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So sah der Banner der Hertha-Junxx 2007 aus. (Bild: Hertha-Junxx)

Ein zehn Meter langer Banner mit der Aufschrift "Ein schwuler Ball fliegt genauso gut" soll beim nächsten Ligaspiel des Hauptstadtvereins Hertha BSC Berlin für Respekt und Toleranz werben.

Der Banner wird erstmals beim Spiel gegen den VfL Bochum am Montagabend zu sehen sein. Verantwortlich dafür sind das Projekt Soccer Sound des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg sowie der schwule Fanclub Hertha Junxx. Bei Heim- und Auswärtsspielen des Zweitligaclubs wird mit dem Banner künftig ein gemeinsames Zeichen gegen Homophobie gesetzt, erklärten die "Soccer Sound"-Projektleiter Torsten Siebert und Harry Wrensch.

"Homosexualität im Fußball wird nach wie vor tabuisiert. Schwule Fußballer trauen sich nicht sich zu outen. Immer wieder fallen blöde Sprüche über Homosexuelle in den Stadien", fassen die Aktivisten die Stimmung in deutschen Stadien zusammen. "Wir wollen die sexuelle Vielfalt im Sport thematisieren, denn unabhängig von der sexuellen Identität können sich Fußballspieler und Fußballfans genauso leidenschaftlich für den Sport begeistern, wie jeder andere auch", so Siebert und Wrensch.

Soccer Sound will Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich mit Homophobie und Diskriminierung im Sport und in der Musik auseinander zu setzen. Unter anderem sollen mit Diversity-Workshops Jugendliche in den Vereinen sowie in der Musikszene erreicht werden. Das Projekt wird von der Berliner Landesantidiskriminierungsstelle unterstützt.

Diskussionsveranstaltung am Mittwoch

Am Mittwoch (17. November) organisiert Soccer Sound zudem eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Homophobie um Fußball". Sie beginnt um 19 Uhr im We-save-TeBe-Büro (Haeselerstr. 20).

Mit ähnlichen Aktionen haben die Hertha-Junxx bereits in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt. 2006 lautete der erste Banner: "Fußball ist alles - auch schwul". Ein Jahr später texteten die schwulen Fußballfreunde: Wir sind schwul - und Fans wie Ihr". Auch bei dieser Aktion wurde das Banner erstmals im Spiel gegen den VfL Bochum vorgestellt, was ein gutes Omen für Hertha sein könnte: Denn das Berliner Team gewann damals mit 2:0 (queer.de berichtete). (pm/dk)

Nachtrag: Hertha hat wieder 2:0 gegen Bochum gewonnen.



#1 FloAnonym
  • 15.11.2010, 18:42h
  • Eine sehr lobenswerte Aktion!

    Das kann und darf zwar nur ein erster Schritt sein und ist erst mal nicht mehr als ein sprichwörtlicher Tropfen auf den heißen Stein, aber jede lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt...
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#2 agenda 2020Anonym
#3 MalteAnonym
  • 16.11.2010, 12:38h
  • Antwort auf #2 von agenda 2020
  • Naja, wenn diese homophobe und noch dazu auch in allen anderen Gebieten unfähige schwarz-gelbe Regierung erst mal weg ist, kann sich da auch wieder was tun.

    Aber die FDP behauptet ja z.B. immer noch, Schwule und Lesben bräuchten keinen Diskriminierungsschutz. Das würde alles "der Markt" regeln.

    Dass das Gegenteil der Fall ist, sehen wir täglich!

    Wie sehr die die Leute verarschen ist schon nicht mehr feierlich.
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#4 agenda 2020Anonym
  • 16.11.2010, 13:08h
  • Antwort auf #3 von Malte
  • die kritik an schwarz-gelb ist immer berechtigt.
    in diesem fall würde es reichen, wenn der DFB (der ist dafür nämlich zuständig) nicht nur sporadisch nette worte an die community richten, sondern endlich mal handeln würde.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.11.2010, 22:15h
  • Tolle Aktion, die bei anderen schwulen Fanclubs der Ersten und Zweiten Fußall Bundesliga schon bald Nachahmer auf den Plan rufen sollte.
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