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Eine Gleichstellungsbeauftragte, die sich für Ungleichbehandlung ausspricht: Elżbieta Radziszewska

Die polnische Gleichstellungsbeauftragte Elżbieta Radziszewska gängelt Medien, die über Meinungsverschiedenheiten zwischen Polen und der EU bei Homo-Rechten berichtet haben.

Die Politikerin der konservativen Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk hat Gegendarstellungen von der linksliberalen Tageszeitung "Gazeta Wyborcza", der Homo-Gruppe Kampania Przeciw Homofobii (Kampagne gegen Homophobie, KPH) sowie von zwei weiteren Nachrichten-Websites gefordert. Diese hatten letzte Woche berichtet, dass EU-Jusitzkommissarin Viviane Reding der Gleichstellungsbeauftragten in der Frage der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben widersprochen hatte.

Radziszewska hatte vor einem Monat erklärt, dass katholische Schulen nur heterosexuelle Lehrer an Schulen anstellen sollten - und das auch legal sei. Die Kommissarin in Brüssel wertete eine solche Ungleichbehandlung aber als einen Verstoß gegen die EU-Antidiskriminierungsrichtlinien, wurde berichtet.

Radziszewska fordert die gescholtenen Medien und die Homo-Gruppe nun auf, die Artikel zurückzuziehen und Gegendarstellungen zu drucken. Sie bestreitet, dass die EU-Kommission sich jemals kritisch über ihre Ansichten geäußert hatte. Die Politikerin zeigt sich besonders erbost über die Überschrift: "Radziszewska hat unrecht, sagt die Europäische Union".


Homo-Gruppen haben in Warschau und Lodsch eine Reihe von Plakaten aufgehängt, mit denen sie für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften werben.

Tatsächlich hat der Chef der schwul-lesbischen Intergruppe im Europaparlament, der britische Sozialdemokrat Michael Cashman, bereits vor einem Monat Kommissarin Reding über Radziszewskas Ansichten informiert. Deren Antwort wurde bereits am 26. Oktober veröffentlicht. Darin erklärt Reding im Namen der Kommission, dass der Europäische Gerichtshof zwar noch nicht in einem solchen Fall geurteilt habe. Allerdings sehe die Kommission keinen Grund dafür, "warum die sexuelle Orientierung eines Lehrers eine Voraussetzung" für die Anstellung sein könne.

"Es ist nicht die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten, EU-Gesetze so zu interpretieren, dass sie mit ihrem Glauben übereinstimmen", erklärte der Europaabgeordnete Cashman am Mittwoch. "Sie muss einsehen, dass sie in diesem Fall unrecht hat - und dass die Kommission, die EU-Gesetze und die EU-Rechtsprechung ihr widersprechen.

In Polen gibt es seit 2003 ein Antidiskriminierungsgesetz, das Schwulen und Lesben den gleichen Zugang zum Arbeitsmarkt garantiert. Allerdings argumentieren konservative polnische Politiker, dass sich Glaubensgemeinschaften nicht an das Gleichbehandlungsgebot halten müssen. (dk)



#1 Knueppel
  • 04.11.2010, 15:52h
  • "(...) Die Politikerin zeigt sich besonders erbost über die Überschrift: "'Radziszewska hat unrecht ..."

    Tja, gnädige Frau, das ist bitter für Sie!

    Der eigene "Unfehlbarkeitsanspruch" wird dreist in Frage gestellt und jetzt wiederhole ich das auch noch: SIE HABEN UNRECHT! Und ... Sie sind inkonsequent!

    Wären Sie konsequent müssten Sie genauso gegen heterosexuelle männliche Lehrer an Schulen mit Schülerinnen sein. Sie müssten gegen weibliche Lehrer an Schulen mit (männlichen) Schülern "argumentieren" usw.

    Gegen die Versuche einer "zurückgebliebenen Clique" von "bigott-reaktionären" Horror-Gestalten, die nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind, werden "wir" uns zu wehren wissen (notfalls wieder einmal vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte).

    Das sind so die kleinen "Nachteile", wenn Polen zum "aufgeklärteren" Teil der Welt (EU) gehören möchte, nicht wahr?
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#2 LasseAnonym
  • 04.11.2010, 17:02h
  • Die freie Rede und freie Berichterstattung war totalitären Geistern schon immer ein Greuel, weil sie die Wahrheit ans Licht bringt.
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#3 vingtans
  • 04.11.2010, 17:08h
  • man ey,mein heißgeliebtes polen mal wieder...

    warum wird nie erwaehnt,dass es auch eine große weltoffene,tolerante und europaeischdenkende
    gruppe von jungen polen gibt,vorallem an den unis!!
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#4 LasseAnonym
  • 04.11.2010, 17:46h
  • Antwort auf #3 von vingtans
  • @feles 18:

    Das wissen wir alle. Sogar in Nordkorea, dem Iran, etc. wird man sicher auch Leute finden, die nichts gegen Schwule und Lesben haben.

    Aber sie sind offenbar (leider) deutlich in der Minderheit und die Mehrheit der Polen (inkl. der politischen und kirchlichen Führer) denkt anders.
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#5 fedes16Anonym
#6 sylviafeeProfil
  • 04.11.2010, 17:51hBerlin
  • Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
    warum lügen sie?
    Sie wissen ganz genau und sehr sicher, das die EU Kommission und auch die Kommissarin ihre Praktik gegenüber Lesben und Schwulen verurteilt.
    Sie wissen genau das ihre Einstellung und ihre Taten gegen EU Richtlinien
    verstoßen. Sie haben Zeitungen und Verbände öffentlich aufgefordert zu
    lügen in dem sie ihre wahren Artikel zurücknehmen sollen und eine
    Gegendarstellung schreiben sollen.
    Sehr geehrte Frau Staatssekretärin ich fordere sie auf treten sie zurück,
    Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Radziszewska, die EU sollte sämtliche
    Zahlungen an Polen einstellen bis sie endlich sich an die Resolutionen
    uneingeschränkt halten, diskriminieren und kassieren dieses Bild geben
    sie ab.
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#7 alexander
  • 04.11.2010, 17:59h
  • ich sehe elschbieta schon jetzt beim praxistest ob lehrer schwul, lesbisch oder hetero sind !!!
    wieder eine trulla die sich über bestehende gesetze hinwegsetzen will ! davon haben wir hier auch genug !
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#8 TillAnonym
  • 04.11.2010, 18:02h
  • Die EU hat Polen vorschnell aufgenommen, dann soll sie jetzt auch dafür sorgen, dass dort endlich europäische Grundrechte und -werte geachtet werden und die Menschenrechte nicht weiter mit Füßen getrteen werden.

    Und zu dieser Frau:
    Leute, die Probleme mit anderen Meinung haben, haben natürlich auch Probleme mit einer freien, unabhängigen Presse.

    Merken die eigentlich noch, wie verlogen und unlogisch sie "argumentieren" und wie peinlich sie für intelligentere Menschen sind?! Nur schlimm, dass solche Leute dann auch noch von ebenso hasserfüllten und dummen Menschen mit soviel Macht ausgestattet werden.
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#9 alexander
  • 04.11.2010, 18:12h
  • woher kommt nur diese ähnlickeit mit einer csu Tante aus bayern ??? fjs war wohl auch im ostblock aktiv ?
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#10 stromboliProfil
  • 04.11.2010, 18:19hberlin
  • Antwort auf #7 von alexander
  • praxistest.. bläst die zur probe die schwänze und misst an der erektilen (dis)funktion den grad der hetero-homo zugehörigkeit?

    Kann ich schon verstehen solche tricks, um auch in polen als staatssekretärin mal zum zuge zu kommen . Ansonsten gehn die mädels ins ausland oder in rotlichtbezirke an der deutsch/polnischen grenze ...
    und wenn feles 18 recht hat, wächst da eine phantastische generation von lehramtsanwärtern heran , wo jede probe ein vergnügen sein muss für die dame ...Antworten » | Direktlink »