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Schweißtreibende Ermittlungen bei Fußballerinnen (Bild: SWR)

In ihrem kommenden Tatort-Fall ermittelt Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in verschwitzten Umkleidekabinen.

Von Carsten Weidemann

Der neue Lena Odenthal-Tatort "Abseits" wird vom 9. November an unter der Regie von Uwe Janson in Ludwigshafen gedreht. Die Ausstrahlung irgendwann im kommenden Jahr wird sicherlich ein besonderes Fest für ihre weiblichen Fans. Begibt sich doch die offen lesbische Schauspielerin als Kommissarin mit ambivalenter sexueller Orientierung in eine lesbisch stark besetzte Domäne: Den Frauenfußball. Der Mord an einer Profisportlerin in der Umkleidekabine des Fußballvereins ist aufzuklären. Der 52. Fall für Lena Odenthal und Mario Kopper wird nicht einfach, denn an möglichen Motiven herrscht kein Mangel.

Die Story: Fadime Gülüc ist eine überaus talentierte Fußballerin. Mit ihrem Verein, dem FC Eppheim, ist sie von der Kreisliga in die Bundesliga aufgestiegen, spielt in der Nationalmannschaft und hatte die Chance, in die amerikanische Liga zu wechseln. Dazu ist sie eine attraktive Frau, die das Aushängeschild für ihre Mannschaft sein soll. Doch nur wenige Stunden nach einem Fotoshooting mit dem Fotografen Martin Jansen (Stefan Konarske) wird sie erschlagen in der Umkleidekabine aufgefunden.

Ulrike Folkerts seit über 20 Jahren beim Tatort

Die Ermittlungen ergeben rasch ein differenziertes Bild: Petra Krömer (Susanne-Marie Wrage), ihre Trainerin, hatte sie seit einigen Spielen nicht mehr eingesetzt, zwischen ihr und ihrer Teamkollegin Sonja Tossik gab es Rivalitäten und mit ihrem Verlobten, Tobias Freitag (Constantin von Jascheroff), hatte sie sich zerstritten. Dazu kamen noch familiäre Probleme. Ihre Eltern, Irem (Siir Eloglu) und Batur Gülüc (Ferhat Keskin) waren mit ihrer Entwicklung nicht einverstanden. Druck übte auch der Manager des Vereins, Klaus Meingast (Bernd Gnann), auf sie aus. Für ihn hängt am Erfolg des Vereins auch seine berufliche Zukunft. Schritt für Schritt entwirren Lena Odenthal und Mario Kopper das Geschehen und kommen so dem Täter auf die Spur…

Bei der Tatort-Krimiserie, die in diesem Jahr 40 Jahre alt wird, ist Ulrike Folkerts gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Hoppe seit 1989 dabei. Vom Publikum bekam sie 2002 einen Bambi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeichnete sie 2009 in Kassel mit dem GdP-Stern aus. Sie nahm 2002 an den Gay Games 2002 in Sydney teil und brachte je eine Silber- und Bronzemedaille heim. 2008 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer Freundin Katherina Schnitzler den Lebensratgeber "Glück gefunden".

Die nächsten Lena Odenthal-Fälle im TV:
15.11., 21:00 Uhr, NDR: Nachtwanderer
23.11., 20:15 Uhr, SWR: Tod auf dem Rhein



#1 eMANcipation*Anonym
  • 09.11.2010, 11:16h
  • Wenn schwule und lesbische Protagonisten bei ARD und ZDF im Hauptabendprogramm ausnahmsweise mal vorkommen, dann gibt es also immer gleich Mord und Totschlag.

    Ist das eine angemessene und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität und Fußball, wo es doch in erster Linie darum gehen sollte, konkrete Wege und Maßnahmen zu diskutieren, wie endlich Schluss gemacht werden kann mit dem perversen Versteckspiel gerade im Männer-Fußball!

    Da werden in der öffentlichen Diskussion ja sogar die elementarsten und eigentlich selbstverständlichen Maßnahmen gezielt totgeschwiegen:
    www.queer.de/detail.php?article_id=3737

    Um auf die gewohnt braven und widerspruchslosen (gedankenlosen?!) schwul-lesbischen Gebührenzahler zurückzukommen:

    Generell liegt der Anteil schwul-lesbischer Protagonisten und Themen im Hauptabendprogramm (20.00 Uhr bis 22.00 Uhr) bei gerundet 0%, sowohl bei ARD/ZDF als auch bei den großen Privaten.

    Es ist kein Zufall, dass sogar bei den rein kommerziellen, großen fünf US-Sendern der Anteil inzwischen bei rund 5% liegt. Nein, das ist das Ergebnis politischer Organisation und Mobilisierung der schwul-lesbischen Community, die dort seit Jahren eine angemessene Repräsentation einfordert, siehe insbesondere
    www.glaad.com

    Ändern wir daran irgendwann noch etwas?
    Wie lange wollen wir damit warten?
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#2 bananasEhemaliges Profil
  • 09.11.2010, 12:21h
  • Antwort auf #1 von eMANcipation*
  • Ich glaube, bei allen Deinen, sicherlich richtigen Aussagen, siehst Du manche Sachen nicht richtig. Ulrike Folkerts aka Lena Odenthal spielt keine lesbische Komissarin. Sie ist alleine und hat ne Katze. In einem schwulen Hamburger Stadtmagazin sagt Sie mal, daß Sie sich nach ihrem Outing keine lesbische Identität ins Drehbuch schreiben lassen will. Ich will damit nur ausdrücken, dort wo Ulrike Folkerts mitspielt, das müssen nun keine schwul lesbische Themen sein. Selbst bei einer Frauen-Fußballmannschaft, ist das sicher nur eine Nebenhandlung. Dieser Tatort ist sich nur eine Beziehungstat.
    Aber, der NDR dreht gerade einen Tatort im Raum Hannover, wo es um die Homophobie im Profifussball geht meldet dapd Nachrichtenagentur. Der wird sicher interessant.

    Übrigens
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#3 bananasEhemaliges Profil
#4 G1990Anonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.11.2010, 00:35h
  • Hoffentlich wird das Drehbuch von einem fähigen Regisseur auch so umgesetzt, wie es sich die dafür vorgesehenen Autoren ausdenken und letztendlich zu Papier bringen.
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#6 stromboliProfil