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El Papa winkt lieber zur anderen Seite (Bild: queerkissingflashmob)

Mit einem "Queer Kissing Flashmob" empfing die Community in Barcelona Benedikt XVI in seinem vorbeifahrenden Papamobil.

Von Carsten Weidemann

Jiuck Gómez freut sich: "Es hat so viel Spaß gemacht! Aber ich musste um sechs Uhr in der Früh aufstehen." Der junge spanische Fotograf hat dieses Opfer mit rund 200 anderen Schwulen und Lesben am Sonntagmorgen für eine kurze Begegnung mit dem Papst auf sich genommen, der sich gerade für zwei Tage in Spanien aufhält. Sie wollten Benedikt XVI. mit einem "Queer Kissing Flashmob" auf angemessene Weise begrüßen. Kaum rollte das Papamobil am Plaza de la Catedral der Gruppe entgegen, begann die wilde Knutscherei, begleitet von Protestrufen.

Protest trotz Facebook-Zensur

Katalonische Homoaktivisten hatten über Facebook und Twitter zu dem queeren Flashmob eingeladen, um gegen die Einmischung von Papst Benedikt XVI in die Diskussion um Homo-Rechte in Spanien zu protestieren. Unerwartete Probleme gab es dabei ausgerechnet von den Facebook-Betreibern. Sie schalteten die Seite der Aktionsgruppe auf der Netzwerkseite ab, nachdem sich bereits 12.000 Menschen für diese Aktion angemeldet hatten (queer.de berichtete). Wenig später wurde auch eine erneuerte Gruppenseite von Facebook gelöscht.

Das Kiss In am Sonntagmorgen hat dann zwar nur eine recht kleine Gruppe aus den Federn gelockt, doch die schwul-lesbischen Flashmobber waren nicht allein. An anderer Stelle in der Innenstadt hatten sich rund 300 Feministinnen versammelt, verteilten Kondome und jubelten statt El Papa aus Rom ihrer "Mama" zu, einer katalanischen Drag Queen, die vor der Menge eine Protestresolution verkündete.

Youtube | Die Bilder des Tages

Papst predigt Hetero-Ehe

Der Papst stieß auf den Protest auf dem Weg zur Kathedrale Sagrada Familia, die zur Basilika geweiht wurde. In der Messe predigte Benedikt XVI., man müsse unterstützen, "was die natürliche Ordnung der Institution Familie fördert". Die Verbindung von Mann und Frau sei unauflösbar und Grundlage des menschlichen Lebens: "Nur dort, wo Liebe und Treue vorhanden sind, entsteht die wahre Freiheit und dauert sie fort."



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 SchrottboykottAnonym
#2 gatopardo
  • 07.11.2010, 14:53h
  • Ratzinger hat vielleicht noch nicht ganz zur Kenntnis genommen, dass die ehemalige Bastion Spanien für den Vatikan verloren ist, daher seine agressiven Reden. Nur noch 15% der Bevölkerung geht in die Messen und die Säkularisierung schreitet mit Riesenschritten voran.
    Längst meiden sogar Hetero-Trauungen die katholischen Zeremonien und gehen mehrheitlich nur noch aufs Standesamt, wie eine ganz neue Studie belegt. Und wenn konservative Parteien die nächste Wahl gewinnen wollen, müssen sie sich vom Klerus abgrenzen.
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#3 Ex-LiedelAnonym
  • 07.11.2010, 15:56h
  • @gatopardo

    Schade eigentlich, dass die in Katalonien nicht eine ihrer berühmten Menschenpyramiden gebaut haben...aus nackten Männern

    Nun, nächstes Jahr will Ratzinger ja auch nach Berlin kommen. Wahrscheinlich wartet er, bis die Kühnast gewählt ist, damit er Wowereit nicht die Hand schütteln muss

    Ich bin sicher, hier wird er auf mehr Protest stoßen als bei den angepassten Kölnern, wo selbst Lesben und Schwule noch so doof sind, der Alten auch noch zuzujubeln und sich dann pseudo-echauffieren, warum der WDR drüber wegzoomt. Mit Protest kennen wir Hauptstädter uns einfach besser aus
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#4 ickeAnonym
  • 07.11.2010, 16:09h
  • Antwort auf #3 von Ex-Liedel
  • ich weiß auch nicht, was die grünen geritten hat, ausgerechnet wowi zum erzfeind zu erklären, nur um den ego-trip von künast zu befriedigen.

    und dann faseln sie von aktionsplan gegen homophobie (gemacht haben sie aber in keinem einzigen bundesland, in dem sie regieren), scheinen aber völlig zu übersehen, dass wowi der einzige bedeuntendere politiker ist, der fernab von klischees als erster und eigentlich einziger so offen und selbstbewusst mit seiner schwulen identität umgegangen ist. und ausgerechnet den wollen sie dann "abschießen"? also, meine stimme bekommen die dafür ganz sicher nicht. wowi ist im gegensatz zu westerwelle & co. ein wichtiges beispiel für junge schwule, und das ist auch sehr gut so!
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.11.2010, 16:16h
  • Die Idee mit dem "Queer Kissing Flashmob" ist zur Nachahmung empfohlen und sollte auch bei jedem Papstbesuch stattfinden. Allerdings sollte man sich vorher schlau machen, wohin Benedicta reist, da es nicht in jedem Land gern gesehen ist!
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#6 seb1983
  • 07.11.2010, 17:22h
  • Antwort auf #4 von icke
  • Tja wie hat er damals vollständig gesagt? schwul, gut so, ABER: Keine Sorge ich mache keine schwule Politik liebe Geonossinen und Genossen. Und Recht hat er.
    Künast ist auf jeden Fall ne interessante Sache.
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#7 TeddyTeddyBumBumAnonym
  • 07.11.2010, 17:27h
  • Dieser Flashmob ist eine Schande! Ich bin auch kein Papstfan, aber das ist eine Beleidigung der Autorität dieser Person. Die meisten Spanier sind eben Katholiken, obwohl sicher auch viele von ihnen nicht mit allen Thesen des Papstes konform gehen.
    Sie hätten auch einfach nur einen Zeitungsartikel oder so schreiben können, man muss nicht gleich dem Papst protestierend gegenüber treten.
    Schämen sollten sich diese gottlosen Leute!
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#8 Cat12Profil
  • 07.11.2010, 18:23hDüsseldorf
  • Antwort auf #7 von TeddyTeddyBumBum
  • Was sind Sie denn für ein
    Vogel? Der Papst erklärt uns für krank, indoktriniert Politiker katholischen Glaubens gegen Antidiskriminierungsgesetze oder gegen die Einführung eines der Ehe zumindest ähnlichen juristischen Konstrukts zu stimmen, aber Sie betrachten einen Protest in Form eines friedlichen Kiss-in offenbar als Sakrileg!

    Was sind das für Katholiken, die nicht mit allen Thesen des Papstes konform gehen und nicht wagen, dies deutlich zu äußern? Zumindest Mitläufer! Vielleicht haben sie auch Angst vor irgendeinem Druck der Amtskirche (z. B. "was soll meine Mutter sagen, wenn unser Priester sie auf meine öffentlich geäußerte Meinung anspricht, die vielleicht nicht einmal die ihre ist? Das würde meiner Mutter doch sehr unangenehm sein, also halte ich mich mit meinen Äußerungen zurück").

    Wie krank ist diese Forderung nach Kadavergehorsam!

    Gehen Sie mal schnell zurück auf kath.net! Da passen Sie besser hin!

    Welche Pflichten haben wir denn Ihrer Meinung nach gegenüber "Autoritäten"? Die Pflicht, öffentlichen Widerspruch bzw. eine eigene, öffentliche Meinungsäußerung zu unterlassen? Die meisten, die auf dieser Homepage regelmäßig lesen oder schreiben, können selbst denken! Das unterstelle ich auch denen, die - aus welchem Grund auch immer - weiterhin katholisch sind.
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#9 carloAnonym
#10 bastapapsta
  • 07.11.2010, 18:29h
  • Ich denke diesem Egoisten Von "Papst" geht dies am Arsch vorbei und seine verbappten Anhänger waren so in ihrem Film, dass sie das garnicht beachtet haben. Trotzdem finde ich die Protestaktion gut, durch die Medien wird das hoffentlich thematisiert.

    Bei der Zahl der jubelnden Anhänger wurde aber übertrieben :

    www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/zu-besuch-bei-den-ungl
    aeubigen/


    Ein homophober Priester. der Aids als Strafe für uns bezeichnet hat jetzt mal ne lustige Antwort bekommen :

    www.gloria.tv/?media=108335

    Er hat seine Lektion nachher noch zum Teil aufgefressen *lol*.
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