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Einsatz der US Army in Somalia (Bild: US Army Africa / flickr / by 2.0)

Die Abschaffung von "Don't ask, don't tell" wird so gut wie keinen Einfluss auf die Streitkräfte haben. Das ergab eine Studie, die vom US-Verteidigungsministerium in Auftrag gegeben wurde.

Die Tageszeitung "Washington Post" hat über erste Ergebnisse der groß angelegten Untersuchung berichtet, obwohl sie erst im kommenden Monat veröffentlicht werden soll. Demnach haben 70 Prozent der Militärangehörigen in einer Pentagon-Umfrage angegeben, dass sie nach einem Ende des Homo-Verbots im Militär keine negativen Auswirkungen erwarteten. Der Bericht des Verteidigungsministeriums geht aus diesem Grund davon aus, dass mögliche Probleme nach dem Ende von "Don't ask, don't tell" nur vorübergehender Natur seien, da sich die Militärangehörigen schnell an offen schwule und lesbische Soldaten gewöhnen würde.

Verteidigungsminister für sofortige Abschaffung


Verteidigungsminister Robert Gates

Das Pentagon will vor der offiziellen Veröffentlichung des Reports keine Angaben über den Inhalt machen. In einem Fernsehinterview appellierte Verteidigungsminister Robert Gates gemeinsam mit Außenministerin Hillary Clinton aber an den Kongress, "Don't ask, don't tell" noch vor der Anfang Januar startenden neuen Legislaturperiode abzuschaffen: "Für mich ist es unausweichlich, dass wir 'Don't ask, don't tell' hinter uns lassen müssen", erklärte Gates bei ABC News. Er erinnerte daran, dass bereits ein Bundesgericht das Homo-Verbot für verfassungswidrig erklärt hatte (queer.de berichtete). Er wünsche sich aber, dass das Parlament auf demokratischem Wege das überflüssige Verbot abschaffe und nicht von Gerichten dazu gezwungen werden muss.

Clinton wies darauf hin, dass ein Homo-Verbot im Militär eigentlich nicht mehr in die Zeit passt: "Ich denke, es ist eine Generationenfrage. Jüngere haben eben andere Erfahrungen gemacht", so die Außenministerin.

Im Kongress hat sich "Don't ask, don't tell" zu einem parteipolitischen Thema entwickelt. Die meisten Republikaner befürchten, dass Schwule und Lesben das Militär schwächen könnten, während die Demokraten die 17 Jahre alte Regelung endlich abschaffen wollen. Viel Zeit hat Obamas Partei dafür nicht mehr: Nach der herben Wahlniederlage am 2. November haben die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobert und auch Sitze im Senat hinzugewonnen. Das neue Parlament konstituiert sich aber erst ab dem 3. Januar. Nach Ansicht von Gates sollten die Demokraten daher noch vor dem Machtwechsel Anstrengungen unternehmen, "Don't ask, don't tell" abzuschaffen. (dk)

Direktlink | Das Clinton/Gates-Interview bei ABC News


#1 jojoAnonym
  • 11.11.2010, 20:54h
  • "Clinton wies darauf hin, dass ein Homo-Verbot im Militär eigentlich nicht mehr in die Zeit passt: "Ich denke, es ist eine Generationenfrage. Jüngere haben eben andere Erfahrungen gemacht", so die Außenministerin."

    soso, der gleichheitsgrundsatz ("all men are created equal") ist also bei schwulen und lesben keine grundsatzfrage, sondern nur eine frage des zeitgeistes? komische ansicht fuer eine ministerin des landes, das sich diesen grundsatz sonst so gern ganz weit oben auf die fahne schreibt...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.11.2010, 21:36h
  • Wir haben es doch schon immer gewußt! Nur die Pappnasen von Republikaner finden immer noch ein Haar in der Suppe! Widerlich!
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#3 movieAnonym
#4 MarekAnonym
  • 12.11.2010, 13:07h
  • Jetzt, wo selbst das Pentagon die Wahrheit einsieht, wird es höchste Zeit, dass sich endlich was ändert.
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