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Diese Zeilen sind für die Polizei eine Sachbeschädigung

Wie erst jetzt überregional bekannt wurde, haben Unbekannte in der Nacht zum letzten Montag einen Bürgersteig am Audimax in Greifswald mit homofeindlichen Parolen beschmiert. Anlass für die Zeilen "Homosexuell = Volkstod" und "Gender Mainstream ist krank" war offenbar eine Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie, die in dem Hörsaalgebäude der Universität in dieser Woche stattfand.

Wie der Verein lesbischer & schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, nahm die Greifswalder Polizei die Sache nicht sonderlich ernst. Eine Strafanzeige einer Asta-Verantwortlichen wurde zunächst nicht aufgenommen. Auf eine Anzeige eines Uni-Mitarbeiters hin seien Beamte dann vor Ort erschienen, hätten Spuren gesichert und eine Sachbeschädigung aufgenommen.

"Homosexuelle dürfen offensichtlich nach der Auffassung der Beamten in Greifswald öffentlich verunglimpft werden", kritisiert VelsPol. Die Beamten hätten "mindestens den Anfangsverdacht der Volksverhetzung" prüfen und "mehr Fingerspitzengefühl" zeigen sollen. "Das Geschehen zeigt uns, dass hier noch sehr viel Aufklärungsbedarf innerhalb der Polizei zum Thema Homosexualität / Homophobie besteht." VelsPol will zusammen mit dem LSVD an der Sache dranbleiben.

Waren es Rechtsradikale?


Die Aktionstage fanden trotzdem statt

Das Studentische Online-Portal der Uni, webmoritz.de, vermutet, das Kürzel ANG könnte für "Autonome Nationalisten Greifswald" stehen: "Der Schriftzug erinnert sehr an die Graffitis, die während der Erstsemesterwoche rund um die Mensa entstanden und für eine 'NS-Hochschulgruppe' warben."

Die "Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie", die seit Montag bis diesen Sonntag laufen, umfassen in Vorträgen und Diskussionen so unterschiedliche Themen wie "Genderfragen in der tschechischen Literatur und Kultur", "Don't ask don't tell" und schwulenfeindliche Songs im Reggae. Auch ein Workshop "Geschlechterumwandlung" und eine Abschlussparty standen auf dem Programm. (nb)

Youtube | Straßenbefragung über Homosexualität in Greifswald. Der Youtube-Kanal des Studenten-Portals webMoritz bietet auch zwei Kurzfilme zum Thema.


#1 GeertAnonym
  • 13.11.2010, 14:36h
  • Ich beobachte schon seit längerer Zeit, dass vielen Heteros dieses ganze Gender-Thema nervt. Dieses Thema nimmt inzwischen einen Stellenwert ein, der bei ca. 3 % Schwulen und Lesben in unserem Land nicht gerechtfertigt ist. Wer sich so weit raushängt wie manche (Bewegungs-)Schwule, muss sich nicht wundern, wenn sich auf der anderen Seite langsam eine Gegenbewegung bildet.
    Was die Ausländer betrifft, zeignet sich zur Zeit ein Umdenken ab; und auch, was Schwule betrifft, wird es demnächst einen neuen "Sarrazin" geben, der laut gegen Schwule wettern wird. Dann wird der Zeitpunkt da sein, dass viele Heteros endlich gegen Schwule das laut sagen dürfen, was sie bisher nur denken.
    Wir sollten also auf der Hut sein und uns bewusst sein, dass eine Minderheit von 3-4 % auch in Zukunft von der Toleranz der Mitmenschen abhängig sein wird.
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#2 jojoAnonym
#3 ClementineAnonym
#4 Mister_Jackpot
  • 13.11.2010, 15:08h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Sorry aber was bitte sind "Bewegungsschwule"? Sind es etwa die Schwulen, die auch für dich in der Vergangenheit erreicht haben, dass Schwulsein beispielsweise nicht mehr unter Strafe steht? Schäm dich..Du solltest diesen "Bewegungsschwulen" lieber dankbar sein, denn ohne sie sähe es mit Toleranz oder gar Akzeptanz hierzulande ganz anders aus.
    Und bitte wie sollen sich Schwule deiner Ansicht nach verhalten, damit keine von dir befürchtete "Gegenbewegung" entsteht? Wieder im Schlafzimmer verstecken? Nicht mehr mit dem eigenen Partner in der Öffentlichkeit kuscheln (und damit meine ich kein Sex, um das ma gleich vorweg zu nehmen).
    So So...also Heten Pärchen dürfen sich also überall abknutschen...als Schwuler soll man das aber gefälligst unterdrücken? Sorry aber du hast wohl nicht mehr so ganz alle Latten am Zaun oder?
    Und zu den Sarrazins, die du in dieser Richtung befürchtest...die sind schon längst da. Zum Beispiel die komplette junge Union oder auch der Kölner Kardinal Meisner....diese Liste könnte man immer weiterführen. Solang es praktizierte Homosexualität gibt wird es Homophobie geben...das ist eine Tatsache mit der wir uns einfach abfinden müssen...ABER durch Öffentlichkeitsarbeit kann man zumindest einen grossen Prozentsatz der Bevölkerung vom Gegenteil überzeugen und dafür brauchen wir weiterhin die von dir geschmähten Bewegungsschwulen...Ohne sie wirds auch dir in Zukunft dreckig gehen...aber du scheinst ja auch nichts davon zu halten Gefühle zu deinem Partner auch in der Öffentlichkeit zuzulassen...könnte man zumindest meinen, wenn man deinen Beitrag liest Geert.
    Und zu guter Letzt....meistens ist es so, dass wenn man zu sich steht es im eigenen Bekannten- Verwandten- und Freundeskreis plötzlich zu mehr Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben im Allgemeinen kommt. Jeder Schwule den ich kenne hat diese Erfahrung gemacht...gut es gibt immer Unbelehrbare, aber die wirds immer geben. Sich wegen diesen Menschen ewig zu verstecken macht krank....das ist meine Auffassung.
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#5 Mister_Jackpot
  • 13.11.2010, 15:10h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • PS: und es sind ganz sicher mehr als 3 Prozent Schwule und Lesben in diesem "Land" zu finden...ich frag mich woher du diese niedrige Zahl nimmst? LOL..auch noch falsche Statistiken studiert wie? Vorher richtig informieren..dann posten! Nur so als Tip!
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#6 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 13.11.2010, 15:11h
  • Mich belastet auch, dass hier nicht nur "Homosexuelle" und Homosexuellinnen, sondern auch Gender-Mainstreaming und Gender-Mainstreaminginnen angegriffen werden. Das macht mich sehr betroffen und ein Stück weit auch traurig.
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#7 Linu86Profil
  • 13.11.2010, 15:20hAachen
  • Antwort auf #1 von Geert
  • "Ich beobachte schon seit längerer Zeit, dass vielen Heteros dieses ganze Gender-Thema nervt."

    Was hat Homosexualität mit Gender zu tun? Vllt bei WELT-Online??

    "Wer sich so weit raushängt wie manche (Bewegungs-)Schwule, muss sich nicht wundern, wenn sich auf der anderen Seite langsam eine Gegenbewegung bildet. "

    Sorry, null Verständnis für solche Aussagen. Ich gehöre zwar auch zur "unauffällig-Holzfällerhemd-gay" -Fraktion, aber ich mache mir keinerlei Illusionen, dass ohne die Vorreiter aus der "bunt-grell-proud" - Fraktion die großen Fortschritte der letzten Jahrzente möglich gewesen wären. Und überhaupt, wo fängt denn bei dir "raushängen" an? Beim Küssen? Händchen halten? Sagen, dass man schwul ist? Sich so anziehen wie man will? Wenn dann gleiches Recht für alle.

    "was Schwule betrifft, wird es demnächst einen neuen "Sarrazin" geben, der laut gegen Schwule wettern wird."

    Lass ihn kommen. Was wolln die machen: Mich ins KZ stecken? Ganz ehrlich, ich bin auf so Gesocks nicht angewiesen. Noch ein Grund, die Eheöffnung bald voranzutreiben: Um den Anblick der vor Wut blutrot angelaufenen Gesichter nicht zu verpassen.
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#8 Linu86Profil
#9 eMANcipation*Anonym
  • 13.11.2010, 17:09h
  • Antwort auf #7 von Linu86
  • Das hat eine ganze Menge mit Gender zu tun.

    Gender Mainstreaming und Diversity Mainstreaming gehören untrennbar zusammen!

    Ich finde es erschreckend, dass über ein derart widerliches Verbrechen noch nicht einmal national berichtet wird.

    Einmal mehr wird deutlich, was man sich mit Schwulen und Lesben in diesem Land mit seiner einzigartig verbrecherischen Geschichte der Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen weiterhin völlig unbehelligt erlauben kann.

    Unsere Botschaft an die Politik, vor allem an diejenigen, die sich ja sooo sehr für uns einsetzen, sollte schon lange klar sein:

    Ein umfassendes Gesetz gegen Hassrede - angefangen bei der Verwendung von Identitätsmerkmalen als Schimpfwörtern - gegen Diffamierung, Anstachelung zu / Beförderung von Diskriminierung und Gewalt JETZT!

    Sonst könnt ihr euch eure "gay-friendly"-Rhetorik und eure halbgegorenen "Aktionspläne gegen Homophobie" sonstwo hinstecken!
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#10 ImanuelCortezProfil