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Dass Olivier zum Mr. Rubclub 2010 gewählt wurde, hat ihn völlig überrascht. Der 32-jährige ist IWWIT-Rollenmodel im November. Ein O-Ton-Bereicht, aufgezeichnet von Carsten Weidemann.

Das Internet, da ist sich Olivier sicher, ist nicht der richtige Ort, um Männer kennenzulernen. Er geht lieber in die Bars und Fetisch-Clubs. Auch wenn es nicht immer so einfach ist, mit ihm in Kontakt zu treten: Seine Schüchternheit verbirgt er hinter bösen Blicken. Auf den allerletzten Drücker hatte er seine Bewerbung zur Mr. Rubclub-Wahl abgegeben, und sich kaum Chancen ausgerechnet. Mit überwältigender Mehrheit wurde er jedoch gekürt. Im Interview erzählt er über seinen Werdegang vom Coming-out zum Fetisch-Kerl, über Sexualität, HIV und Drogen. Hier auf queer.de nun Ausschnitte aus dem Protokoll, den ganzen Text und ein Video von Olivier findest Du auf www.iwwit.de

Vor einigen Jahren, noch bevor ich meinen Mann kennengelernt hatte, habe ich eine sehr schlechte Erfahrung gemacht. Ich hatte in einer Bar einen Mann getroffen. Es wurde spät und ich nahm ihn mit nach Hause. Dort wollten wir dann noch etwas zusammen trinken, aber ich ging vorher noch mal kurz auf die Toilette. Dann trank ich meinen Drink - und wurde sofort bewusstlos. Ich war einfach total weg und habe keine Ahnung, was in der Nacht noch passiert ist. Er muss mir K.O.-Tropfen in den Drink gekippt haben.

Als ich wieder klar war, bekam ich totale Angst. Schließlich hatte ich keine Ahnung, was gelaufen war! Ich wusste ja auch nicht, ob er vielleicht HIV-positiv war. Natürlich bin ich dann später zum Arzt gegangen und habe einen HIV-Test machen lassen. Gott sei Dank war nichts! Seit diesem Abend lasse ich mein Glas nicht mehr stehen, wenn ich irgendwo unterwegs bin. Mit Drogen habe ich wirklich gar nichts zu tun. Ich trinke ein bisschen Alkohol, das schon, denn das macht mich auch ein bisschen lockerer und ich kann dann leichter auf die Leute zugehen. Aber das war's dann auch.

Olivier: "Drogen macht die Leute nur kaputt"

Mir sind in der Szene schon Kokain und andere Drogen angeboten worden, und ich hab sogar schon gesehen, wie sich Leute irgendwas gespritzt haben. Oder sie trinken den ganzen Abend nur Wasser, fallen aber plötzlich um, wahrscheinlich weil sie irgendwas genommen haben. Ich will damit nichts zu tun haben. Drogen machen die Leute doch nur kaputt. Ich habe auch keine Lust, mit jemandem Sex zu haben, der total zugedröhnt ist. Ich will einen Mann, der klar im Kopf ist!

Beim Umgang mit HIV ist die Fetisch-Szene eigentlich nicht anders als der Rest der schwulen Szene. Es gibt natürlich die, die es am liebsten ohne Schutz machen. Die verzichten auf Kondome und beim Fisten auf Handschuhe. Aber in der Gummi-Szene habe ich noch nicht einen gesehen, der ohne Kondom fickt. Das kann ich jedenfalls über Karlsruhe sagen.

Ich selbst passe schon sehr genau auf, was ich mit anderen Männern mache. Das ist für mich etwas ganz anderes als der Sex mit meinem Mann zu Hause. Zum Beispiel habe ich wirklich Angst vorm Küssen - ich weiß ja nicht, an welchem Arsch oder welchem Schwanz der andere vorher mit seinem Mund war.

Darum lecke ich auch nicht am Arsch oder so und ich blase auch nicht gern. Die Männer können mir einen blasen - ich weiß ja, was ich mit meinem Schwanz mache und was nicht. Aber ich mache das nicht. Ich bin meistens der Dominante: Der andere muss machen, was ich will. Dass das so ist, hat vermutlich etwas mit meinen Ängsten zu tun. Ich will einfach nicht noch einmal dieses Gefühl erleben, dass ich mir was eingefangen haben könnte.

Mit meinem Mann ist es anders: Er darf auch dominant sein und mich ficken. Ich muss nur wissen, dass er vorher unter der Dusche war. Und wir benutzen Kondome. Bei uns kann jeder sexuell machen, was er will, und da will ich mich nicht nur auf mein Vertrauen verlassen. Mit Kondomen fühle ich mich einfach sicherer.



#1 vingtans
  • 14.11.2010, 16:46h
  • wieder ne miss-wahl.

    achja was soll man sagen, amerikanischer kulturimperialismus eben.

    ich hoffe er hat spaß mit mister leather,miss promnight, oder miss und mister spreewaldgurke,miss und mister oberunterukermark,oder miss und mister spätauslese.

    mir gehen missen und mister sowas von am arsch vorbei.
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#2 HannibalEhemaliges Profil
  • 14.11.2010, 18:14h
  • "Zum Beispiel habe ich wirklich Angst vorm Küssen - ich weiß ja nicht, an welchem Arsch oder welchem Schwanz der andere vorher mit seinem Mund war."

    OMG! Klarer Fall von Paranoia oder Hygienewahn! Der soll sich doch besser ein Fullbody-Kondom überziehen!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2010, 18:14h
  • Der Mann hat zurecht gewonnen und klare Regeln beim Sex müssen auch sein. Vor allem müssen die Sexualpartner penibel genau bei der Zahn- und Mundpflege sein, denn sonst hat man bei ihm gar keine Chance ranzukommen!
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#4 HannibalEhemaliges Profil
#5 wysiwygAnonym
#6 ImanuelCortezProfil
  • 15.11.2010, 12:27hKarlsruhe
  • aja... wahnsinnig interessant..

    Ich hatte übrigens heute schon Stuhl. Es war ein nussiges Erlebnis. Nächste Geschichte ?!
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