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So könnte eine katholische Anzeigenkampagne aussehen.

Aus Unzufriedenheit über die liberale Haltung ihrer Kirche gegenüber Frauen und Homosexuellen treten fünf anglikanische Bischöfe zur katholischen Kirche über - und nehmen damit ein Angebot des Papstes an.

Benedikt XVI hatte im vergangenen Jahr ein Abwerbeprogramm für Anglikaner ins Leben gerufen (queer.de berichtete). Damit will der Vatikan insbesondere Bischöfe und Pfarrer erreichen, die sowohl die liberale Haltung ihrer Kirche gegenüber Homosexuellen als auch die Priesterweihe von Frauen ablehnen. Bei den übergetreten Bischöfen handelt es sich um Andrew Burnham, Keith Newton, John Broadhurst, Edwin Barnes und David Silk, wie die katholische Bischofskonferenz von England und Wales am Montag mitteilte.

Sonderstatus für Überläufer

Die Neu-Katholiken erhalten einen gesonderten kirchenrechtlichen Status. So können sie ihre anglikanischen Traditionen beibehalten - etwa in einer Ehe leben - und trotzdem als katholische Geistliche arbeiten. Jetzt wird mit Spannung erwartet, wie viele weitere anglikanische Gläubige den Weg zurück nach Rom suchen. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete am Montag, rund 500 Anglikaner könnten sich in einer ersten Welle von Kirchenübertritten dem katholischen Glauben anschließen.

Übertritte auch in den USA

Auch in den USA wirbt die katholische Kirche um Anglikaner. Hier haben sich bislang mehrere Kirchengemeinden zum Übertritt entschlossen. Hier irritierte besonders die Entscheidung für homosexuelle Bischöfe die konservativen Anglikaner. So wurde mit Mary Glasspool im Mai diesen Jahres erstmals eine offen lesbisch lebende Frau zur Bischöfin gewählt (queer.de berichtete). Bereits 2003 hatte die Wahl des Schwulen Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire für Aufsehen gesorgt. Robinson hat nun nach jahrelangen Anfeindungen und Morddrohungen seien Rückzug vom Bischofsamt angekündigt (queer.de berichtete).

Bereits im letzten Jahr hatte Papst Benedikt XVI mit der Rehabilitation der Pius-Bruderschaft eine radikalchristliche Gruppe wieder in der Kirche willkommen geheißen (queer.de berichtete). Die Piusbrüder fordern ein gesetzliches Verbot von Homosexualität und machten vor allem mit ihren Protestaktionen beim CSD Stuttgart auf sich auferksam ("Rettet die Kinder vor Perversion"). Besonderer Kritik erntete der britische Pius-Bischof Richard Williamson aber, weil er den Holocaust leugnete. Er ist trotz Protesten nach wie vor im Amt.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 mirpzahlProfil
  • 09.11.2010, 14:05h
  • Wenn ich Menschen nicht dazwischenfahre,
    passen sie auf sich selbst auf.
    Wenn ich Menschen nicht befehle,
    verhalten sie sich von selbst richtig.
    Wenn ich Menschen nicht predige,
    werden sie von selbst besser.
    Wenn ich mich Menschen nicht aufdränge,
    werden sie sie selbst.
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#2 bastapapsta
  • 09.11.2010, 14:19h
  • Antwort auf #1 von mirpzahl
  • Da kann man nur sagen, gut für die Anglikaner, dass sie dieses aus 5 Bischöfen bestehende Krebsgeschwür losgeworden sind. Die katholische Kirche ist eh schon so fundamentalistisch verseucht, da machen diese 5 abgefallenen Fanatiker auch nichts mehr aus. Ein homofeindlicher Bischof hat jetzt seine verdiente Antwort bekommen:

    www.gloria.tv/?media=108335
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#3 Benedictus
  • 09.11.2010, 16:40h

  • Ach wie schnell scheinen doch die Kindesmissbrauchsfäller vergangener Tage vergessen zu sein, wenn die katholische Kirche wieder attraktiv zu sein scheint.
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#4 Knueppel
#5 Katrin
  • 09.11.2010, 17:57h
  • Magere Ausbeute für den Kraut-Pope. Bei angenommenen 5 Mio Euro für die Tour nur 500 Seelen - dass sind dann 10000 Euro pro Seele. Die Kirche sollte es mal mit dem Verschenken von Andenken versuchen, z.B. eine Kinderuhr mit dem Papstgesicht oder einem Püppchen in Barbiegröße: Ken war mal, heute ist Bene...oder so.
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 09.11.2010, 18:54h
  • Das ist eine gute Meldung für die Anglikaner. Damit sind diese fünf Hauptprotagonisten im anglikanischen Klerus in England endlich raus.

    Der Weg der Anglikaner in England zu Frauen im Bischofsamt und zu offen homosexuellen Bischöfen ist damit gewonnen. Das freut mich für die Anglikaner.

    Damit haben es also Lutheraner, Reformierte, Unierte, Anglikaner, Quäker, Metropolitan Church und Altkatholiken geschafft...

    ---

    Was die Katholiken angeht: die sind echt im Klerus von einigen Fundamentalisten "durchseucht". Ursache ist der sexualitätsfeindliche Zölibat, der sehr verkappte und verklemmte Männer in den katholischen Klerus reinspült. Benedikta will halt die katholische Kirche weiterhin auf Mittelalterkurs halten.
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#7 Katrin
  • 09.11.2010, 19:39h
  • Antwort auf #6 von Timm Johannes
  • Ebensowenig wie es gutartigen Krebs gibt, gibt es auch keine guten Kirchen. Wer bei dem Mumenschanzvereinen mitmachen will soll das tun. Aber sobald die Offenbarung in die Öffentlicheit getragen wird und Bekehrung angesagt wird, muss man dieses Krebsgeschwür Kirche herraus schneiden.
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#8 MinkAnonym
#9 jojoAnonym
#10 Timm JohannesAnonym
  • 09.11.2010, 20:27h
  • @Karin
    Du musst nicht gläubig sein. Wenn Du es nicht bist, habe ich damit kein Problem.

    Du aber hast ein Problem damit, wenn Menschen gläubig sind und sich für ihren Glauben in einer Gemeinschaft zusammenfinden. Das ist sehr bedauerlich, dass du so wenig religiöse Toleranz aufbringen kannst.

    Verstehen kann ich, wenn Du auf diejenigen Kirchen schwer böse und sauer bist, die sich homophob verhalten, homosexuelle Paare ausgrenzen und ebenso Frauen in ihren Ämtern ausgrenzen: Katholiken, Orthodoxe, Baptisten.

    ABER das du auch homofreundliche Kirchen, wie Metropolitan Community Church, Lutheraner, Reformierte, Unierte, Quäker und Anglikaner angreifst, ist eher bedauerlich. In diesen Kirchen dürfen Frauen Pastorin und Bischöfin sein und ebenso sind dort offen homosexuelle Menschen als Pastor/Bischof zugelassen sowie kirchliche Trauungen/Segnungsgottesdienste sind dort erlaubt.

    ----

    Daher konzentriere dich, liebe Karin, in deiner Kritik auf diejenigen Kirchenorganisationen, die sich homophob darstelllen.

    Mich jedenfalls freut es, das es nunmehr anscheinend auch die Anglikaner in England schaffen: die ersten Frauen dort im anglikanischen Bischofsamt werden ab 2012 geweiht werden. Und erst vor kurzem war die die offen lesbisch lebende Glasspool in den USA zur anglikanischen Bischöfin geweiht worden.
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