch dein hinweis auf tief religiöses; der glaube an überzeugungskraft die in herbeigesehnter vernunft endet, eher als rationales wissen um die unüberwindlichkeiten einer gespaltenen gesellschaft ...
    Je weiter die amerikanische bevölkerung sich in einer, von realen geschehen abgekoppelten selbstlüge der fähigkeit zum neuanfang befindet, wird sie sich dauerhaft ihren verführern ausliefern.
    Und wie auch immer besoffen, ob durch religiöses , ob durch markt -ideologisches , oder durch panik, weil das desaster spürbar vor augen...; es wird nur durch das ende der krise zu sich selbst finden, und dies ende kann nur das ende des "amerikanischen traumes " sein!

    Die weltordnung wird ohnehin schon im macht - rating neu geschrieben.. ; da ist der amerikanische präsident nur noch (!) 2ter unter vielen (
    www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,727167,
    00.html

    -
    www.forbes.com/wealth/powerful-people?boxes=Homepagelighttop
    #p_1_s_arank

    )
    Für uns europäer mit einschlägigen erfahrungen kann das nur bedeuten, möglichst nicht im selben boot sitzen zu bleiben, weil beim kentern auch ersoffen wird.

    www.jungewelt.de/2010/11-04/041.php

    "Die Enttäuschung über Obamas rapiden Absturz hielte sich in Grenzen, fände dieser nicht im Aufstieg der Kinder des amerikanischen Wahns seine Entsprechung. Die von der kapitalistischen Krise gebeutelte amerikanische Gesellschaft rebelliert gegen Sozialprogramme und Staatsinterventionen – nicht etwa, weil die Verursacher der Krise noch an ihr profitieren, sondern weil die staatlichen Wirtschaftsaktivitäten angeblich die unternehmerische Freiheit einschränken würden. Eine üble amerikanische Volksgemeinschaft rottet sich zusammen, die bei allen Unterschieden zum klassischen Faschismus Züge eines chauvinistischen Massenidiotismus aufweist, der zu einer ernsthaften Menschheitsbedrohung werden könnte. Der häßliche Amerikaner ist präsenter denn je – zum Leid all derer, die sich mit Obamas Präsidentschaft einen Rückgang des Antiamerikanismus erhofft hatten."

    dem ist nichts mehr hinzuzufügen...
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#22 daVinci6667
  • 04.11.2010, 20:38h

  • Antwort an # 15
    Natuerlich sind einige Vorlagen intellektuell immer wieder eine Herausforderung. Trotzdem unser wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Erfolg kann sich sehen lassen. Ja, ich denke direkte Demokratie ist ein Vorteil, auch wenn ich die Gefahren (siehe USA) nicht ausblenden will. Ein Desaster wie in Deutschland bei Stuttgart 21 haette es bei uns nicht gegeben. Ein Rückbau der Sozialleistungen wie bei euch unter Schroeder (Hartz 4) ebenfalls nicht. Die Mehrheit der Schweizer mag zwar eher konservativ denken, aber Abbau-Vorlagen sind bei uns sehr schwierig durchzusetzen.
    Gesellschaftspolitisch muss bei uns der Wandel zuerst stattfinden. Erst dann koennen progressive Vorlagen auch stattfinden. Homopolitisch steht die Schweiz trotzdem relativ gut da. Die Homo-Ehe ist bei uns mit 18:6 Kantonen problemlos angenommen worden. Aber traditionell spielt bei uns Religion auch nicht so eine große Rolle wie zB. In den USA.
  • Antworten » | Direktlink »
#23 fjordyAnonym
  • 04.11.2010, 21:53h
  • Obama nimmt den sozialistischen Senator Sanders (Vermont) ernst.

    Sanders empfahl sich in Skandinavien nach zukunftstauglichen Gesellschaftsmodellen
    umzuschauen.

    Norwegen war eines der ersten Länder der Welt, das die Diskriminierung von Homosexuellen durch Gesetz (1981) verbot. 1993 erhielten lesbische und homosexuelle Paare die gleichen Rechte wie Verheiratete und 2008 schließlich der Recht der kirchlichen Heirat und der Adoption.

    Die US-Administration fühlt diskret vor:

    In Norwegen bahnt sich ein Geheimdienstskandal an. Die USA sollen mit Hilfe einheimischer Kräfte hunderte Verdächtige ausgespäht haben. Die Regierung in Oslo verlangt Aufklärung.

    www.dw-world.de/dw/article/0,,6190888,00.html

    Oder hat Michelle Lust auf Lachs?
  • Antworten » | Direktlink »
#24 gatopardo
  • 04.11.2010, 22:04h
  • Antwort auf #22 von daVinci6667
  • Danke für Deine Erklärungen. Regelungen für Arbeitslose wie Hartz4 ist auch für mich ein Buch mit 7 Siegeln, weil ich zwar an der Nordsee geboren und aufgewachsen bin, aber seit 1966 in Spanien lebe und letzlich bei Euch in der Schweiz als Tourist fast ebenso oft verweile wie in Deutschland. Gruss von der immer noch spätsommerlichen Iberischen Halbinsel.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 hwAnonym
  • 05.11.2010, 05:31h
  • Antwort auf #21 von stromboli
  • In den USA machen sich renommierte Think Tanks schon eine Weile einen Kopf darüber, was die Insellage zwischen zwei Polen und zwei Weltmeeren denn so mit sich bringen könnte.

    So wie die deutschen Eliten seit Mai1945.
    Kein Menschenleben später eine Kostprobe
    us-amerikanischer Strategen.

    Lade dir die 3er Reihe runter, die verschwinden schnell im Archiv (kostet).

    Die neue deutsche Frage (I, II, III)

    aus II:

    "..Eine ernsthafte weitere Integration der EU-Institutionen sei schwer vorzustellen; leicht hingegen lasse sich ahnen, wie die EU sich trotz ihrer ambitionierten Visionen in ein kraftloses Bündnis verwandeln könne. "Einen Superstaat zu errichten erfordert eines von zwei Dingen: einen Krieg, um festzustellen, wer der Chef ist, oder politische Einstimmigkeit, um einen Vertrag zu schmieden", urteilt STRATFOR. "Europa demonstriert lebhaft die Beschränkungen der zweiten Strategie."
    Die russische Alternative
    Wie STRATFOR weiter feststellt, habe die Krise bestätigt, dass die Bundesrepublik "eindeutig das Gravitationszentrum Europas" sei: "Wenn Deutschland nicht zustimmt, kann nichts getan werden, und wenn Deutschland es so wünscht, wird etwas getan werden. Deutschland hat eine ungeheuere Macht in Europa". Zugleich sei die Bundesrepublik "das einzige Land in Europa mit der Fähigkeit, alternative Koalitionen zu schaffen, die mächtig und bindend sind". Es lohne daher, "Alternativen zu einem Deutschland in der EU zu erkunden". STRATFOR kommt dabei zu dem Ergebnis: "Die historische Alternative für Deutschland ist Russland gewesen."[7] Die Bundesrepublik brauche Öl und Erdgas, während Russland Technologie und Kapital benötige; die beiden Länder könnten ihre Bedürfnisse gegenseitig decken. Tatsächlich arbeiten Berlin und Moskau schon längst daran - im Rahmen der sogenannten "Modernisierungspartnerschaft" (german-foreign-policy.com berichtete [8]). "Wir würden argumentieren", erklärt der US-Thinktank entsprechend, "dass eine deutsche Koalition mit Russland das einleuchtendste Ergebnis eines Abstiegs der EU wäre" - als zunächst wirtschaftliches, perspektivisch aber auch militärisches Bündnis für einen alternativen deutschen Aufstieg zur Weltmacht..."

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57937?PHPSESSID=5q
    h3d6i0svt7csqhiq4qr7epn5


    en.wikipedia.org/wiki/Stratfor
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#26 Timm JohannesAnonym
  • 05.11.2010, 15:19h
  • Die USA leiden derzeit unter einer massiven Wirtschaftskrise. Überall gingen im letzten Jahrzehnt Arbeitsplätze verloren. Ursache war eine falsche Wirtschaftspolitik von Familie Bush (keine Schaffung von Arbeitsplätzen durch erneuerbare Energien, Festhalten an der Erdölwirtschaft mit dicken Truck-Ups und Jeeps) und dem Führen teurer Kriege im Irak und in Afghanistan.

    Diese Wirtschaftskatastrophe der Bush-Familie hat Obama geerbt und "nun soll er zaubern" und Arbeitsplätze bringen. So schnell geht das aber nicht und das vergessen die Wähler in den USA: diese sind massiv enttäuscht und frustriert, da sie ihre Jobs verlieren und ihre kreditfinanzierten Häuser wegsteigert werden. Überall in den Grosstädten stranden dann die ganzen Obdachlosen.

    Ein Hauptübel der USA ist, das sie billig ihre Produkte aus China/Ostasien einkaufen und immer weniger selbst konkurrenzfähige Produkte herstellen. Das kann "auf Dauer nicht gut gehen".

    ----

    Was nunmehr die Abgeordneten angeht: erfreulich das nunmehr vier LGBT Abgeordnete im Repräsentantenhaus sitzen. Der Bürgermeister Ciciline von Providence aus Rhode Island ist wahrlich ein sehr couragierter und starker Politiker, der mir sehr gefällt.

    Positiv überrascht hat mich auch die Wahl des offen schwulen Bürgermeisters Jim Gray in Lexington, Kentucky. Das hätte ich in Kentucky nicht für möglich gehalten und freut mich umsomehr.

    ----

    Fortschritte dürften in den kommenden zwei Jahren nunmehr in den Bundesstaaten Hawaii (neuer demokratischer Gouverneur), Rhode Island (neuer Gouverneur), Illinois und vielleicht in New York machbar sein. In diesen vier Bundesstaaten rechne ich am Ehesten mit Fortschritten bei der staatlichen Anerkennung homosexueller Paare.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 reiserobbyAnonym
#28 FloAnonym
  • 05.11.2010, 16:53h
  • Antwort auf #13 von gatopardo
  • "Und dass Obama tiefreligiös sein soll, wusste ich noch nicht."

    Also das ist aber eigentlich allseits bekannt. Wer mal ein bisschen was über Obama gelesen hat oder mal eine Doku über ihn gesehen hat, sieht ihn ständig beten und in Kirchen sitzen.

    Deswegen gab es ja auch kurz vor der damaligen Wahl noch so Probleme, weil sich herausstellte, dass der Pfarrer seiner Gemeinde (den er bis heute zu verehrt) ein großer Homohasser ist. Schon damals wurden erste Stimmen laut, die an Obamas Homoversprechen zweifelten.

    Natürlich ist sicher jedem hier klar, dass ein republikanischer Präsident noch viel schlimmer wäre. Aber dennoch hat Obama viele Versprechen vergessen und damit viele seiner Wähler massiv enttäuscht. Und was ich wirklich lächerlich fand, war der Obama-Hype hierzulande. Damals liefen ja hier Leute in US-Manier mit Obama-Buttons an Jacken rum. Einfach nur peinlich, lächerlich und ein Zeichen dafür, dass man zwar keine Ahnung von Politik hat, aber dennoch gerne dabeisein möchte.

    Mal sehen, wie es in den USA weitergeht. Aber ansonsten stimme ich den Vorrednern zu, dass die USA besonderer Beobachtung bedürfen, da sie aufgrund ihrer weltweiten Macht großen Einfluss haben.
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#30 gatopardo
  • 06.11.2010, 10:41h
  • Antwort auf #28 von Flo
  • Bin trotzdem nicht sicher, ob Obama wirklich religiös ist, oder ob er Konzessionen an die frömmelnde Mehrheit der Amis macht ? Ich hab´s schon den Clintons nie so recht glauben können, wie sie vor laufenden Kameras andächtig in Tempeln der verschiedenen Sekten im Land rumsassen. Und es bewahrheitet sich schliesslich der Grundsatz: Je höher die Bildung, desto unwahrscheinlicher die Religiosität. Sie muss aber wohl öffentlich praktiziert werden, um in USA das Volk bei der Stange zu halten und Wahlen zu gewinnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#31 camillo torresAnonym
  • 06.11.2010, 11:28h
  • Antwort auf #30 von gatopardo
  • Wobei auch:

    Wo sollte man milde sozialrevolutionäre in der Anwandlungen mit dem Anspruch auf Umsetzung in den USA auch Ausleben können, wenn nicht in schwarzen, meist christlichen Gemeinden?

    Obama:

    And the sermons I heard him preach always related to our obligation to love God and one another, to work on behalf of the poor, and to seek justice at every turn.

    As I have written about in my books, I first joined Trinity United Church of Christ nearly twenty years ago. I knew Rev. Wright as someone who served this nation with honor as a United States Marine, as a respected biblical scholar, and as someone who taught or lectured at seminaries across the country, from Union Theological Seminary to the University of Chicago. He also led a diverse congregation that was and still is a pillar of the South Side and the entire city of Chicago. It's a congregation that does not merely preach social justice but acts it out each day, through ministries ranging from housing the homeless to reaching out to those with HIV/AIDS.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »

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