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Mutterliebe mal 2 (Bild: davhor / flickr / by-nd 2.0)

in schwuler Mann ist in Mexiko-Stadt Vater geworden; seine leibliche Mutter hatte das Kind am 1. November ausgetragen.

Wie die britische "Daily Mail" berichtet, wollte die Mutter damit dem Kinderwunsch ihres 31-jährigen schwulen Sohnes Jorge entsprechen. Die 50-Jährige bot sich deshalb als Leihmutter an. Eine Freundin hat das Ei gespendet, das dann mit dem Samen Jorges befruchtet und seiner Mutter eingepflanz wurde.

Das Baby kam schließlich mit einem Kaiserschnitt gesund zur Welt. Mutter (bzw. Großmutter) und Kind konnten bereits nach 48 Stunden aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Familie hat die Geburt dokumentiert, um das Kind später über seine Herkunft zu informieren. Nach Angaben des Geburtshelfers Juan Manuel Casillas hat die Mutter den Wunsch geäußert, wieder schwanger zu werden. "Sie sagte, dass sie es gerne noch einmal tun würde, wenn sie weiß, dass das Kind sich genauso entwickeln kann wie bei anderen Geburten", erklärte er.

In der Öffentlichkeit führte die Geburt zu Kritik. Dem Bericht zufolge bezeichneten christliche Organisationen eine derartige Leihmutterschaft "abscheulich" und forderten ein Verbot.

Leihmutterschaften sind insbesondere in den USA unter Schwulen ein beliebter Weg, eigene Kinder zu bekommen. Allerdings braucht man dafür einen Spargroschen: Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet 50.000 Euro. Eine Leihmutter, die nicht aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis stammt, erhält in der Regel eine Aufwandsentschädigung zwischen 10.000 und 20.000 Euro. 2008 kamen auf diesem Weg die Zwillingssöhne von Sänger Ricky Martin auf die Welt, vergangenen Monat wurde Schauspieler Neil Patrick Harris Vater. Keiner der beiden hat aber bei der Leihmutterschaft auf seine Mutter zurückgegriffen.

In Deutschland ist dieser Dienst aus ethischen Gründen verboten. Ärzten, die sich nicht an das Verbot halten, drohen Haftstrafen von bis zu drei Jahren. In anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Belgien und den Niederlanden sind Leihmutterschaften unter bestimmten Bedingungen jedoch erlaubt. (dk)



#1 DerBoyAnonym
  • 11.11.2010, 12:36h
  • Solange er dafür nicht seine eigene Mutter gepimpert hat ist es doch ok und legal.

    (Da die Frauen heutzutage später in die Wechseljahre kommen als früher ist ja eine Schwangerschaft mit über 50 möglich, auch ohne künstliche Befruchtung und Hormone. Meine Tante zb hat mit 50 auch noch ein Kind gekriegt).

    Für mich persönlich ist das allerdings nix, die Vorstellung meine Mutter hätte mein Kind in ihrem Bauch und mein Sperma mit dem Ei einer anderen Frau würde ihr dafür eingepflanzt werden...bäähh
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#2 schwulenaktivist
  • 11.11.2010, 13:45h
  • Es fällt auf, dass dies ja aus latino Ländern berichtet wird. Da kann mann sehen, wie gross der soziale Kinder-Druck ist.
    Ich bin dafür, sich für schwule Kinder einzusetzen - auch unter dem Druck von "Pädophilie"-Vorwürfen. Denn die können nur dadurch abgebaut werden.
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#3 LeihvaterAnonym
  • 11.11.2010, 14:04h
  • In Deutschland ist Leihmutterschaft durchaus nicht verboten sondern gemäß dem sog. Embryonenschutzgesetz werden die Eltern ausdrücklich vor Strafe geschützt und Ihnen somit für eine Leihmutterschaft eine Erlaubnis erteilt.

    Zum Glück ist Leihmutterschaft mit Schwulen in Deutschland längst gelebte Realität. Für eine Mutter muß es schon ein tolles Erlebnis sein ihrem schwulen Sohn ein Kind und sich ein Enkelkind zu ermöglichen. Herzlichen Glückwunsch!
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#4 No IdentityAnonym
#5 maxAnonym
  • 11.11.2010, 14:24h
  • Antwort auf #3 von Leihvater
  • "Für eine Mutter muß es schon ein tolles Erlebnis sein ihrem schwulen Sohn ein Kind und sich ein Enkelkind zu ermöglichen"
    Mag ja sein. Aber mal ehrlich, könntest du dir ernsthaft vorstellen das deine eigene Mutter dein Kind zur Welt bringt?
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#6 KlofrauAnonym
  • 11.11.2010, 14:36h
  • Call me old-fashioned - ich finde diesen Fall einfach nur ekelhaft.

    Abgesehen von der (für mich gruseligen Vorstellung), meine Mutter würde für mich ein Kind von meinem eigenen Samen austragen, sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, wie vielen bereits auf dieser Erde lebenden Kindern es beschissen geht!

    Wenn man angesichts so vieler Kinder in Not nichts Besseres zu tun hat, als aus purem Egoismus "was Eigenes" in die Welt zu setzen, dann finde ich das mehr als grenzwertig.

    Man kann Pflegekinder aufnehmen, man kann Kinder adoptieren, sich ehrenamtlich in der Kinderbetreuung engagieren - aber warum muss es immer eins vom eigenen Fleisch und Blut sein?

    Verstehe ich irgendwie nicht ...

    Aber ich fand die Vorstellung ja noch nie besonders erhebend, dass jemand mal meine Gene erben sollte ...
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#7 ImanuelCortezProfil
  • 11.11.2010, 15:08hKarlsruhe
  • okay es klingt für uns etwas creepy.
    Aber in vielen anderen Ländern sieht man es nicht so eng mit ungeklärten Verwandschaftsverhältnissen..

    Da kann man schon mal der Mutti den eigenen Samen einpflanzen & sein schwules Leben mit nem Kind aufzupeppen.

    Anscheinend stellen sich durch das fremde Ei keine Inzestprobleme ein, also von mir aus : lass krachen Mutti :-)
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#8 vingtans
#9 jojoAnonym
  • 11.11.2010, 21:09h
  • was an einvernehmlichem inzest unmoralisch sein soll, hat mir noch nie eingeleuchtet...
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.11.2010, 21:35h
  • Das wäre in Deutschland unmöglich! Eine Anklage wegen Inzest und ein Knastaufenthalt wären dem Mexikaner hier sicher gewesen.
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