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Das Wandgemälde Michelangelos gilt als eines der wichtigsten Kunstwerke der Welt. (Bild: Randy OHC / flickr / by 2.0)

Muskelbepackte Männer verzieren die Wände
in der Sixtinischen Kapelle - Michelangelo habe sich dabei von Strichern in Rom inspirieren lassen, glaubt eine italienische Wissenschaftlerin.

Generationen von Päpsten blickten auf das zwischen 1537 und 1541 entstandende Michelangelo-Wandgemälde in der Sixtinische Kapelle - und schauten dabei offenbar auf das Porträt von Strichern, die in Bordellen oder türkischen Badehäusern ihre Brötchen verdienten. Davon geht zumindest Kunsthistorikerin Elena Lazzarini von der Universität Pisa aus.

Nach Angaben des "Daily Telegraph" erklärte sie, es gebe viele Beweise dafür, dass Michelangelo Inspiration an Orten gesucht habe, in denen Sexarbeiter verkehrten. Hier soll der Ausnahmekünstler nach Ansicht von Lazzarini sein Wissen über männliche Anatomie verfeinert haben. Einige Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass Michelangelo homosexuell war.

Homosexuelle Badehaus-Kultur im alten Rom


Michelangelos Männer tauschen Zärtlichkeiten aus.

Im 16. Jahrhundert habe es in den verwinkelten Straßen Roms eine ganze Reihe von Badehäusern gegeben, die unter anderem Massagen angeboten haben. In versteckten Räumen hätten zudem sowohl weibliche als auch männliche Prostituierte ihre Dienste angeboten. Das hat Michelangelo offenbar inspiriert: In seinem 200 Quadratmeter großen Gemälde über das Jüngste Gericht hat Michelangelo unter anderem Küsse und Umarmungen zwischen muskelbepackten Männern dargestellt. Aber es geht auch härter: So wird ein Mann an seinen Hoden in die Hölle gezogen.

Bei der Kirchenführung des 16. Jahrhunderts kam das Gemälde zunächst nicht gut an. Papst und Co. kritisierten insbesondere die Darstellung von Geschlechtsteilen und ließen Penisse und andere als unsittlich empfundene Darstellungen übermalen - von einem wenig begabten Künstler. Erst im späten 20. Jahrhundert wurde das Wangemälde restauriert und zum größten Teil in seinen Urzustand zurückversetzt. Die Fresken Michelangelos für die Sixtinische Kapelle werden heute als wichtigstes Werk einer ganzen Kulturepoche angesehen.

Lazzarini hat ihre Forschungsergebnisse in ihrem Buch "Nudo, arte e decoro" ("Nacktheit, Kunst und Anstand") veröffentlicht. (dk)



#1 FloAnonym
  • 17.11.2010, 15:38h
  • Sagt das nicht zu laut!

    Sonst überpinseln diese dem Wahn verfallenen Popen noch diese jahrhundertealten Kunstwerke der Menschheit oder lassen sie abändern.

    Mit Zensur haben die ja genug Erfahrungen... Ich warte nur auf die nächsten Bücherverbrennungen.
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#2 FranziAnonym
  • 17.11.2010, 15:45h
  • Also - ich finde es irgendwie schon ziemlich "geschmacklos" in nur einem Satz das Wort "Stricher" und "Sixtinische Kapelle" im Zusammenhang mit Michelangelos (Meister) Werken zu nennen !! :-(

    Ein "Eunuch" war damals und heute ein "Eunuch" und wurde nicht als "Stricher" bezeichnet !?

    Und auch in der römischen Geschichte (Literatur), wo Homosexualität "normal" war, findet Man(n) den Begriff "Stricher" nicht ...
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#3 schöner wohnenAnonym
  • 17.11.2010, 15:53h
  • Das mit der Kapelle war schon gut. Allein schon wegen des Lichtes.

    Es begann ja alles schon sehr heiter, sehr inspiriert und phantasievoll....

    Jesu: „Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen!
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#4 yomanAnonym
  • 17.11.2010, 15:59h
  • ich befürchte ja (nein im ernst-ich hoffe!!!), dass die allseits geliebte seite "kreuz.net" demnächst längere zeit ohne zensur und aktuelle "artikel" bleiben wird.

    die komplette sog. redaktion ist auf dem weg nach rom...
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#5 stromboliProfil
#6 maaaaartinAnonym
#7 CarstenFfm
  • 17.11.2010, 16:10h
  • Wenn Michelangelo heterosexuell gewesen wäre, hätte er die Sixtinische Kapelle mit einer Rolle Weiß angestrichen.

    Rita Mae Brown
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#8 MinkAnonym
#9 ImanuelCortezProfil
#10 yomanAnonym