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Eines der Motive

Es ändert sich was in Polen. Nach dem erfolgreichen Europride in diesem Jahr in Warschau, einer Stadt, in der CSD-Demos früher verboten und mit gewalttätigen Gegendemos beantwortet wurden, gibt es nun eine Bewegung zur Einführung der Homo-Ehe: die Kampagne "Miłość nie wyklucza" (Liebe schließt nicht aus).

Polen sei das größte Land in der EU, in der schwule und lesbische Paare nicht mal ansatzweise in der Gesetzgebung vorkämen, kritisieren die Aktivisten. "Sie stehen unter keinerlei gesetzlichem Schutz und werden in ihrer Existenz nicht mal anerkannt." Dabei seien das längst Standards der europäischen Zivilisation. Nur zusammen könne man die Situation ändern.

Die Kampagne, finanziell unterstützt von Privatmenschen und Sponsoren aus der Szene, setzt dabei auf Flyer, Aufklärungsbroschüren, Plakate und Youtube-Videos, die kostenlos von Einrichtungen wie Schulen bis hin zu Kinos übernommen werden können. Da eine öffentliche Förderung fehlt, sind die Aktivisten auf breite Unterstützung angewiesen und nehmen auf ihrer Homepage auch Spenden via Paypal an.

Youtube | Video-Spot der Gruppe aus ihrem Kanal

Raus aus Facebook!

Um ihren Forderungen mehr Druck zu verleigen, soll es am kommenden Sonntag ab 13 Uhr eine Demonstration geben, die an der Warschauer Universität beginnen und mit einer pinken Fahne zum Parlament ziehen soll - wenn das Wetter mitspielt. Dabei soll nicht nur laut die Homo-Ehe gefordert, sondern auch homo- wie transphoben Gewaltopfern gedacht werden. Der 20. November ist der internationale "Transgender Day of Rememberance".

Für den alten Szene-Spruch "Raus aus den Kneipen und auf die Straße" haben die Organisatoren auch eine zeitgemäße Neufassung parat: "Raus aus Facebook und auf die Straße!" In dem sozialen Netzwerk kommt die Gruppe auf 5.726 Freunde. 105 davon haben bisher ihre Teilnahme an der Demo zugesagt. (nb)



#1 vingtans
#2 Timm GerdAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2010, 18:08h
  • Wenigstens wurde ein Anfang gemacht. Bis es aber zum endgültigen Durchbruch in Sachen Rechte für LGBTler in Polen kommt, wird noch viel Zeit ins Land gehen.
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#4 Carlos I.Anonym
#5 MIZAnonym
#6 jkAnonym
#7 FloAnonym
  • 15.11.2010, 18:40h
  • Das finde ich zwar sehr bewundernswert und diese Leute leisten wirklich mutige Pionierarbeit in Polen, ich fürchte jedoch, dass dort die überwältigende Mehrheit (sowohl in Politik, Wirtschaft, Kirche, Gesellschaft) dermaßen homophob ist, dass das (zumindest die nächsten 15-20 Jahre) nichts bringen wird.

    Ich hoffe zwar auf das Gegenteil, befürchte aber, dass es nicht sehr erfolgreich sein wird.
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