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Auf Homosexualität steht in Saudi-Arabien Gefängnis und Auspeitschung - im Extremfall sogar die Todesstrafe.

Ein 27-jähriger Mann ist in der Hafenstadt Dschidda wegen "Homosexualität, Imitierens einer Frau und Besitzes pornografischer Videos" zu fünf Jahren Haft, einer Geldstrafe in Höhe von 9.500 Euro und 500 Peitschenhieben verurteilt worden. Bezirksrichter Scheich Abdulasis al-Schathr erklärte, dass der Mann "obszöne Taten" begangen habe, die sich gegen "islamische Lehren" richteten.

Wie saudische Medien am Montag gemeldet haben, soll der Verurteilte auf einem im Internet aufgetauchten selbst gedrehten Film in Damenunterwäsche zu sehen gewesen sein und dabei offen über Sex gesprochen haben. Der Mann war nach einem Hinweis der gefürchteten Religionspolizei angeklagt worden.

Besonders heikel: Der 27-Jährige soll das Video via Bluetooth-Handy aus einem Gefängnis gesendet haben. Er saß dort eine Strafe ab, weil er sich als Sicherheitsbeamter ausgegeben hatte.

Auspeitschen in Etappen

Grundlage für die Verfolgung Homosexueller mit dem Strafmaß Auspeitschung ist in Saudi-Arabien die Scharia. Auch für Vergehen wie Ehebruch oder Diebstahl lässt der Staat diese Art der Foltermethode zu. Eine größere Anzahl von Schlägen wird zumeist in Etappen eingeteilt - auch in diesem Fall. Grund: Der Gepeinigte würde hunderte Peitschenhiebe auf einmal nicht überleben.

In den letzten Jahren gibt es immer wieder Berichte über Massenverhaftungen von Homosexuellen. Im Extremfall droht Schwulen im absolutistisch regierten Königreich die Todesstrafe. Im Land gibt es auch kein Recht auf Privatsphäre, so dass selbst Sex in den eigenen vier Wänden lebensgefährlich sein kann. Saudische Diplomaten haben aber erklärt, dass Schwule nur hingerichtet werden würden, wenn sie gleichzeitig im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Mord oder politischer Verbrechen verurteilt worden sind. Bei ausländischer Kritik an der homofeindlichen Politik im Land erklären saudische Politiker, sie befolgten lediglich die islamischen Gesetze. (dk)



#1 HannibalEhemaliges Profil
#2 MarcusAnonym
  • 08.11.2010, 18:03h
  • Tragen von Damenunterwäsche ist das Imitieren einer Frau? Was für ein dummer Staat, ein Schwuler trägt nicht automatisch Frauensachen und ein Transvestit ist nicht automatisch schwul.
    Wahrscheinlich hat er lediglich einen Männerstring getragen und dieser Verbrecherstaat lügt sich was zusammen.
    Eine Frau ist in solchen Staaten wenig Wert und mit erniedrigenden Aussagen gegen Schwule versuchen sie diese auf die gleich niedrige Stufe einer Frau zu stellen. Da muß also nichts dran sein. Aber ob er nun ein Schwuler ist oder ein Transvestit,oder Beides, wie kann man Menschen nur wegen sowas auspeitschen oder sogar umbringen? Ich werde es nie begreifen
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#3 TeddyLeEhemaliges Profil
#4 PompooositoAnonym
  • 08.11.2010, 19:38h
  • Mußte das in aller Öffentlichkeit sein? Haben die denn dort keine SM-Studios? Vielleicht haben die aber auch zuviel "Ben Hur" gesehen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 MinkAnonym
#7 gammaAnonym
  • 08.11.2010, 20:08h
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Eigentlich sollte ja ein Außenminister zuständig sein um gegen solch menschenunwürdige Bedingungen in anderen Staaten zu protestieren und....
    Aber eher wird mein Hund der neue Papst, bevor Deutschland Sanktionen gegen solche Länder erhebt.
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#8 SmartiSaar
#9 moorn Anonym
  • 08.11.2010, 20:23h

  • Diese Kameltreiber sollte man in die Wüste ohne wiederkehr schicken! Was die alles im Namen der Religion abziehn (gegen Schwule, keine Frauenrechte, Schaechtung) ruft in mir nur Totale Verachtung aus!
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#10 KokolemleProfil